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Tag: splittermond

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Tia
Kampf um die Burg
Reiya + der Ritter Probekampf

Hauslehrer weint sich bei Reiya aus - Knappe weggeritten.

STrohpuppen werden vor Regen in die Gaststätte gerettet. zwei hühner trinken Bier.

Roderich räumt bei den Militärs auf. Im Haus in nem Bett mit zwei Männern eine Frau, unsanft geweckt. blendet ihn + will ihn in den Turm "zu den anderen" stecken. er steht im Raum + im Gang ne Gruppe Leute in Uniform "noch einer - wir haben noch Platz im Turm"

Räuber im Kampf gegen Truppe. Frau ist wohl farukanisches Feenwesen. Sieg. Tote.

Ring im Tempel ausgetauscht.

Nachts traum. neuer auftrag.pferde besorgt - schwarz - ronja

Session: Feentänzer - Friday, Nov 24 2017 from 1:15 PM to 4:15 PM
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Tia
Charaktervorstellung Arpak Qusdari (Splittermond)

Arpak Qusdari stammt aus der Satrapie Galibshur im nördlichen Demerai (Farukan). Informationen über seine Familie sind ihm kaum zu entlocken, aber aus einigen Äußerungen kann man auf gut ausgebildete Zauberer schliessen. Arpak selber ist Priester des Nahid, und zwar des in Galibshur beheimateten Zweigs der Nahid-Kirche welcher, vorsichtig ausgedrückt, eher konservativ ausgerichtet ist. Die Veränderungen der letzten Jahrzehnte (seit Nahid Schutzgott von Demerai wurde), lehnen sie ab: Ihr Nahid ist kein Gott für die breite Öffentlichkeit, er sucht sich die seinen aus und nur wenige finden Gnade vor seinen Augen.

Wann und wie Arpak zur Nahid-Kirche kam, auch darüber schweigt er. Im Gegensatz zu vielen anderen Priestern erzählt er auch nicht viel über seinen Gott, antwortet auf Fragen auch eher zurückhaltend: "Wen Nahid will, den ruft er..."

Der Priester ist hochgewachsen und von eher drahtiger als muskulöser Statur. Die dunklen Haare trägt er kurz, im Sommer oft teils geschoren. Eine regelrechte Priesterrobe trägt er nicht, es ist eher ein an den Seiten offener, knielanger Überwurf in Grau mit wenigen schwarzen Stickereien in Form des Schlangenspeeres. Auch die übliche Kleidung ist eher dunkel gehalten, meist trägt er eine Tuchrüstung. Bewaffnet ist er mit einer seltsam aussehenden Peitsche, deren Griff an einen Schlangenkopf erinnert.

Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass das dicke Schlangenhalsband des Priesters gar keines ist - sondern eine lebendige Obsidian-Natter. Diese Schlangenart ist außerhalb Galibshurs selten und passt mit ihrer Musterung in Schwarz und anthrazit perfekt zu einem Priester des Verschleierten. "Was ist ein Priester des Verschleierten ohne Schlange?", antwortet Arpak wenn man ihn auf das Tier anspricht, welches er Sidia nennt.

Portrait Arpak
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Tia
Ayala Pyaar
Die junge Menschenfrau entstammt einer reichen Händlerfamilie aus Nantai in Kungaitan. Ein Teil ihrer Vorfahren kam vor mehreren Generationen aus Selenia und die Familie ist mittlerweile kaum noch von ihren Nachbarn zu unterscheiden in Sprache, Kultur und Aussehen - wenn es nicht das eine oder andere Familienmitglied gäbe wie Ayala, das durch das Äußere klar die Herkunft der Vorfahren zeigt.



Schon als Kind konnte Ayala dem Händlerdasein nichts abgewinnen, alles drehte sich daheim nur um Zahlen und Gewinne und Verträge - viel zu langweilig! Einzig die Handelswaren fand sie interessant, sie liebte es in den Speichern und Lagerhallen zu sein und die Dinge aus fremden Landen zu sehen. Sie versucht alles anzufassen und stellte hunderte Fragen zu Woher und Wohin und Was und Wie.

