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27 Calistral 4715 - Second Interveiw with Sergeant Fromm and Interrogation of the Freedom Town Prisoners
The second interview with Sergeant Fromm failed to shed any new light on our investigation, though he was thankful for the remedy. The interrogation of the assassins took place at the Longhouse. The captives did not know the name of their employer or his location, but they were able to give us a description of him

A half-breed with significant tattooing on his face.
Session: Game Session #2 - Thursday, Aug 17 2017 from 8:00 AM to 1:00 PM
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Tags: Assassin
27 Calistral 4715 - Assassination Attempt
After putting Patrol Sergeant Fromm to bed with the Alchemist's remedy we returned to the Ramblehouse, wisely posted a guard and turned in. At sometime in the early morning we were awakened by a quartet of female assassins attempting to infiltrate our rooms through the windows. A rousing combat ensued which left one of the assassins dead and the other three unconscious on the floor. Sparky stabilized the dying and healed the wounded. The town guard arrived and we turned the captives over to them. Cham arrived and was not happy to see another of her fine rooms covered in blood and vile.
Session: Game Session #2 - Thursday, Aug 17 2017 from 8:00 AM to 1:00 PM
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Unbesiegbar
Heerlager des Talfer Bundes, Wildermark, in den letzten Tagen der Rondra 1033 BF

Für einen kurzen Moment schien Wulfgar zu straucheln, ganz wie jemand dessen Schild gerade unter einem mächtigen Hieb zerschmettert worden war. Seine Hand stemmte sich auf das stützende Holz des schweren Eichentisches, der in der Mitte des von der Wärme des jetzt noch über den Horizont hinwegblinzelnden Praiosauges aufgeheizten Zeltes gefunden hatte. Seine Hand zitterte. Unmerklich, aber dennoch stark genug als dass Aruna es wahrnehmen konnte.

“Wir ... Ich ... Warum bei den Göttern ... warum hast du es mir nicht gesagt? Niemals hätte ich dich mit den anderen ziehen lassen ...“ Seine Stimme verlor mit seinen Worten zunehmend an Kraft, wurde heiser und presste die wenigen Sätze nur umso eindringlicher und mühsam zwischen seinen Lippen hervor. Und dennoch wirkte es so, als wäre das Gros seiner Worte an sich selbst gerichtet. Als würde er noch vergeblich versuchen zu begreifen, was sie ihm gerade eröffnet hatte.
Aruna war auf die Knie gesunken, mit hängendem Kopf und Schultern ruhte sie, zitternd und bebend auf dem flachgetreten Boden des vögtlichen Zeltes.

Sie hob den Blick und mit schmerzerfüllter Miene und aus tränenerfüllten Augen sah sie an dem Weidener Krieger empor.
"Eben darum, Wulfgar." Sie schluckte und schluchzte.
"Niemals hättest du mich ziehen lassen, nicht nur Gallys... auch..." ihre Lippen bebten. "Talf... Eldrinn, Esra und Paske hätten Talf aufgegeben... wir..." Die Stimme der sonst so stolzen und aufrechten Amazone drohte zu brechen und sie hielt einen kurzen Augenblick inne, um sich mit den Handflächen über das Gesicht zu streichen. Die beiden wiederspenstigen Strähnen ihres kastanienbraunen Haares ließen sich zwar durch keine Macht dieser Welt bändigen, doch die Tränen konnte sie sich von den Wangen streichen.

"Wenn ich nicht... wir... wir stünden ganz alleine hier. Umzingelt von Feinden... was hätte ich denn tun sollen?!"
Es war weniger ein Vorwurf an den Moosgrunder Recken als ein verzweifelter Hilfeschrei an sich selbst.

In Wulfgar brodelte der Wunsch sich von dem Tisch abzustoßen und die Lücke zu schließen, die sie trennte, vor ihr auf die Knie zu gehen und ihren Kopf mit seinen Händen zu stützen um ihr in die Augen zu sehen und zuzuraunen, dass alles gut werden würde. Ganz so wie damals, als sie Ludalf von Wertlingen vor den Attentätern des verräterischen von Drôlenhorst gerettet hatten. Als er seine starke Löwin zum ersten Mal unter der Last ihrer Gefühle hatte zusammensinken sehen ... doch seine Beine folgten dem stummen Impuls nicht, seine Muskeln waren wie erstarrt, verkrampft in dem unsäglichen Schmerz, der in seinen Adern der feurigen Glut einer Esse gleich in seinen Adern pochte.

