Klassische Sandbox im West-Marches-Stil


You’re no hero.
You’re an adventurer:
a reaver, a cutpurse, a heathen-slayer,
a tight-lipped warlock guarding long-dead secrets.
You seek gold and glory, winning it with sword and spell,
caked in the blood and filth of the weak, the dark, the demons, and the vanquished.
There are treasures to be won deep underneath, and you shall have them...

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Bericht 07.06.2015
Cité de la "Dictionnaire Faltinée" de la Comtesse Ariella III. Esgourdons du Port-A-Lucine:

* * *


Ville des Radeau, Désert Grand;
Pavot du Prairial, l'Année quatre-vingt-quinze du Triomphe de la Brillance:


Les personnages:
  • Braskilus
  • Ariella
  • Rouven
  • Jal, ein Rakshasa-Zauberer

Ein paar Tage ist es nun her, dass wir Kurduk hinter uns ließen, die ungastliche Stadt des Vogelgottes. Mit einem gestohlenen Boot und ein paar eilig zusammengeklaubten Gegenständen machten wir uns davon.

Wir hatten leider keine Gelegenheit, Lucille zu bergen. Lucille, wenn du irgendwo zu Füßen von Lord Soth knieend über meine Schulter blicken und lesen kannst, was ich hier schreibe: Du bist vielleicht zurückgelassen worden, aber niemals vergessen worden, und immer wirst du meine einzig wahre Freundin sein.

Ich habe unterwegs deine Untergebene, die blonde Aurelie, in den Kult des Ritters der Schwarzen Rose initiiert, aber sie scheint mit dem Herzen noch nicht ganz dabei zu sein. Erst gestern habe ich sie dabei erwischt, wie sie heimlich in ihrem Gebetsbuch an Ezra, unsere liebe Frau in den Nebeln, geschmökert hat. Natürlich habe ich das Buch in den Fluss geworfen und sie dafür bestraft, denn Schwäche dulde und fördere ich in meinen Dienerinnen, aber doch nicht in meinen Schülerinnen!

Unterwegs haben wir uns auch unsere Schätze näher angeschaut:
  • Der goldene Stab des Mumienwächters, den ich damals aufgeklaubt hatte um den Vogelgott zurückzutreiben - und der seither ein Eigenleben zu führen scheint, indem er in einem unbeobachteten Moment plötzlich an meiner Seite erscheint und in meiner Hand liegt, obwohl ich etwas ganz anderes ergreifen wollte. Noch hat er nichts negatives oder positives für mich unternommen, aber ich werde ihn genauer beobachten müssen...
  • Die Gemme der vielen Formen, die vielerlei Gestalt annehmen kann, vom Seil bis zum Werkzeug.
  • Die Fesseln des gebrochenen Widerstandes, die jeden dem sie angelegt werden nicht nur physisch binden, sondern auch seinen geistigen Widerstand brechen. Ich würde gerne an mir selbst und meinen Dienerinnen unter Zuhilfenahme eines männlichen Helfers damit, hm, "experimentieren", aber im Moment hat Jal die Pfote darauf.
  • Der Leitfaden des Karawanenmitreisenden durch die Große Wüste. Neben dem guten Ratschlag, niemals in Panik zu geraten und immer ein Handtuch mitzunehmen (sehr wichtig für den Teint, wie ich auf dem harten Weg gelernt habe!), enthält es auch tatsächlich nutzbare Informationen über diesen Landstrich, seine Städte, seine Bewohner und seine Monster.

Die Floßstadt
Diese Barbaren, mit denen ich gezwungenerweise mitreise, konnten sich endlich meinem rationalen Standpunkt anschließen und dem Plan folgen, dem Fluss zu folgen, da an dessen Mündung am wahrscheinlichsten eine Stadt mit hochseetauglichen Schiffen zu finden sei.

Nach gut drei Tagen treidelte uns etwas entgegen, was ich nur als Floßstadt bezeichnen konnte. Mehrere Ochsen zogen eine Ansammlung kleiner und großer Flöße voller aufgespannter Zelte, auf der rund 50 Flussnomaden lebten. Sie überragten sogar den hochgewachsenen Brask um einen halben Meter oder mehr, waren aber dabei spindeldürr und feingliedrig. Sie waren von oben bis unten vermummt, sprachen kein Wort und drückten sich nur durch Gesten aus - und verwehrten sich, auf ausgesprochene Äußerungen zu reagieren.

Unterwegs vollführte ich endlich mein Vertrautenritual aus dem Soths Buch der Schatten, nachdem ich mir tagelang den Kopf zermartert hatte welcher Vertraute es sein sollte. Angesichts der Schauplatzes fiel meine Wahl rasch auf Benta'al, den Tentakelteufel der im Feuchten heimisch war und dessen teuflische Saat das Wasser vernebelte.

Wir setzten zur Seite über, da kein Vorbeikommen war, und warteten ab während Braskilus ihnen zuwinkte und zurief.
Die flößerne Stadt blieb auf unserer Höhe stehen, und einer der Vermummten bedeutete uns an Bord zu kommen. Braskilus setzte als erster über, gefolgt von mir und meiner Dienerin Aurelie. Am Ende blieb es nur bei Chantal und Jals Muli, das Boot zu hüten während wir der Einladung folgten. - Die Nomaden reagierten furchtsam auf Jals kätzisches Äußeres, unternahmen aber nichts weiter.

Wir wurden umgehend zum großen Zentralfloß geführt, wo für uns Sitzkissen ausgebreitet und exotische Früchte gereicht wurden. Nachdem ich Aurelie vorkosten ließ und wusste, dass sie nicht vergiftet waren, griff auch ich zu.