Ein großer Teil der Waren waren aus Metall, einerseits Waffen aber auch mechanische Teile wie Zahnräder und anderes. Das fand Ayala spannend und sie wollte genau wissen wie so etwas funktionierte und was man damit machen würde. Als sie älter wurde gab ihre Familie dieser Neigung nach und sie kam zu einem Metallhandwerker um dort das Handwerk zu lernen. Einige Jahre vermochte sie das auch zu fesseln, aber dann ließ ihr Interesse daran nach - es gab doch so vieles mehr auf Lorakis!

Sie hatte auch Freunde außerhalb ihrer Familie gefunden mit denen sie abends unterwegs war und oft auch Unfug anstellte. Es waren meist kleine Streiche, aus Übermut oder auch kleine Vergeltungsaktionen gegen jene die einen ihrer Freunde beleidigt hatten oder ähnliches. Das alles war ihrer Familie durchaus peinlich, aber es ließ sich durch Beziehungen oder notfalls kleinere "Aufmerksamkeiten" aus der Welt schaffen. Ayala war nun gerade an Magie interessiert und weil sie dort durchaus begabt war fand die Familie einen Magier der sie ausbildete, in Schutzmagie und Theorie. Vielleicht, so hofften sie, würde das Mädel jetzt ruhiger.

Aber wie es so geht... auch hier verlor sie das Interesse und lief lieber mit ihren Freunden herum als am Pult zu stehen und ihre Energie dafür aufzuwenden für andere Schutzzauber in Schriftrollen zu bannen. Da mochte noch so viel Gewinn zu machen sein - das war langweilig! Nach einigen Geschehnissen fand ihre Familie notwendig da einzugreifen (auch wenn Ayala wirklich nichts damit zu tun hatte dass die Statuen auf dem Hauptplatz eines Morgens in "indezenten" Posen zu finden waren...).

Man ermunterte die junge Frau doch ein wenig durch Lorakis zu reisen was sie natürlich begeistert aufnahm. Hoffentlich würde sie sich dabei die Hörner abstossen - und wenn nicht, dann würden ihre Streiche wenigstens nicht auf die Familie zurückfallen! Mit Reisegeld gut versehen und einem kundigen Begleiter an der Seite machte sie sich auf und landete schon bald bei einer Gauklertruppe wo sie mit ihrem handwerklichen Geschick helfen konnte und es auch täglich so viel Neues zu sehen gab dass sie hier nie, nie wieder weg wollte. Wirklich.


Gopal Pillai



Ayalas Begleiter ist ein Mann mittleren Alters, seine Haut ist wettergegerbt und sein Körper zeigt Spuren harter Arbeit. Er ist zurückhaltend, wirkt manchmal fast unfreundlich. Er hilft aber bereitwillig, vor allem auf Reisen kann er sein Können unter Beweis stellen.

Das Verhältnis zwischen den beiden ist für andere schwer zu definieren. Manchmal gibt Ayala ihm Anweisungen wie man es bei einem Diener machen würde und die er dann auch ausführt, andererseits akzeptiert sie seine Führungen in vielen Situationen. Ja, man hat schon mitbekommen wie Gopal die junge Frau zur Seite genommen hat und sie regelrecht ausgeschimpft hat.

Session: S + S - Wednesday, Aug 16 2017 from 1:00 AM to 1:30 AM
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Brief aus Harreburg
Liebe Eltern,

ich befinde mich jetzt in Harreburg, der Hauptstadt von Midstad. Auf der Reise von Weitblick hierher ist mir vielleicht was passiert – ich bin immer noch total empört!

Während eines Nachtlagers, als ich Wache hielt, kam auf einmal eine vargische Ritterin aus dem Dunkeln auf mich zu. Sturztrunken war die und wollte sich unbedingt mit jemandem anlegen. Da hatte ich nun aber überhaupt keine Lust zu, die war fast doppelt so groß wie ich. Sie randaliert etwas herum, meine Gefährten werden wach, ein Wort gibt das andere – und auf einmal nimmt die mich und wirft mit mir! So was ist mir noch nie untergekommen! Glücklicherweise gab sie dann bald Ruhe und ist weg, aber ich war so was von aufgebracht, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen.

Harreburg selbst ist eine recht große Stadt mit armen und reichen Leuten und einer, so scheint es, großen und gut organisierten Garde. Auch bei der Kontrolle am Stadttor waren sie sehr gründlich wenn auch nicht wirklich freundlich – Onkel Perhold hätte das nicht gefallen, der hat ja gerne wenn Gardisten „Bürgernähe zeigen“. Nun, hier sehen sie das eindeutig anders. Aber das will ich hier nicht weiter ausführen.