Eine Art von Schmerz, den er in dieser Form nicht kannte und alles überstieg, was selbst die schartigen Schwerter des Finstermannes in seinem Körper losgetreten hatten. Kluge, mitfühlende Worte kreisten in seinem Kopf, zerplatzen aber, sobald er in dem Funkensturm in seinem Inneren nach ihnen fischte. Seine Zunge klebte am Gaumen, löste sich nur schwerfällig und in der Anmutung unendlicher Erschöpfung, die sich in seinem Körper breitmachte. Das Mal der Alveranierin Raskorda auf seiner Brust schien zu glühen und er spürte wie es auf seiner Haut brannte, als würde jemand ein frisch aus dem Feuer gezogenes Brandeisen auf seine Haut pressen.

“Ich ... Talf ... Wir ...“ setzte er mehrfach vergeblich mit erstickender Stimme an. “Warum? Aruna ... Warum?“ Alles, jeglicher Gedanke in seinem Kopf wand sich schlangengleich um diese eine Frage, beraubte ihn jeglicher Kraft und Farbe in seiner sonst so tönenden Stimme. Seine Worte klangen hohl und dumpf in seinem Schädel nach. Fremd ... als hätte er sie nicht selbst ausgesprochen oder erkannte sich selbst nicht wieder.

“Ich hätte nie ...“ Er hatte ... das war das “Aber“ das ihm selbst dieses letzte Ansetzen unter den wackeligen Beinen wegzog. Irgendwie gelang es ihm seinen freien, bislang nutzlos an seiner Schulter hängenden Arm zu regen, ihn wie unter großer Anstrengung emporzuschieben und in einer Geste wortloser Betroffenheit seine Hand auf Mund und Kinn zu legen. Eine Geste der Hilflosigkeit, die in grellem Kontrast zu der aufkeimenden Verzweiflung in seinen trübe schimmernden, blauen Augen stand. Er hatte das Gefühl zu fallen.
Mit nahezu unerträglichem Schmerz in den Züge blickte die junge Amazone erneut auf zu ihrem Gegenüber. Unter einer Grimasse presste sie ihre Lippe aufeinander und schloss die Augen.

"Ich... ich kann dir keine... Antwort geben, die dich zufrieden stellen würde," presste sie vorsichtig und mit wankender Stimme zwischen ihren Lippen hervor. "Ich weiß nicht, vor welche Prüfung die Götter mich... uns... hier stellen und wieso all das geschehen ist."
Aruna schluckte und presste die Augenlider aufeinander. Tränen rannen ihre Wangen herab und fielen von ihrem Kinn.

"Ich wollte dich nicht damit belasten... natürlich hätte ich es dir früher oder später gesagt... aber... wir haben Aufgaben hier... Bestimmungen... Menschen, die ihre Leben in unsere Hände gelegt.." erneut zeichneten tiefe Falten die Stirn der Amazone und der Schmerz hinterließ tiefe Schatten über ihren Zügen.

"Ich habe das... nicht gewollt. Natürlich nicht. Ich wollte ihn nicht... Reto... ich wollte ihn nicht töten... müssen. Aber... aber als ich das Gift spürte, das auf seinem Dolch...". Sie schluckte und verstummte, stützte sich mit einer Hand auf den Boden und schüttelte wortlos den Kopf.