Als nächstes wurden ein paar angekettete dunkelhäutige Sklaven vorgeführt. Nach ein paar Missverständnissen um Jals Geldgeste, meinem vorgezeigtem Goldstück und Braskilus' angetäuschtem Biss in einen Oberarm verstanden wir, dass sie nicht zum Kauf, sondern als Lustsklaven gedacht waren.
Braskilus zögerte nicht lange und ergriff sich ein Sklavenweib, um es an spreizende Pfosten zu fesseln und vor allen Leuten ranzunehmen, gefolgt von einem Dreier mit zwei ansehnlichen Sklavinnen in der Mitte des Floßes.
Ich zögerte ebenfalls nicht lange, entkleidete mich und ließ mich von einem herrlich muskulösen Sklaven an spreizende Pfosten fesseln, gefolgt von zwei Nachfolgern bis ich wirklich befriedigt war.
Aurelie zögerte zunächst, sich zu entkleiden, zögerte dabei sich fesseln zu lassen und schien auch danach etwas prüde und verschämt. (Ich werde sie noch sehr formen müssen...)
Der langweilige Rouven und der wahrscheinlich nicht sehr an Menschenweibern interessierte Jal blieben außen vor und hielten sich zurück. Dafür beäugten die Nomaden das Schauspiel sehr interessiert und beugten sich weit vor, während sie Musiker mit seltsamen, klappernden Klangröhren aufspielen ließen, um das Schauspiel zu untermalen. Braskilus gab die Aufmerksamkeit einen Kick. Mir erging es ebenso dabei, mich vor aller Augen als gefügiges, hilfloses Objekt zu erniedrigen... (Aurelie schien es weniger zu gefallen und wehrte schon nach einem Sklaven puterrot weitere Annäherungsversuche ab, ehe sie sich hastig wieder ankleidete, aber wie schon gesagt, ich werde sie schon noch auf den Geschmack bringen...)

Nachdem wir uns wieder angekleidet hatten, wurden uns Getränke und Tabakpfeifen gereicht. Bei den Getränken griff ich reichlich zu, denn drei Liebhaber forderten ihren Tribut...

Als nächstes wurden unsere Liebhaber wieder in die Mitte des Floßes geführt, während uns angespitzte Metallstäbe in die Hand gedrückt wurden und ein "Priester" seine Auffangschale bereit machte.
Braskilus rammte seinen Spieß in den Boden - sehr zum Geraune und Missfallen der Nomaden, alleine schon weil er damit das Floß durchlöchert und zum Versinken verdammt hatte!
Ich selbst trat unterdessen vor und durchbohrte meinen ersten Liebhaber. An der eilends vom Priester unter den Blutschwall gehaltenen Schale wusste ich, dass ich das richtige gemacht hatte, während ich unter einem Aufschrei von Jal durch einen Faustschlag von Braskilus zu Boden ging.
Die Nomaden missdeuteten Braskilus' Faux-Pas als etwas, was von der ganzen Gruppe ausging, und gingen auf uns alle los. Etwas (Jals Hexerei?) ließ Braskilus auf die doppelte Größe anwachsen und von Bord springen, um die Flioßstadt durchzuschütteln. Auf seiner Schulter reitend folgten Rouven und Jal.
Ich selbst und Aurelie warfen unsere Kleider ab und schwammen zu unserem Boot, beschützt von Benta'al.

Nachdem wir abgelegt und ein paar Meilen zurückgelegt hatten, ergriff der immer noch vergrößerte Braskilus mich am Genick und hob mich empor. Dass ich einen Sklaven getötet hatte, gefiel ihm nicht. Meine Entgegnung, dass es ja nur ein Sklave und nicht ein Mensch gewesen sei, stellte ihn nicht zufrieden. (Pffft, wenn es wenigstens sein eigener Sklave gewesen wäre. hätte ich ja Schadensersatz gezahlt, aber so...)
Rouven war ebenfalls nicht begeistert. Jal zeigte sich neutral. Mein Hinweis auf die Befolgung der Sitten unserer großzügigen Gastgeber, auch wenn sie uns fremdartig und grausam erschienen, stieß auf taube Ohren.
Mein Hinweis auf das Schicksal meiner unschuldigen Dienerinnen, wenn wir alle drei in der Wüste zurückgelassen würden, schien dagegen zu ziehen, ebenso wie mein Versprechen erst den Rest zu konsultieren bevor ich noch einmal so etwas mache...

(N.B. Natürlich nicht wirklich böse Taten vermeiden, sondern sicher gehen dass diese nützlichen Trottel sie nicht mitbekommen wenn ich sie durchführe.)

(N.B. II: Immerhin weiß ich jetzt von Braskilus, dass er darauf steht Sklavinnen an Spreizpfosten zu fesseln und zu benutzen - und er weiß von mir, dass ich darauf stehe wie eine Sklavin an Spreizpfosten gefesselt und benutzt zu werden. Vielleicht kommt auf dieser karnalen Grundlage ein besseres Verständnis voneinander zustande als auf der Grundlage von Diskussionen über Sitte und Moral? Das nächste Mal, wenn er ausgehungert wirkt, werde ich es ihm vorschlagen und auf dem Weg vielleicht auch noch etwas Spaß haben. Im Moment bin ich selbst noch sehr, sehr befriedigt...)
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Eine Spielrunde längst vergangener Tage...
'Eintrag vom 386 Tag des Jahres 7369

Weg beschwerlich und durch schlechte Planung Überaschungsangriff zum scheitern verurteilt.
Dummer Mensch löst Alarm aus.