Wir haben uns auch gar nicht in Harreburg aufgehalten, sondern sind gleich weiter Richtung Westen in eine kleine Siedlung unweit der Stadt, Harrebrück genannt. Dort trafen wir Corino, der die Nachricht aus Weitblick entgegennahm. Er hatte auch gleich einen weiteren Auftrag an uns: wir sollen in der Kunigsmark nach einem Kind suchen. Ich will hier nicht mehr erzählen, aber es ist eine wichtige Aufgabe! Corino hat uns einige Dörfer zugeteilt, die anderen wird er selber bereisen.

Wir brechen gleich nach dem Mittagessen auf – ich hatte ja gehofft wenigstens eine Nacht in einem ordentlich Gasthaus in einem richtigen Bett zuzubringen und vielleicht auch ein Bad zu nehmen. Aber meine Gefährten haben es eilig...

Gehabt euch wohl und denkt an eure Tochter Daria!
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Rund um die Kristallsee
Testspielerin für ein Abenteuer für den Splittermond-Wettbewerb, deswegen hier keine Beschreibung des Abenteuers


13 EP
Zuflucht 1 bei Reederei in Samutia sowie Hilfe und Transport durch diese in der gesamten Kristalsee
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Brief aus Weitblick
Liebe Eltern,

ich bin wohlbehalten in Weitblick angekommen. So ein bisschen mulmig war mir allerdings vor der Reise durch ein fremdes Land (hier wird zwar Dragoreisch gesprochen, aber mit einem merkwürdigen Akzent) und über unbekannte Wege. Die Straßen hier sind wahrlich nicht mit dem Großen Weg zu vergleichen! Ich habe mich vorher mit einer zusätzlichen Decke ausgestattet und auch noch extra Futter für Dummkopf eingepackt.

Die erste Hälfte der insgesamt 17tägigen Reise führte nach Ostroden, einer Hafenstadt am Golf von Midstad. Bis dahin war die Straße ja ganz gut aber danach wurde der Weg schlechter und es waren auch kaum noch Dörfer wo man übernachten oder Proviant kaufen konnte. Dabei ist das auch einer der Wege nach Selenia, eigentlich müssten hier doch mehr Händler vorbeikommen und so.

Aber Enya kannte sich ganz gut mit Reisen aus und konnte uns immer einen guten Platz für ein Nachtlager finden. Trotzdem kam es wie ich befürchtet hatte – wir wurden nächtens überfallen! Sorgt euch nicht, mir ist nichts passiert. Aber ihr wollt sicherlich genauer wissen was passiert ist. Nun, ich wurde nachts von einem Schrei und anderen Geräuschen wach. Als ich mich aufgerappelt hatte sah ich Ichiro mit einigen Rattlingen kämpfen, am Rande der Lichtung in der wir lagerten. Ich bin natürlich sofort dahin um Ichiro zu helfen und auch meine anderen Gefährten griffen in den Kampf ein. Die Rattlinge wurden dann auch besiegt, wenn auch Ichiro recht schlimm verletzt wurde und auch Eldarions Hände sahen nicht gut aus.

Enya hat dann die toten Rattlinge weggeschafft – das hätte ich nicht können! Sie hat mir dann deren Waffen gezeigt. Die waren ziemlich schartig und in schlechtem Zustand, ob ich versuchen könnte sie herzurichten. Nun, Metallarbeiten sind ja nicht mein Metier, aber mit Hilfe eines Schleifsteins und so begann ich die wieder halbwegs funktionsfähig zu machen.

Wir haben dann noch ein wenig pausiert damit Ichiro sich erholen konnte und kamen dann zwei Tage später in Weitblick an. Der Ort ist wirklich beeindruckend, wie aus dem Fels gehauen und die Burg thront über allem. Wir haben dann auch unsere Nachricht abgeben konnten, denn unser Wirt kannte den Hagen, für den sie bestimmt war, der hat uns auch eine Antwort für Corino mitgegeben.

Wir haben uns dann noch ein wenig umgeschaut in Weitblick, vor allem auf dem Markt. Besonderes an Schnitzereien gab es nicht, aber ich hab eine hübsche kleine Figur eines Midstader Widders gekauft, die haben interessant geformte Hörner. Enya hat dann noch erstaunlich viel für die reparierten Waffen bekommen und hat mir die Hälfte abgegeben. Iich hab dafür gleich zwei Heiltränke gekauft – wenn es noch einmal zu einem Kampf kommt haben wir dann wenigstens etwas was uns hilft!