Ihre Blicke begegneten sich kurz, aber Wulfgar gelang es kaum der Verzweiflung in ihren tränengefüllten, dunklen Augen standzuhalten, bevor sein Antlitz abwenden musste und die Hand sinken ließ. Doch in seine Trauer, den Schmerz über den Anblick seiner gebrochenen Geliebten und längsten Freudin und seine eigene Machtlosigkeit mischte sich etwas anderes. Kalte, brutale Wut ... er ließ die Hand nicht einfach sinken, er ballte sie zur Faust und mit einem wütenden, markerschütternden Brüllen fegte er Pergamente, hölzerne Figuren und einen schweren Lederband vom Tisch in seinem Rücken, der mit einem dumpfen Geräusch eines trotzigen Aufschlages auch ein kleines Tintenfässchen und ein Bündel Federn mit sich in die Tiefe riss.

Er spürte den Schmerz, der durch das unnachgiebige Holz in seine weiß gewordenen Knöcheln drückte, aber vor dem Toben, dem Zerren in seinem Körper verblasste wie vereinzelte Wassertropfen auf vom Praiosauge erhitzem Pflaster. Seine Unterarme, seine Schultern, sein ganzer Körper bebte. Einige Augenblicke lang verharrrte er in dieser Haltung, abgesehen von dem diesem Zittern regungslos ... schweigend ... sein starrer, lodernder Blick bohrte sich in die feine verästelte Maserung der Tischplatte. Er schloss die Augen ... nur kurz, aber lange genug um den nebelhaften Schleier abzustreifen, der sich über seinen Blick herabgesenkt hatte.

Er verdrängte die Bilder, die in ihm aufstiegen ... von Momenten, die gewesen waren und jenen, die nie so stattgefunden hatten ... um die sie sich selbst gebracht, betrogen hatten ... die Nacht, die das Ende des Finstermannes aber auch den Ausbruch ihrer lange sorgsam weggesperrten Gefühle gesehen hatte ... ihren ersten sich kreuzenden Blick, in dem noch etwas anderes ausser ihrer bedingungslosen Freundschaft verborgen lag ... die Stunden, in denen sie sich auf zerwühlten Laken engumschlungen und herumalbernd unter dem durch das geöffnete Fenster herabscheinenden Praiosmal geräkelt und scherzhaft über Namen unterhalten hatten ... Arunberth, Kunigunde, Ulfhelm, Perainer ... er kämpfte mit den Tränen.

Unbesiegbar, unverwundbar hatten sie sich gefühlt ... war es real oder nur ein Abbild dessen, was ihnen jetzt so unvermittelt, so plötzlich genommen worden war? Er hatte keine Gelegenheit ... er schluckte und versuchte vergeblich den Kloß in seinem Hals wieder herabzuwürgen. Er fühlte, wie der Zorn seinen hässlichen Hals durch die enggesteckten Grenzen seiner Wahrnehmung reckte und die Wut erneut in ihm emporkochte. Auf Aruna, seine Gefährten, die sie nicht hatten beschützen können. Auf sich selbst, dass er seine Zeit hier in diesem Zelt mit den Spitzfindigkeiten oberflächlicher Adeliger und nicht bei ihr ... nicht an ihrer Seite verbracht hatte ... Auf die Götter ... tränenblind blinzelnd tastete er nach dem hölzernen Falken mit den ausgebreiteten Schwingen, der sich wie im Hohn seinem Wutanfall entzogen hatte und begrub ihn in seiner Faust. Und drückte zu. Bis sich die stumpfen Spitzen seiner Flügel in seine Handfläche bohrten.

Die niedergeschlagene, noch immer auf Knie gesunkene Amazone beobachtete den weidener Krieger mit feuchten, traurigen Augen. Mit zitternden Beinen erhob sich ihr geschundener Körper mühsam. Zögernd, langsam und vorsichtig machte sie einen schwankenden Schritt vorwärts und streckte behutsam die Hand nach seiner Schulter aus.

Als ihre Hand sich unversehens auf seine Schulter legte, zuckte der Hüne unwillkürlich zusammen. In jedem anderen Moment hätte er sich die Wärme ihrer Berührung herbeigesehnt ... aber nicht in diesem. Er fühlte sich erschreckend nackt, verletzlich und das obwohl ihm das bei Aruna unter normalen Umständen niemals unangenehm vorgekommen kam. Er wollte nicht, dass sie ihn so sah, ihm in die Augen blicken und von seiner eigenen Trauer und ziellosen Wut darin würde lesen können. Er wollte ihr der Fels in der Brandung sein, der er immer gewesen war, aber er fühlte wie ihn der Strom seiner Empfindungen trotz aller verzweifelten Bemühungen dagegen anzupaddeln, mitriss. Hätte er Anzeichen für das ungeborene Leben unter ihrem Herzen erkennen können, ja ... müssen?