Zauberer ganz brauchbar.
Mit hilfe Gurans 8 Feinde vernichtet.
Danach weiterhin nützlich.
Wilde Krokodile griffen Feind an.
Immer ein Auge auf sie

6 Feinde getötet

1 Xorakh (Schildkröten-Bären Monster),
2 Schamanen (Wurfdolch und Schwert),
2 Sauruskrieger,
1 Echsenmensch.

Verhindert, dass ein Abgott in Avatar auf die Welt kommt.
Mut und Ehre unter beweis gestellt.
Dem Tod getrotzt (wie es sich gebührt)
Einen Bruder gerettet.

Dem Feigling Gwyn gezeigt, wo der Hammer hängt.
Bruder Skorri focht an meiner Seite, bis zum ende, wurde jedoch schwer verwundet und ging zu Boden.
Der andere feigling hat sich den ganzen Kampf über nicht blicken lassen, lag verletzt am Flussufer.
Schlechter Kämpfer.
Guran sei gepriesen!'

Auszug aus dem Schalchtentagebuch des Zwergenkriegers Boram, aufbewahrt in den Archiven von Boldan Karaz

Die Ansprache

Einige Tage, nachdem Die Gruppe aus dem Scharmützel in dem Dorf der Echsenmenschen nahe Glockenturm zurückgekehrt war,
finden sie sich in einer Taverne ein, um dort die Nacht zu verbringen.
Noch ein wenig berauscht vom Sieg (bzw. Siegestrunk) springt Boram auf einen Tisch, breitet die Arme aus und ruft in die Runde:

>>Ein Glorreicher Tag war das!

Ein Tag, wie ihn ein jeder Zwerg wenigstns eimal erlebt ham sollte.
Genügnd Feinde für drei, Gold und Ehre für ein Lebm.
Aber ich fang besser am Anfang an.

(er beugt sich ein wenig zu den staunenden Menschen herunter, auf deren Tisch er steht)

Wir zogen los, zu den Holzfällern auserhalb von Glockenturm, bei den'n wir erfuhrn, dass die Echsenviecher ausm Wald 'n bisschen Stress machen und zwei von den'n getötet ham.
Da ham wir uns vier Flöße gekauft und ham den'n'n Besuch abgeschtattet.
Aber nicht wie es sich für ein echtn Krieger gehört, sondern (mit hoher Stimme sprechend und mit den Händen Flügelchen nachahmend) "nachts im Schutze der Dunkelheit".
DAS ICH NICHT LACHE!

(Trinkt das Bier eines ihn angaffenden und wischt sich den schaum aus dem Bart)

Dieser Tölpel von Mensch in seiner plumpm Rüstung, die sowieso viel zu schlecht sitzt... (zeigt auf Gwyn)
An den Achseln zum Beispiel is'se viel zu eng... Um sich noch gescheit bewegn zu könn!
Und die Schulterplattn! Viel zu dick und gegn die Schichtn 's Metalls geschmiedet!
Unnötig schwer und nich sehr effektiv! Geh'n ganz bestimmt nach nichma hundert Schläg'n kaputt!

(Trinkt, Rülpst laut)

Ha!

(Schüttelt sich)

So! Das war nötig.

(In den Bart brummelnd) Wo war ich jetz...

Aja!
Dieser Holzkopf is jedenfalls frontal in den Alarm von diesen Echsen reingeknallt.
Also musstn wir zu Fuß durch den Sumpf da latschn.
Das war zwar besser als auf diesn wacklign Flößn, aber vorwärts kam wa auch nich!

(ein tiefer Schluck Bier)

Nach einiger Zeit in der wir durch Schlamm und Matsch stapftn, kam von Nrden kam auf eimal ne Gruppe dieser Echs'n daher, mit irgendwas großem, wasse trug'n.
Und ab DA, begann alles erst richtig aus dem Ruder zu laufen!

Und hei war das ein Spaß!(schlägt sich auf den Schenkel)
Wir wollten die Feinde im Sturm überwältign, jedoch stellte sich die Idee nachts, im Sumpf, einen Sturmangriff hinzulegn, als aüßerst schwierig heraus.
Wir kam keine 10 Meter weit, als wir alle feststecktn.
Die Echsn warn inzwischen aufmerksam gewordn, ließen ihre Last zurück und kam auf uns zu.

(Starrt kurz in seinen leeren Humpen und ordert dann einen neuen)

Jetzt allerdings stellte sich der Wert dieses Magiers raus, der auf mich keinen sehr kompetentn Eindruck gemacht hatte.
Denn mit einem mal verwandelte er sich in eine von Blitzn umtoste Lichtgestalt!
In allen Farben leuchtend!
Wie 'n Sonn'nstrahl, der sich in nem Diamantn bricht!
Wunderschön, doch so Tödlich wie ne Axt! (Schlägt mit der Faust in die Flache Hand)
Er schleuderte gewaltige Blitze nach den Echs'n und fällte fast 'n Dutzend von den'n in einer Sekunde!

(Blickt sekundenlang ins Leere irgendwo hinter der Tischplatte)

(reißt sich los, schüttelt sich kurz, leert den Humpen in einem Zug und winkt dem Wirt)

Jednfalls ham wir die restlichn zweidrei schnell überwältigt, doch natürlich war ein solches Spektakl im Dorf nich unbemerkt gebliebn.
Sie formierten sich am Flussufer und machtn sich bereit für uns, doch ein Pfeil von Gwyn und eins der Viecher viel um.
(Nickt diesem zu)
Also verzogn se sich zwischn die Hüttn und wir hattn Gelegenheit das einzig sinnvolle in der Situation zu tun.