Aber sorgt euch nicht, wir machen uns ja morgen auf den Weg zurück Richtung der Hauptstadt Harrebrück, das sollte sicherer sein, da wird bestimmt nichts passieren. Meister Abban hat mir auch einen Namen von einem Bekannten dort genannt, ich weiß allerdings nicht ob der noch dort lebt. Meine nächste Nachricht wird also vermutlich aus Harremund kommen.

Gehabt euch wohl und denkt an eure Tochter Daria
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Brief aus Harremund
Liebe Eltern,

ich hoffe mein Brief aus Ioria hat euch erreicht und es geht euch gut. Ich bin mittlerweile in Midstad - aber lest selber.

Kurz vor unserer Ankunft in Harremund hab ich Eleyon Wogenstürmer, dem Kapitän unseres Schiffes, die Figur des Narwal-Gottes Baruo gegeben. Es war bestimmt keine meiner besseren Arbeiten, auch hätte ich gerne anderes Holz genommen – aber er schien sich zu freuen. Obwohl das bei vielen dieser Seealben schwer zu sagen ist: Eldarion macht auch immer ein Gesicht als wäre ihm alles egal und wir alle nicht gut genug für ihn, dabei ist er eigentlich gar nicht so, glaube ich – er kann das nur nicht zeigen. Jedenfalls hat mir der Kapitän dann noch ein hübsches Holzkästchen gegeben, da war auch eine Perle drin.

Dann standen wir alle erst mal im Hafen herum in Harremund. Corino gab Eldarion die Nachricht die wir in Weitblick bei einem gewissen Hagen abgeben sollen. Muss ja ziemlich wichtig sein, wenn er uns allen die Schiffspassage gezahlt hat und so – aber was hat wohl so ein Priester Wichtiges mitzuteilen? Wir haben dann noch einen Treffpunkt ausgemacht mit Corino in Harrebrück (wohl kein richtiger Ort sondern eine Siedlung an einer Brücke über die Harre westlich der Hauptstadt).

Tom saß auch da, auf seiner Kiste, er tat mir richtig leid so ganz allein. Ichiro wollte auch abwarten, ob wirklich jemand den Jungen abholt. Ich hab mich jedenfalls erst mal nach Waisenhäusern erkundigt, aber unauffällig – vielleicht wollen die ja keine Waisen hier in Midstad und schicken die gleich wieder weg oder so. Dazu hab ich eine Gruppe Gardisten angesprochen. Die Garde scheint recht groß zu sein denn überall sah man Trupps. Allerdings machten die eher den Eindruck als würden sie nur so ziellos herumlaufen (auch wenn sie aufmerksam alles beobachten) anstatt ordentlich Patrouille zu laufen. Bei Onkel Perhold in der Arwinger Stadtgarde gäbe es da nicht!

Diese Gardisten konnten mir auch weiterhelfen und haben mir den Weg zum Waisenhaus erklärt. Aber man darf hier anscheinend wirklich nichts von Göttern erzählen, es gäbe in Midstad keine Götter mehr wurde mir gesagt. Na ja, die werden schon sehen was sie davon haben: wer nichts von den Göttern wissen will den lassen sie auch in Ruhe – bestenfalls!

Dann wollten wir uns auch eine Unterkunft suchen für die Nacht. Eldarion wollte unbedingt in die „Goldene Axt“, das war uns anderen aber zu teuer. Eldarion ist wohl besseres gewöhnt, aber ich würde mich unwohl fühlen in so einer Umgebung. Ich fand das auch immer ganz unangenehm wenn ich mal mit Meister Abban bei besseren Leuten eingeladen war, wenn die eine Figur von ihm gekauft hatten. Eigentlich war es ja nett von ihm mich mitzunehmen, das Essen war immer ganz toll da (natürlich nicht besser als bei dir, liebe Mutter, nur eben anders) – aber man muss doch immer aufpassen was man sagt und wie man sich verhält und so.

Wir anderen haben uns auch ein Gasthaus gesucht. Das ist sauber und das Bier scheint auch gut zu sein – Flavio hat sich jedenfalls gleich unten in den Gastraum gesetzt. Ich hab mir gedacht ich schau mir mal das Waisenhaus an, nicht dass das so ein dunkles Loch ist wo die Kinder die ganze Zeit getriezt werden und schuften müssen.