Wieviele Entscheidungen hätte er umgekehrt und geändert, wenn die Zeit ihm die Möglichkeit dazu gegeben hätte? Spielte es noch eine Rolle? Er oder sie, ihr ungeborenes Kind trieb namenlos und vergessen in Satinavs Sog. Ein Zeichen der jungen Göttin, das sie für einander bestimmt waren, widerrufen in der Hitze eines Augenblicks. Aufgrund der Taten eines einzelnen Mannes und einer feige vergifteten Klinge ... die Berührung ihrer Hand wirkte so zart, gleichzeitig so ungeahnt kraftlos. Wenn er sie jetzt erwidern würde ... befürchtete er das Aruna zerspringen könnte. Diese Wut trieb ihre Wurzeln tief unter seine Haut und instinktiv wusste er, dass die Flammen seines Zornes, die in seinem Körper ihr hungriges Mahl hielten ihr keine Wärme spenden würden.

Er konnte ihre Hitze spüren und das Ziel, dass sie an verbrannten Armen ins Zentrum seines Bewusstseins hoben, fühlte die aus seiner Handfläche sickernde Glut, die den umklammerten Falken zu ertränken suchte. Ihm seine kümmerlichen Flügel abreißen und ihr geiferndes, reißzahnbewehrtes Maul in seinen Nacken schlagen wollte. Er entwand sich ihrem Griff und schleuderte die Holzfigur mit einem weiteren wuterfüllten Brüllen in eine entlegene Ecke des Zeltes. Seine ungesehenen Tränen verdampften sobald sie seine vom daruntertobenden Feuersturm glühende Haut berührten. Zumindest fühlte es sich so an.

Benommen stolperte er ein oder zwei Schritte gegen sich seinen Weisungen widersetzenden Beinen vorwärts und stützte sich wankend gegen den Stützbalken in der Zeltmitte, während er die freie Hand vor das Gesicht schlug. Seine Schultern zuckten unkontrolliert, als sich sein Schluchzen entgegen aller inneren Widerstände Bahn brach.
“Götterverdammt, Aruna!“ zwängte er zwischen zusammengepressten Zähnen hervor. Sein Blut tobte ohrenbetäubend durch seinen Schädel. Er tobte vor Wut und spürte dennoch wie schwach er sich fühlte, während er zerrissen zwischen unbändigem, entfesselten Zorn und lähmender Traurigkeit trieb wie ein abgebrochener Ast in den schäumenden Fluten des Pandlaril.

“Wovor hast du dich so sehr gefürchtet, dass du es mir nicht sagen konntest? Davor, dass ich alles, was zwischen uns wahr Lügen strafen und dich alleine lassen könnte?? Dass ich ausgerechnet in diesem Moment eine Seite an mir entdecken könnte, die mich in der ärgsten Schlacht von deiner Seite weichen ließe??“ Das Mal auf seiner Brust schien im Takt mit seinem Herzschlag zu pulsieren.

“Ja, im schlimmsten Fall hätte ich dich auf Graf Hagen gebunden und notfalls unter Zwang aus diesem verfluchten Landstrich geschleift! Einmal, nur ein einziges Mal wäre es nur um uns gegangen! Ohne die ganze, verfluchte Verantwortung, die wir niemals wollten! Niemals gesucht haben!! Einmal nur aus diesem ständigen Ringen, dem täglichen Kampf auszubrechen, in dem wir ständig nur darauf achten müssen nicht auf das falschen Wappen zu pissen!!“ Wulfgar kam ins Stocken, verschluckte die unausgesprochenen, tief in ihm gehegten Gedanken, die ihn begleiteten, seitdem sie begonnen hatten in Zweimühlen mit ihrem eigenen Blut und Schweiß etwas aufzubauen ... etwas, das er zuvor nicht gekannt hatte, ihn in schwachen Momenten noch immer einzuschüchtern vermochte und in den Guten die Hoffnung schürte, etwas bewirken zu können.