Mit den Flößn übersetzn!

Skorri und ich sprang' an Land und fandn uns sofort von Feindn bedrängt.
Aber nach einem kurzen Schlagabtausch erschlug ich zwei von ihn'n, als plötzlich n riesn Viech auftauchte!

(Blickt mit leuchtenden Augen in die Runde)

Ein Xorakh
...

(er entbößt seine Brst, auf der die Kette mit dem Zahn des Xorakhs liegt)

Doch selbst 'n solches Monstrum konnt mich in die Flucht schlagn doch Gwyn, mein Freund (weist mit dem Arm auf ihn) hatte gehörig die Hosn voll!
Mein Bruder Skorri ging neben mir zu Bodn und so war ich der einzige, der dem Xorakh Aug in Aug gegnüberstand.

Er starrte mich aus sein'n Schwarzn Augn an und versuchte mich zu tötn, doch so leicht ist ein Zwerg nich kleinzukriegn!

Ich Streckte den Xrorakh mit einiger Anstrengung und gewaltign hiebm meines Schwerts nieder, doch auch der Xorakh landete einige Treffer, die mich ins dunkel sinkn ließn.

(Pause)

(Ruft und reißt die Arme in die Höhe) Doch mit einem Gebet an Guran auf den Lippen kehrte das Lebn in meine Glieder zurück und ich konnte grad noch eine Katastrophe verhindern!

Die Schaman'n der Echsn hattn die ganze Zeit ne Beschwörung durchgeführt, sodass sich die 5 Meter hohe Goldstatue in der Mitte des Dorf's, langsam in Fleisch verwandelte und lebendig zu werden drohte!

Ich riss mich von dem Anblick los und schleuderte mein'n Dolch nach dem ein'n, der ihn sofort tötete und spaltete den Andern von obm bis untn!

Dann war der Spuk vorbei und die halb fleischige, halb goldene Statue brach zusammen und zerbarst!<<


Boram Blickt erwartungsvoll in die Runde. Niemand rührt sich.

Dann klingt ein gemurmel an und einige Beifallsrufe erklingen und plötzlich erschallt Musik und alle werden ausgelassen und jubeln den Abenteurern zu.
Ein Fest wird ihnen zu ehren gefeiert und alle wollen die Geschichte von jedem einzelnen nocheinmal hören...


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Epic × 2!
Spielrunde vom 28.3.2015
Aus den "Memoiren eines Barbaren", diktiert von Braskilus von Irkus:

Götter aller Ebenen, war das episch! Wir haben einen (Halb-?)Gott besiegt und ich habe mein kostbares Augenlicht wieder.
Doch lasst mich berichten, wie es dazu kam:

Wie ich bereits schilderte, sind wir in dieser einsamen Wüstenei unterwegs, die einst das Königreich der Rakshasas darstellte.
Die schwarzhäutigen Vogelreiter stellten nach wie vor eine ständige Bedrohung dar, weswegen wir des nachts vermehrt Wachen aufstellen mussten und letztlich keiner von uns ruhig schlief.

Dass wir uns stets nahe am Fluss halten konnten, enthob uns der Sorge um Wasser, dennoch war es in einer solch felsigen Gegend nicht einfach, einigermaßen geschützte Rastplätze zu finden.

Alles in allem hatten wir also bereits eine recht beschwerliche Reise hinter uns, als wir uns - den 2000 Jahre alten Karten folgend - einer Stadt näherten.

Bevor wir jedoch einen Fuß in die natürlich längst verlassenen Ruinen setzten, stieß ein neuer Reisender zu uns, ein Pilger aus einem Felsenkloster. Rouven hieß der gute Mann und diente einem Gotte namens Lior, vielleicht ein Verwandter von Silandre, da er wohl der Herr der Sterne ist. Den Göttern sei Dank verstand sich dieser Rouven auf die Imkerei und hatte gar schmackhaften Honig dabei.
Wenn ich etwas noch mehr liebe als Lachse - dann ist es Honig! Den gebratenen Riesenvogel kann man für mich sogar weglassen...

Die Stadt selbst war nur noch ein Schatten ihrer selbst. Einst mag sie wohl prachtvolle Heimstatt zahlreicher Seelen gewesen sein, doch jetzt bot sie dem Wanderer nur trostlose Haufen wackeliger Steine, abgeschabt von der nimmermüden Zeit und ihrem treuesten Helfer, dem allgegenwärtigen Sand.

Zu jenem Zeitpunkt war ich noch ein hilfloser Krüppel, angewiesen auf die Gnade meiner Gefährten, ja vielleicht sogar Freunde, mir ihre Hilfe zu gewähren. Ja, nach diesem Tage nannte ich sie tatsächlich erstmals Freunde: Boram und Skorri, diese zwei unverbrüchlich treuen Zwerge und auch Jeff, den irrwitzigen Halbling. Nur mit der Elfenhexe wollte ich noch immer nicht so recht vertraut werden...

In der Stadt, man glaubt es kaum, wurden wir angegriffen. Das könnten durchaus mal Menschen gewesen sein. Jedoch waren die Leiber dieser Wesen durchscheinend und kaum sichtbar, außer wenn sich das Licht in ihnen brach; achja: ihre Gedärme, die waren teilweise sichtbar geblieben... Ziemlich widerlich war das, wenn ihr mich fragt, zumal diese Wesen auch noch recht kränklich gewesen zu sein schienen.
Man könnte denken, ein grausamer Gott habe deren Charakteristika mit einem zufälligen Wurf der Knochen bestimmt...