Den Weg dahin fand ich auch ganz gut und hörte von weitem Kinderlachen, das hat mich doch etwas beruhigt. Aber beim Näherkommen habe ich zwei Gardisten gesehen die ein weinendes Mädchen zwischen sich hatten und es mit sich zogen. Irgendwie sah die Kleine nicht aus als ob sie etwas wirklich Böses angestellt hatte – und fürs Äpfel klauen auf dem Markt oder so kommt doch nicht gleich die Garde. Zumindest nicht bei uns in Arwingen. Ich bin dann rein, die Tür stand noch offen. Ich hab dann aufs Geratewohl an eine Tür geklopft, aber auch die ging gleich auf und dahinter war ein junger Mensch, der mir auch weiterhelfen konnte. Ja, sie könnten noch ein Kind aufnehmen. Er schien sich dann aber an etwas zu erinnern und fragte mich wo wir herkämen und wie der Junge aussähe und nach dem Namen und so. Es hat sich wohl vor ein paar Tagen ein wohlhabender Mann nach Tom erkundigt, hier im Waisenhaus. Also ist der Junge doch nicht ganz allein – aber wenn seine Mutter so wohlhabende Leute kennt, wieso hat sie Tom dann in eine Kiste gesteckt und nicht normal eine Passage gebucht?

Ich bin dann zurück und wir haben uns abends am Hafen in einer Taverne getroffen, Ichiro hat Tom auch mitgebracht. Eldarion hat Wasser zu trinken bestellt, da hat nicht nur der Wirt etwas komisch geschaut – ich glaube Eldarion kennt sich wirklich noch nicht so aus außerhalb seiner Seealben-Welt. Aber wenn er mit uns gemeinsam reist wird er sich schon was abschauen an Verhalten und Gebräuchen! Nachdem ich von meinen Neuigkeiten aus dem Waisenhaus erzählt habe wollte Ichiro den Namen von dem Mann wissen der sich dort erkundigt hat. Nach dem hab ich natürlich nicht gefragt. Also sind wir alle zum Waisenhaus, mit Tom – aber ohne Eldarion, der ist zurück zu seiner Unterkunft. Ich glaube dem ging es nicht so gut, er hat ab und zu so ein komisches Gesicht gemacht in der Taverne.

Ichiro hat im Wirtshaus dann auch den Namen erfahren: Radek von Erlenfeld. Tom kannte den Namen, das war der Dienstherr seiner Mutter. Dem würde sie ihr Kind natürlich anvertrauen, sie kennt ihn ja. Herr von Erlenfeld wohnt wohl im gleichen Hotel wie Eldarion. Der war auch grad beim Essen als wir dort ankamen, es schien ihm also wieder besser zu gehen. Der Herr von Erlenfeld kam dann auch und schien doch erleichtert zu sein den Jungen wohlbehalten zu sehen. Er scheint wirklich ein wichtiger Mann zu sein, jedenfalls hat er sich uns als „offizieller Gesandter des Königs von Midstad“ vorgestellt. Er würde sich um Tom kümmern und solle das Kind in die Obhut anderer Leute übergeben. Das sind bestimmt Verwandte oder so, wo es dem Jungen bestimmt besser geht als in der Stadt mit seiner Mutter die immer weg ist und arbeitet und ihn einschließt. Jetzt kann ich beruhigt ins Bett gehen, wo ich weiß dass es Tom gut geht!

Ich hoffe es geht euch weiterhin gut und der Winter hat nicht so viel Schnee gebracht. Meinen nächsten Brief werde ich wohl aus Weitblick schreiben, vielleicht erreicht der euch sogar vor diesem, denn das liegt ja an der selenischen Grenze.

Gehabt euch wohl und denkt an eure Tochter Daria
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20150107 Ein Auftrag von Corino
Samutia

Tief und fest hatte Daria nach den Aufregungen des vergangenen Abends geschlafen. Noch nicht einmal geträumt hatte sie, obwohl ihr nach dem Aufwachen ein Schauer über den Rücken lief beim Gedanken an die Eisfee und ihr böses Treiben. Ein Glück dass sowohl Corino als auch das andere Opfer mit dem Leben davon gekommen waren. Als sie jenen Mann in dessen Keller gefunden hatten, mit einer dicken Eisschicht überzogen, hatte sie nicht geglaubt dass noch Leben in ihm sei! Und erst die Begegnung mit der Eisfee – nein, am Besten nicht mehr daran denken... Lieber dachte sie an das Fest zuvor, wo sie wider Erwarten viel Spaß gehabt hatte – gegen Varge und Zwergen bei einem Trinkspiel zu gewinnen, dass war schon was für eine junge Gnomin!

