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Tag: harreburg

Brief aus Harreburg
Liebe Eltern,

ich befinde mich jetzt in Harreburg, der Hauptstadt von Midstad. Auf der Reise von Weitblick hierher ist mir vielleicht was passiert – ich bin immer noch total empört!

Während eines Nachtlagers, als ich Wache hielt, kam auf einmal eine vargische Ritterin aus dem Dunkeln auf mich zu. Sturztrunken war die und wollte sich unbedingt mit jemandem anlegen. Da hatte ich nun aber überhaupt keine Lust zu, die war fast doppelt so groß wie ich. Sie randaliert etwas herum, meine Gefährten werden wach, ein Wort gibt das andere – und auf einmal nimmt die mich und wirft mit mir! So was ist mir noch nie untergekommen! Glücklicherweise gab sie dann bald Ruhe und ist weg, aber ich war so was von aufgebracht, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen.

Harreburg selbst ist eine recht große Stadt mit armen und reichen Leuten und einer, so scheint es, großen und gut organisierten Garde. Auch bei der Kontrolle am Stadttor waren sie sehr gründlich wenn auch nicht wirklich freundlich – Onkel Perhold hätte das nicht gefallen, der hat ja gerne wenn Gardisten „Bürgernähe zeigen“. Nun, hier sehen sie das eindeutig anders. Aber das will ich hier nicht weiter ausführen.

Wir haben uns auch gar nicht in Harreburg aufgehalten, sondern sind gleich weiter Richtung Westen in eine kleine Siedlung unweit der Stadt, Harrebrück genannt. Dort trafen wir Corino, der die Nachricht aus Weitblick entgegennahm. Er hatte auch gleich einen weiteren Auftrag an uns: wir sollen in der Kunigsmark nach einem Kind suchen. Ich will hier nicht mehr erzählen, aber es ist eine wichtige Aufgabe! Corino hat uns einige Dörfer zugeteilt, die anderen wird er selber bereisen.

Wir brechen gleich nach dem Mittagessen auf – ich hatte ja gehofft wenigstens eine Nacht in einem ordentlich Gasthaus in einem richtigen Bett zuzubringen und vielleicht auch ein Bad zu nehmen. Aber meine Gefährten haben es eilig...

Gehabt euch wohl und denkt an eure Tochter Daria!
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