Jener Wesen umringten uns zahllose - und immer neue quollen aus den unterirdischen Löchern, die sie unter der Stadt gegraben zu haben schienen. Am Boden vollführten die Zwerge ihre eindrucksvollen Manöver, während ich von dem Schwingenmantel in die Luft getragen wurde, von Opiria Arktos nach den Gegnern geleitet, an meinem Bein den Halbling.
Als ich mich gerade darauf einstellte, blutige Ernte unter den Durchscheinenden zu halten - ich spürte, dass Opiria Arktos bereits den ersten enthauptet hatte, stellte Jeff ziemlich perplex fest, dass sich die Einheimischen offenbar vor mir niederwarfen. Ja, es schien, als sähen sie in mir die Inkarnation ihres längst verschwundenen Vogelgottes.
Opiria Arktos war in ihrem Blutdurst kaum zu bändigen. Mit größter Not vermochte ich sie davon abzuhalten, die Knieenden kaltherzig niederzumetzeln. Wen hatte ich da zu meinem Begleiter gemacht? Und wer war eigentlich das Werkzeug - ich, oder das Schwert?

Unterdessen war Ariellas treue Dienerin Lucille von den Speeren der Durchscheinenden zerfetzt worden. Welch grausamen Anblick musste dieser Tod geboten haben?

Jedenfalls machten wir uns die Unterwürfigkeit der Einheimischen zunutze und führten (mit Jeffs Augen und meinen Schwingen) diese Schwachgeistigen wider den Rest ihrer Brut, wodurch wir, nicht länger behelligt, davon kamen.
Wie immer ging jedoch schief, was schief gehen konnte. Nicht genug damit, dass wir beinahe überrannt wurden - nein, es stürzte um uns herum auch noch das Haus ein. Immerhin retteten mich die Schwingen vor dem Schlimmsten.

Wir durften hier übrigens erstmalig feststellen, dass nicht nur Skorri Schwierigkeiten mit der göttlichen Zwiesprache hatte - auch Rouven, der neue Pilger, tat sich schwer, klare Antworten von seinem Gott zu erhalten.

Immerhin waren wir der ersten Gefahr entkommen. Und natürlich verließen wir nun die Stadt so schnell als irgend möglich? Weit gefehlt, da kennt ihr uns schlecht - wir hielten stattdessen genau auf die Stadtmitte zu. Gewiss, der Weg außenherum wäre äußerst beschwerlich gewesen und schien uns deutlich gefährlicher.
Was aber dann im Zentrum der Stadt passierte, hatten wir nicht erwartet.

Ein wolkenhaschendes Bauwerk, ein Turm, wie von Gargantuas Töpferscheibe geformt, erhob sich unter dem stahlgrauen Himmel und einer fahl gleißenden Sonne. Blitze zuckten beständig zwischen Himmel und Turmspitze hin und her und ein gewaltiges Vogelskelett war gegen die Flanke des Turmes geheftet, von Blitzen umzuckt, die das Skelett wie Ketten zu fesseln schienen.

Opiria Arktos schien etwas zu spüren, mit schier unbändiger Kraft zog sie mich nach oben. Ich konnte ja nichts sehen, wurde nur umtost vom Aufwind, als die Schwingen mich hinauf, hinauf gen Himmel trugen, unter dem nicht nachlassenden Drang des Schwertes, dessen sphärische Klänge weithin über den Platz hallten.
Dann kam ich zum Stillstand, das majestätische, gleichmäßige Geräusch der schlagenden Schwingen hüllte mich ein und wenige Augenblicke später war mir, als zerrisse ich, stellvertretend für das Gewebe von Raum und Zeit.
Opiria Arktos, mein Schwert, hatte in seinem Drang, Blut zu kosten, einen Spalt zum eternalen Gefängnis des Vogelgottes geöffnet, dessen Skelett sich nun mit Fleisch, Sehnen, Blut verband, die in rasender Geschwindigkeit aus dem Spalt strömten.
Ein Moment der Ruhe ließ die ganze unwirkliche Szenerie innehalten, jedweder Laut verstummte in Ehrfurcht.
Äonen schienen zu vergehen in diesem einen kurzen Augenblick, bis der Vogelgott einmal mit den Schwingen schlug und sich in die Luft erhob, begleitet von einem anklagenden Ton aus dem sich schließenden Spalt, tief, dunkel, unergründlich.

Der Vogelgott nahm die Herausforderung meines Schwertes an. Doch Opiria Arktos hatte sich überschätzt. Das Schwert und ich lieferten uns gemeinsam gegen den Vogelgott ein episches Duell hoch in den Lüften, doch wir unterlagen. Zu grausam war sein Schrei, der mir das Bewusstsein raubte. Opiria Arktos fiel, ich fiel, ich stürzte schwindelnd hinab. Ein Gott triumphierte.

Von diesem Moment an ging alles sehr schnell: Am Boden war wohl eine Art Priester erwacht, der aus dem Turminneren trat, gerufen von der Bestimmung, gezwungen von einem Fluch, auf ewig diesen Gott in seinen Ketten festzuhalten.
Boram, der gute Boram sah nur den Priester energisch dem Gotte zuwinken und spaltete ihn mit einem mächtigen Hieb seiner Axt.
Als einzige erfasste Ariella, die Elfenhexe, die Lage, brachte hastig sich den Zauberstab an sich und begann, ein Bindungsritual zu wirken, in der Hoffnung, sie möge die richtigen Worte der Macht finden.