Mehr als ihnen alleine möglich wäre, wenn sie auf allen Schlachtfeldern Aventuriens kämpfen würden. Es war ... ungerecht. Sie gaben den Menschen in der Mark Hoffnung, etwas auf das sie vertrauten, es wagten hier neue Existenzen aufzubauen, sich niederzulassen, zu siedeln ... und wenn es nur in einem Zelt zwischen dem Talfer und dem Wehrheimer Tor war. Kinder ... zu bekommen. Ein nahezu übermächtiges Gefühl des Schwindels drohte Wulfgar zu überwältigen und er konnte hören, wie der Pfosten an den er sich stützte unter seiner Last ächzte.

“Bei den Göttern ... Aruna, haben wir nicht auch das Recht auf ein kleines ... unser eigenes Wunder?!“ Seine Stimme, die bislang anklagend in das Tosen seiner eigenen, jeglicher Ordnung entbehrenden Emotionen gebrüllt hatte, war bedeutend leiser geworden. Als würde er nach seinem Ausbruch kraftlos zusammensacken. “Ein Kind, unser Kind ... Aruna ... Sie ... haben es uns genommen ...“ Seine Schulter sank gegen den Pfeiler, während er Aruna das Gesicht halb zuwandte und ihren Blick suchte. Seine Augen schimmerten glasig, aber in ihnen loderten die Flammen seiner Wut.

Aruna rannen einzelne Tränen aus den Augenwinkeln.
"Ich... ich weiß es nicht, Wulfgar... vielleicht war ich dumm... vielleicht fürchte ich mich davor, dass alles irgendwie... dieser wunderbare Traum... mit einem Mal zuende... vielleicht hat die Herrin andere Pläne für mich... für uns..." Aruna verschluckte sich beinahe an den Worten, die ihre zitternde Stimme hervorbrachte.

"Vielleicht fürchte ich mich auch einfach nur davor...," doch die Worte blieben in ihrem Halse stecken und sie presste bitter die Lippen aufeinander, unfähig, das Ungesagte in die Welt hinaus zu tragen. Aruna blickte hilflos, schuldbewusst zu Boden.

Wulfgar sammelte das erschreckend Wenige an Kraft, dass ihm sein Körper in diesem Moment zuzugestehen vermochte und stemmte sich über die Schulter wieder empor. Dennoch konnte man es kaum als ein aufrichten bezeichnen. Seine Schultern waren eingesunken und seine Arme fühlten sich seltsam kraftlos an. Ausgelaugt und als hätte jemand sämtliche Kraft aus ihnen herausgequetscht. Er unternahm einen unsicheren Schritt in Arunas Richtung. Zu seiner Gefährtin, seiner Freundin ... seiner ... sein eigener, brodelnder Verstand verschluckte das Wort und eine ferne Stimme in ihm grollte: “Sie hat es dir verheimlicht. Die Gefahr auf sich genommen ohne dir deinen Anteil an dieser Entscheidung zuzugestehen.“

Seine Zahnreihen waren fast schmerzhaft aufeinandergepresst und es kostete ihn Mühe sie zu lösen. Seine Augen schimmerten feucht, aber seine Züge wirkten auf grässliche, ungerechte Art und Weise unerbittlich, hart und kühl. Er konnte es spüren, aber kein entwaffnendes, die Schärfe nehmendes Lächeln auf seine Lippen zwingen. Obwohl alles in ihm danach brüllte, danach verlangte. Aber er war nicht mehr Herr seines Körpers, nicht mehr Herr seiner Regungen oder gar Emotionen, die in ihm emporsprudelten.