Dummkopf schlief noch tief und fest, deswegen ließ sie das Frettchen oben und ging hinunter zum Frühstück. Corino, der Wahrheitsfinder, saß als einzige bekannte Gestalt in der Gaststube. Sie setzte sich zu ihm und frühstückte, der Brei – lecker mit Zimt gewürzt – füllte den Magen und tat richtig gut.

Die anderen kamen nach und nach herunter und man begann zu plaudern bis Corino über einen Auftrag sprach, den er zu vergeben hätte. Eine Nachricht sei zu überbringen, an einen gewissen Hagen in der Stadt Weitblick in Midstad. Corino würde auch die Unkosten der Überfahrt dorthin übernehmen. Eigentlich wollte Daria ja in Ioria bei dem bekannten Miniaturenschnitzer Sabinus vorsprechen, der ihr von ihrem alten Lehrmeister Abban empfohlen worden war: wenige könnten so feine Details aus Holz herausarbeiten wie er und sie könne da gewiss noch etwas lernen. Aber einer solchen Persönlichkeit wie Corino tat sie gerne einen Gefallen – und Sabinus würde ja auch danach noch hier sein.

Schiffsreise

So schifft sich die Gruppe am nächsten Tag auf der „Stolz der Albensee“, einer Dhau unter der Leitung von Eleyon Wogenstürmer, Steuermann (?) ist Darion, ein schon recht alter Alb mit weißem Bart und grauweißen Haaren. Schlafen tun alle in Hängematten in einem großen Raum, nur der Kapitän hat eine eigene Kajüte. Außer der Gruppe gibt es noch zwei Passagiere, zwei menschliche Frauen, eine davon anscheinend krank. Diese halten sich aber abseits, bekommen auch ihr Essen nach unten gebracht.

Einige aus der Gruppe wollen sich während der Fahrt nützlich machen: Enya kocht, Ichiro überwacht einen Laderaum samt Inhalt und macht sich auch sonst nützlich. Daria schnitzt an einer Figur von Baruo, einem Gott in Walgestalt, als Geschenk für den Kapitän.

Der Hafen von Drevilna wird für einen kurzen Aufenthalt angelaufen, neuer Proviant und Ladung kommt an Bord. Schon am gleichen Abend geht es weiter.

Diebstahl und ein blinder Passagier

Die Idylle an Bord wird unterbrochen als Samira (die Gesunde der beiden Menschenfrauen) an Deck kommt und den Kapitän informiert ihr sei ein wertvolles Schmuckstück entwendet worden. Sie hätte es immer bei sich gehabt, auch in der Hängematte darauf geschlafen, und nun sei es weg. Es handelt sich um eine goldene Kette mit einem roten Schmuckstein daran. Als Ichiro daraufhin in den Laderaum schaut ist eine Schatulle, die zwar unverschlossen kam, von ihm jedoch zur Sicherheit tags zuvor verschlossen wurde, offen! Darin befinden sich außer einer Decke nur Essensreste. Enya wiederum findet eine Decke im Beiboot...


Ichiro durchsucht systematisch das Schiff nach einem möglichen blinden Passagier, der Kapitän öffnet ihm auch in seine Kajüte und lässt ihn auch darin kurz nachschauen. Da ist plötzlich über das ganze Schiff der Schrei eines Kindes zu hören und ein anschließendes lautes Aufprallgeräusch im Wasser.

Enya und Daria laufen zur Reling: da ist anscheinend etwas oder jemand ins Wasser gefallen oder gesprungen oder vielleicht auch gestoßen worden...

Enya nimmt ein in der Nähe liegendes Seil, vertäut es am Schiff und an sich und springt ins Wasser. Ichiro kommt auch und springt hinterher. Gemeinsam schaffen sie es einen menschlichen Jungen an die Wasseroberfläche zu holen und dann auch an Bord.