Währenddessen rannte Jeff mit dem Kopf des Priesters den Turm hinauf, in der Hoffnung, mit dem Kopf, der nach wie vor von widerwärtigem Unleben erfüllt war, bei der Bezwingung des erweckten Gottes von Nutzen sein zu können.
Da der Kopf aber nur Unfug im Kopf (haha?) hatte, und versuchte, Jeff zu bezaubern, schleuderte ihn der Halbling kurzerhand aus dem höchsten Turmfenster, packte seine Dolche und hieb diese wie Krallen in das Fleisch des Vogelgottes.
Ja, ihr lest richtig: der Halbling sprang todesmutig aus dem Fenster und versetzte dem fleischgewordenen Gott einige nadelspitze Stiche.
Auch im kleinsten Körper steckt das Potential größter Taten!

Ich erwachte unterdessen schw... leicht verletzt am Boden, in meinen Ohren beständig das gierige Summen des Schwertes, welches nach Blut dürstete.
In diesem Moment traf ich eine Entscheidung: Nicht ich war das Werkzeug, nicht Götter und göttliche Schwerter sollten mein Geschick lenken. Ich wollte mein Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen.
Kein Mithras, keine Silandre, kein Vogelgott sollte über mich bestimmen. Ich war die Hand, die das Werkzeug führen sollte!

In einem letzten Gebet, einem Abschiedswort an Silandre gewissermaßen, bot ich ihr das Schwert an, bereit, die Gabe zurückzugeben, wenn sie mir dafür ein letztes Mal helfen wolle.
Sie musste einverstanden sein, denn sie nahm Opiria Arktos zu sich und zeigte uns ihre Macht. Der Himmel über uns riss auf und gewährte uns einen Blick auf Mond, Sterne, Kosmos.
Helles Licht, so berichteten mir hinterher meine Freunde, hüllte unseren überirdischen Widersacher ein, bleichte sein Fleisch und versetzte ihn in eine Art Dämmerzustand.

Derart geschwächt, war der Vogelgott nicht mehr in der Lage, uns ernsthaft zu verletzen.
Ich zog also meinen alten Gladius und folgte der Stimme Borams, der gemeinsam mit dem Halbling und der Elfenhexe den gefallenen Gott bekämpfte, dessen Federn silbrig schimmerten und dessen Augen die Sterne widerspiegelten, deren Bild ihn hinwegdämmern ließ.

Es bedurfte mehr als nur weniger Hiebe, um einem göttlichen Wesen den Garaus zu machen, aber schließlich gelang es mir, in buchstäblich blindem Eifer, den Hals des Riesenvogels zu fassen zu kriegen und zog mich, mittlerweile aus einigen Wunden blutend und schw... nicht mehr ganz so leicht verletzt, an seinem Federkleid hinauf.

Oben tastete ich mich zu seinem Kopf vor, während der Vogel in Todesangst zuckte, um das lästige Ungeziefer, als das wir ihm erscheinen mussten, loszuwerden.

Ich richtete mich auf, den guten Gladius gepackt und mit all der Kraft, die durch meine Adern floss, rammte ich das Schwert dahin, wo ich das Hirn unseres Gegners vermutete. Es gab ein schmatzendes Geräusch, als die einfache Klinge ganz einfach, scheinbar mühelos in des Gottes Kopf eindrang und seiner Existenz ein Ende bereitete.

Ermattet ließ ich die Klinge los und rutschte, der Ohnmacht nahe, vom Körper des Vogels. Ich kam unter einer seiner blutenden Wunden zu liegen und sein heißes Blut benetzte mein Gesicht. Mir schwanden die Sinne.

Meine nächste Erinnerung ist, dass ich die Augen aufschlug...
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Epic × 3!
Bericht 28.03.2015
Cité de la "Dictionnaire Faltinée" de la Comtesse Ariella III. Esgourdons du Port-A-Lucine:

* * *


Ville de la Tour, Désert Grand;
Jonquille du Germinal, l'Année quatre-vingt-quinze du Triomphe de la Brillance:


Les personnages:
  • Braskilus
  • Ariella
  • Skorri
  • Boram
  • Jeff, ein fassrunder, sehr stämmiger Halblingbettler mit Keule
  • Rouven, ein Priester des Lior den wir unterwegs aufgabelten und der das Imkerhandwerk gelernt hatte

Was für eine bleiche und unertragbare Welt es doch ist, ohne meine geliebte Lucille! Doch ich greife voraus. Lass mich alles der Reihe nach vortragen.

Votre patience, le courage que vous montrez au milieu de ces roches sont admirables - mais il ne vous procure aucune gloire
Nachdem wir tagelang dem Fluss gefolgt waren, ergab es sich, dass wir drei Routen hatten:
1. Nordroute an Turmstadt vorbei durch die Berge zu ehemaliger Hafenstadt
2. Ostroute am Fluß entlang durch die Klippen
3. Südroute durch die Berge

Unseren Zwergen mißfiel der weitere Weg entlang der Oberwelt - zu sehr fürchteten sie die Vogelritter (auch wenn ich sie problemlos mit meinen Höllenketten herunterreißen und bekämpfen konnte). Ich wies auf das Problem der Wasserversorgung hin, aber nachdem wir feststellten dass wir nur zwei Tage nur Zugang zum Fluss zu überbrücken hatten, entschlossen wir uns der nördlichen Route zu folgen.