“Wovor fürchtest du dich?“ zischte er. “Wovor könntest du dich mehr als vor diesem verfluchten Moment fürchten?? Diesem Moment, in dem ich beginne zu begreifen, dass wir unsere Tochter ...“ Seine Stimme bebte. “Unseren Sohn verloren haben??“ Für einen kurzen Moment spürte er die Kraft zurückkehren, fühlte wie sich seine Muskeln mit Zorn füllten und spannten. Nur ein, vielleicht zwei Schritt von Aruna entfernt, warf er sich vorwärts, packte mit beiden Pranken die Tischkante und warf ihn begleitet von dem furchtbaren Getöse, als die darauf noch verbliebenen Gegenstände ins Kullern gerieten und zu Boden stürzten, auf die Seite.

Der dumpfe, schwere Aufprall fuhr ihm bis ins Mark. Seine Muskeln brannten ob der unvermittelten Anstrengung, aber er spürte es kaum ... konnte nicht ... in ihm war nur Leere. Endlose, jegliche möglicherweise trostspendenden Gedanken verschluckende Leere. Ein gähnendes Loch ... etwas, dass die unvermittelte Nachricht vom Tod ihres Kindes, von dessen Existenz er bis vor kurzem noch nicht einmal etwas geahnt hatte, in seine Seele, den Schutzpanzer seiner sprichwörtlichen Unbekümmertheit gerissen hatte.

“Vielleicht hat die Göttin andere Pläne für dich ... für uns ...“ wiederholte er ihre Worte, begleitet von einem verächtlichen Schnauben. Der Kerzenschein warf düstere Schatten auf sein Aruna nur noch seitlich zugewandtes Antlitz. Seine Augen starrten ins Leere. Seine Worte bahnten sich nur mühsam ihren Weg über seine Lippen. Schleppten sich kraft- und klanglos ins Zeltinnere. “Und was ist mit unseren Plänen? Was ist dann mit uns, wenn die Götter uns dieses Geschenk, diesen Wink des Schicksals verwehren?“ Er schüttelte langsam den Kopf und schloss die Augen. “Du ... du solltest schlafen gehen ... du ... brauchst Ruhe.“ Er bückte sich nach seinem Tabakbeutel und der Pfeife, die zwischen Pergamenten, Karten und Holzfiguren auf dem Boden lagen.

Wulfgar suchte ihren Blick. Unsicher, unschlüssig, verletzt und erschüttert. In seinem Herzen brannte nur ein einziger Wunsch. Aruna zu trösten, sie in die Arme zu schließen und endlich zu hauchen, dass alles wieder gut werden würde. Auch er sehnte sich nach Trost, nach den richtigen Worten, den Gedanken, die ihn wieder ruppig auf den richtigen Pfad zurückrempelten ... aber es war zu früh. Die Wunde war zu frisch ... er wollte allein sein ... nachdenken.

“Ich ...“ setzte er an und seine Stimme versagte ihren Dienst. Beschämt griff er nach seinem Umhang und wankte zum Zelteingang. Nur ein paar Schritt noch, mahnte er seinen Körper. Dann kannst du mit mir machen, was du willst.

Westruh, Wildermark, in den ersten Tagen des Efferd 1033 BF

Zurückgeworfen vom eisenverstärkten Schaft fuhr die Klinge seines Zweihänders nieder, nutzte die Wucht, die sein Hieb, der die Deckung des Söldners hinter dessen Hellebarde ausgehebelt hatte, in seinem schweren Rauschen entfaltete. Blut spritzte, als er die stählerne Brustplatte zertrümmerte und das schreiend bunte Gewand, dass der Söldling darunter trug, wie altes, brüchiges Pergament zerschnitt. Sein erfüllte den Helm, dessen Sichtschlitze sich im Wissen darum, dass der Söldling sich von der beigebrachten Verletzung nicht mehr erholen würde vom schmerzverzerrten Antlitz des jungen Mannes abwendeten und sich in berechnender Kälte auf die junge Frau mit dem Federbarett richteten, die mit jetzt nur noch halb so entschlossener Miene das Kurzschwert umklammerte, als sie ihren Gefährten jämmerlich schreiend fallen sah. Mit einem Halbschritt versuchte sie die Reichweite seines Zweihänders zunichte zu machen und ihm die Klinge in den Leib zu stoßen.