Der Junge wacht auf und ist ziemlich verwirrt, fragt nach seiner Mutter und fragt wieso er auf einem Schiff sei. Das Letzte, an das er sich erinnern könne, war gewesen dass seine Mutter ihm gesagt habe er solle schlafen. Sein Name sei Tom, er sei in der Kiste im Laderaum aufgewacht und habe Hunger gehabt. Der hat ihn dann in die Kombüse geführt und er ist mitsamt der gestohlenen Lebensmittel in das Beiboot. Er hatte anscheinend einen Dietrich dabei, von ihm Lenni genannt, mit dem er die Schlösser an Kiste und Tür öffnen konnte. Den Dietrich hat er anscheinend im Wasser verloren und er ist sehr traurig darüber. Ichiro schenkt ihm einen seiner Dietriche. Eine Durchsuchung der Kleidung des Jungen bringt auch keine weiteren Erkenntnisse, es findet sich ein Taschentuch in das der Name Tom eingestickt ist.

Während nun alle bis auf die beiden Menschenfrauen an Deck sind geht Ichiro noch mal das Schiff genauer nach der Kette durchsuchen – schaut überall nach, in der Kajüte des Kapitäns, in allen Kleidertruhen und Taschen. Er findet sie aber nicht, obwohl sich in einem Versteck des großen Raumes unter Deck ein Geldbeutel findet, den er zurück legt.

Daria geht mit Tom unter Deck um ihm Sachen von ihr zu geben – das sollte ihm wohl als einziges von der Kleidung hier auf dem Schiff passen. In ihrem Rucksack verborgen findet sich die Kette. Daria nimmt den Rucksack und geht mit dem Jungen sofort nach oben und informiert den Kapitän.

Das Urteil des Kapitäns

Der glaubt ihr dass sie die Kette nicht gestohlen oder selbst dort verborgen habe und nachdem Ichiro ihm von seiner Durchsuchung erzählt und dass die Kette kurz zuvor noch nicht in dem Rucksack gewesen war und außer den beiden Frauen ja alle an Deck gewesen seien – da fällt sein Verdacht natürlich auf diese, dass sie die den Diebstahl nur vorgetäuscht hätten. Er konfrontiert sie mit damit und verurteilt sie dazu, auf einer Insel ausgesetzt zu werden. Ichiro protestiert laut und auch Daria kann diesem Urteil eigentlich nicht zustimmen.

Tom wird weiter ausgefragt, kann aber keine erhellenden Angaben machen. Anscheinend hat seine Mutter die Kiste Darion gegeben zum Transport nach Midstad, sie hatte wohl Sex mit ihm. Ob sie generell Prostituierte war, ist schwer zu sagen – Tom gab sie habe für einen reichen Herrn gearbeitet (Name „was mit Bäumen und einem Feld und von“), der aber nicht immer dagewesen sei sondern Anweisungen geschickt habe. Sie sei viel weg gewesen und habe beim Herrn im Haus gearbeitet, Besuch habe sie nur ab und zu von drei Leuten erhalten, zwei Männern und einer Frau. Da habe sie oft geweint und geschrien, aber genaues wisse er nicht weil sie ihn ja immer in seinem Zimmer eingeschlossen habe.

Darion gibt keine weiteren Auskünfte zur Kiste, nur dass er sie in Harremund an jemanden übergeben soll. Auf weitere Nachfragen seitens Ichiros reagiert er immer aggressiver. Die Gruppe überlegt hin und her was da wohl die Hintergründe seien und was am besten mit Tom geschehen solle, kommt aber zu keinem Schluss und überlegt erst einmal abzuwarten was in Harremund geschehen würde.

Die Bestrafung


Schließlich kommt das Schiff an eine Insel (~800x200m, Bäume, Anhöhe), auf der die beiden Frauen wirklich ausgesetzt werden. Der Kapitän ist nicht umzustimmen, sagt es sei ein Gottesurteil, sie könnten ja von einem anderen Schiff aufgenommen werden – und wenn sie noch am Leben seien, wenn er auf dem Rückweg hier vorbei komme würde er sie wieder an Bord nehmen.

Ichiro gibt den zwei noch seinen eigenen Proviant und andere nützliche Dinge wie einen Dolch und eine Zunderbüchse, dann nimmt das Schiff wieder Fahrt auf und überlässt die verzweifelten Frauen ihrem Schicksal...
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