Auf unseren Reisen entlang des Flusses gabelten wir Rouven auf, einen Mönch eines örtlichen Gottes namens Lior, der von einem südwestlich gelegenen Kloster auf Pilgerfahrt in Richtung Meer war. Da sich unser Weg überschnitt und er vertrauenswürdig wirkte, beschlossen wir zusammen zu reisen. Unterwegs zeigte er uns seine Kenntnisse mit einem guten Rezept für Riesenvogel an Honigsoße. (Trotz allem kein Vergleich zu meiner heimatlichen Küche aus Dementlieu - sobald wir die Zivilisation erreichen, werde ich das Wunder von Volatile Grand au Vin vorführen müssen!)

Tout d'un coup, on fait silence,
On fait silence… ah! Que se passe-t-il?
Plus de cris, c'est l'instant!
Plus de cris, c'est l'instant!

Schließlich erreichten wir den auf der antiken Karte verzeichneten Turm. Um ihn herum lag eine Stadt von alten Ruinen und neuen Zeltplanen, mit unbekannten Bewohnern. Der Turm wirkte ungut auf mich. Er war eine sehr steil aufragende Pyramide aus Sandsteinen, und seine exakte Ausrichtung entlang der Himmelsrichtung war fast so unheilverkündend wie das 16 Meter breite Vogelskelett an seiner Spitze, oder die ständig von ihm ausgehende ionisierende Spannung. Trotzdem entschlossen wir uns, lieber durch die Stadt zu gehen, als einen Umweg zu suchen.

Sobald wir in der Stadt waren, wurden wir von den Dächern mit kurzen Speeren und Wurfpfeilen beschossen. Meine Schilde konnten einen Teil abwehren, aber meine weniger geschützten Gefährten wurden von ihnen böse zerschnitten. So begaben wir uns in einen Hauseingang - und konnten dort unsere Angreifer genauer in Augenschein nehmen. Es war eine Horde von buckeligen, primitiven Humanoiden, mit durchscheinender, die Organe offenlegender Haut gleich dem gemeinen Grottenolm. Für unsere nichtmenschlichen Sinne waren sie trotzdem sichtbar wie der Tag in den klammen Ruinen, und so bekämpften wir sie so gut wir konnten. Skorri und Boram gingen voraus als Wirbel aus Schilden und Klingen, während Lucille und ich aus der Entfernung mit unseren Höllenketten aushalfen. Der Priester Rouven zog es vor, sich mit einem Gebet unangreifbar zu machen und mit Handauflegen auszuhelfen.
Wir hielten blutige Ernte unter den Monstren, aber sie schafften es meine geliebte Lucille niederzustechen und von mir zu trennen, ehe ein Deckeneinsturz sie von mir trennte... Ich werde dich finden, ich werde dich retten und ich werde deiner Nase neuen Atem geben, das steht fest! Deine Herrin wird für dich sorgen!

Mais malheur! Malheur à ceux qui s'armeront pour les mamelouks et combattront contre nous! Il n'y aura pas de porte de salut pour eux, ils périront et leurs traces disparaîtront.
Braskilus und der Halbling zogen es unterdessen vor, sich mit dem Schwingenmantel außerhalb des Hauses nützlich zu machen. Ein mumienhafter "Priester" mit einem goldenen Stab trat aus dem Pyramidenturm hervor, während das Vogelskelett zum Leben erwachte und die Lüfte beherrschte.
Ein Aufeinanderprallen zwischen den Pyramidenblitzen und Braskilus' Schwert Mondfackel resultierte in arkanen Interferenzen, die das Vogelskelett in einen Vogelgott aus Fleisch und Blut verwandelten. Welch Verbesserung der Lage.
Der Vogelgott ging daran, uns mit paralysierenden Schreien und schockwellenhaften Flügelschlägen zuzusetzen, während Boram den Mumienpriester mit seiner Axt zerteilte und seinen Stab erbeutete. Unfähig, das arkane Wunder des Stabes zu begreifen, ergriff ich ihn schließlich und rieb ihn, um seinen goldenen Translokationsstrahl wider den Vogelgott zu richten, um ihn erneut an seinen Turm zu ketten. Der Halbling Jeff rannte unterdessen mit dem abgetrennten Mumienkopf herum, um ihn schließlich wider den Vogelgott zu schleudern.

Im Verlauf dieser Schicksalsschlacht, in der u.a. Skorri und Boram fielen und via Handauflegen revitalisiert wurden, opferte Braskilus sein Zauberschwert an seine Göttin, wodurch der Vogelgott alle Farbe verlor und furchtbar müde wurde. Schließlich wurde er durch eine konzertierte Aktion von Axthieben, Klingenhieben und Höllenketten niedergemacht. Sein vergossenes Blut verlieh dem Wüstenboden neues Leben, und ich fing so viel als möglich auf. Es wird einem Zweck dienen, das verspreche ich...
Oh? Braskilus hat sein Augenlicht wiedergefunden? Durch das Opfer? Durch das Gottesblut? Dazu muss ich später genauer berichten, sobald ich mehr weiß...
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Epic × 2!
Bericht 19.03.2015
Cité de la "Dictionnaire Faltinée" de la Comtesse Ariella III. Esgourdons du Port-A-Lucine:

* * *


Royaume-Rouge des Rakshasas;
Capillaire du Ventôse, l'Année quatre-vingt-quinze du Triomphe de la Brillance:


Les personnages:
  • Braskilus
  • Skorri
  • Jacques Narr
  • Yara - eine Zaubererin, die ebenfalls aus einer fremden Welt hierher geraten war, und nach einem Zwischenfall in einem Zauberfall unangenehm leichenhaft war
  • Ariella
  • ein Rakshasa-Magier, der erst später zu uns stieß

Vous avez espéré que mon retour mettrait un terme à tant de maux; vous seconderez votre général avec l’énergie, la fermeté, la confiance que j’ai toujours vues en vous
Die Zitadelle war gestürmt und der Herrscher des Reiches, der löwenhäuptige Prinz Singam, war gefunden worden nachdem wir über die Leichen seiner verräterischen Hohepriester gestiegen waren.
Mit dem Tod des Hohepriesters wandelte sich die Umgebung von Dschungel zu kahlen Bergen. (Offensichtlich war der Darklord der Domäne in Wahrheit der Hohepriester und nicht der Prinz.) Skorri verlor sein Verlangen, den Prinzen zu töten. Braskilus litt immer noch darunter, aber durch seine Blindheit war er keine unmittelbare Gefahr für ihn, und nach einer Unterredung unter Adeligen zwischen dem Prinzen und mir (der die Nase über "Affenwesen" rümpfte - hmpf!) konnten wir die Ursache auf unsere Begegnung mit dem weißpelzigen Tigermenschenguru zurückführen.
Prinz Singam verlor keine Zeit damit, die verbleibenden Verräter und insbesondere die Priesterschaft niederzumachen. (Er scheint sehr anti-klerikal zu sein - er nahm auch Anstoß an den religiösen Praktiken von Skorri und unseren umbrischen Begleitern.) Wir halfen ihm dabei, die Zitadelle zu säubern und wieder bewohnbar zu machen.

Ceux qui n’ont pas connu l’Ancien Régime ne pourront jamais savoir ce qu’était la douceur de vivre
Die folgenden Tage waren ruhig. Ich selbst hatte endlich wieder einen richtigen Raum, ein richtiges Bett und eine standesgemäße Unterkunft. La vie est bien.
Prinz Singam versuchte, mittels Astrolabium, Büchern, Karten und Kundschaftern zu bestimmen, was geschehen war. Anhand einer der Seekarten konnte Skorri die Südlinie eines ihm bekannten Landes namens "Thyatien" erkennen. Wir waren offenbar in der Welt von Braskilus und Skorri gelandet, aber sehr weit südlich von ihrer Heimat und fünf Jahre in der Zukunft (für die Rakshasa Jahrtausende in der Zukunft, in einem Zeitalter in dem ihr rotes Königreich und ihre Rasse niedergegangen war).

Le Gouvernement vous doit beaucoup, il ne peut rien vous donner
Prinz Singam gab uns die Wahl, entweder zu bleiben und beim Wiederaufbau zu helfen, oder uns mit dem nötigen für eine Expedition auszustatten und ziehen zu lassen.
Braskilus, Skorri und Yara entschieden sich dazu, weiterzuziehen.
Jacques und die Umbrier bleiben lieber.
Meine Entscheidung fiel, als Singam mir erklärte, dass das hieße zu arbeiten. Brr! Lieber ziehe ich aus für die Chance, mir mit Schätzen und unterwerfbaren Landstrichen ein standesgemäßes Leben zu ermöglichen, als mich so zu erniedrigen.
Als Verstärkung stieß zu uns ein Rakshasa-Magier - vielleicht, um ein Auge auf uns zu haben, vielleicht für eine Langstreckenerkundungsexpedition für Singam.

Ausgestattet wurden wir mit Proviant, Wasser, einem Kamel, einer (sehr veralteten) Karte, einem Sack mit Gold und Edelsteinen im Wert von 1.000 Soleil und den weiteren Notwendigkeiten.
Ich selbst wechselte in für eine Wüstenexpedition angenehmere Seidenkleidung und nahm einen Sonnenschirm mit, um meine noble Blässe so gut wie möglich zu schützen.

Singam berichtete uns von einer Legende um einen Zauberschmied, der weit im Osten auf einem künstlichen Berg leben soll. Dieser soll die Fähigkeit haben, lebende Dinge zu schmieden - sogar Augen. Wir beschlossen, erst einmal dieser Spur zu folgen um Braskilus nützlicher zu machen.

Die Karte war in der Tat nicht mehr sehr gut. Der Fluss hatte sein Bett gewechselt und spülte hier und da über die alte Reichsstraße, während andererseits Brücken nun nutzlos in der Landschaft standen. All die Siedlungen und Städte waren verschwunden. Wir folgten trotzdem so weit wie möglich dem Fluss als einziger Frischwasserquelle. Wir hatten zwar das Kamel und meine Dienerinnen zum tragen, aber wir verbrauchten trotzdem viel Wasser und konnten uns keine langen Expeditionen weg vom Fluss leisten.

Noir comme le diable
Bei einer Brücke wurden wir von roten Riesenvögeln angegriffen, beritten von schwarzen, gepiercten Barbaren im Lendenschurz. Sie bombardierten uns mit Netzen und Steinen.
Der Rakshasa wurde verwundet und musste von Skorri abgeschirmt werden. Lucille und ich konnten mit unseren Höllenketten einen von ihnen herunterreißen. Braskilus fand heraus, dass sein neuer roter Umhang ihm Flugfähigkeit verlieh, und stieg von seinem Zauberschwert geleitet auf um blutige Ernte einzufahren. Der Rakshasa vergrößerte Skorri und seinen Schild und verbesserte so unsere Defensive.
Nachdem wir die Angreifer so dezimiert und ihnen gezeigt hatten, dass sie auch in der Luft nicht sicher waren, ergriffen sie die Flucht.
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