Gleichgültig ließ es Wulfgar drauf ankommen und ihren Angriff passieren, während er selbst den nach dem Hieb gegen ihren Kumpanen über den Kopf emporgerissenen Zweihänder auf sie herabschnellen ließ. Er spürte den Stich kaum, der wohlgezielt an den Plattenstücken seiner Rüstung vorbei, die wattierte Unterkleidung durchdrang und ihm einen schmalen Schnitt zufügte. Sein Zweihänder hingegen grub sich mit ungebremster Wucht in den kaum von der Brustplatte beschirmten Bereich zwischen Hals und Nacken. Erst als die Klinge sich zwischen Schlüsselbein und dem hoffnungslos verbogenen Stahl der schützenden Brünne verkeilte, drückte er den schweren Stahl über den Griff wieder leicht empor, schob sich in seiner matten Rüstung einem unaufhaltsamen Ungetüm aus Stahl und Blut vorwärts und zwang ihren erschlaffenden Leib mit einem mitleidlosen, heftigen Tritt in den Staub, während er den Bidenhänder aus der klaffenden Wunde schälte. Ihr Schrei erstickte in einem Gurgeln. Seine Schläfen pochten. Von rechts stürmte ein Landsknecht heran, die Infanteriewaffe zu einem kräftigen Stoß auf Brusthöhe gereckt. Ein dumpfes, schnalzendes Pochen brachte seinen Angreifer spürbar aus dem Tritt, während sich sein Gesichtsausdruck von zornerfüllter Überzeugung zu überraschtem Entsetzen wandelte. Er verlangsamte unkontrolliert, taumelte, machte noch ein, zwei Schritte und sank dann auf die Knie. Ein Bolzen ragte aus seiner Schläfe.

Unwirsch rempelte Wulfgar den vorsackenden Körper mit seiner plattenbewehrten Schulter beiseite. Vor ihm schloßen vier, mit unsicher zuckenden Augen die nahen Gebüsche entlang der Böschung absuchende Söldner die ausgedünnte Formation vor einem Schemen, der beide Hände ausbreitete. „Aufhören! Haltet ein!!“ gellte der Ruf eines Mannes durch die Senke. „Ich gebe Euch wonach es Euch verlangt! Gold, Geschmeide! Nehmt auch unsere Waffen, wenn es Euch von unserer friedlichen Absicht überzeugt.“ Wulfgars Schritt wurde keineswegs langsamer, allerdings hob er den gepanzerten Arm und bedeutete den Uhdenbergern das Feuer einzustellen. „Tretet beiseite, wenn Euch Euer Leben lieb ist.“ Knurrte er mit donnernder, blechern verzerrter Stimme über das Stöhnen und Ächzen der Verletzten hinweg den Söldnern zu. „Legt die Waffen nieder und ihr werdet verschont!“ blaffte er, noch während sie eine Gasse zu der Gestalt öffneten, die sich im Rücken ihrer Formation verbarg. Das mehrstimmige Klirren aufeinanderprallender und abgeworfener Waffen quittierte, dass sie seiner Aufforderung Folge leisteten. Er selbst öffnete den Riemen unter seinem Visierhelm und hob die geschlossene Faust. „Sichert die Waffen und nehmt sie in Gewahrsam.“ Ins Gesicht des vielleicht 40 Sommer zählenden, dunkelhaarigen Mannes, der jetzt kaum noch fünf Schritt von ihm entfernt war, stieg die Zornesröte.

„Wer seid Ihr, dass Ihr Euch erdreistet …“ Wulfgar gab ihm keine Gelegenheit seinen Satz zu vollenden. Er streifte nur den Helm ab und ließ ihn achtlos ins blutige Gras fallen. „I … Ihr …“ stieß der Mann zwischen zusammengepressten Zähnen hervor, während die Farbe wieder aus seinem Antlitz wich. “Gisbert Gilborn von Talf, vom heutigen Tage an geltet Ihr für euer verdammungswürdiges Bündnis mit den Schergen des falschen Kaisers, kraft der mir verliehenen Legitimation als Vogt Zweimühlens, als Verräter und Bedrohung für das Heil der mir anvertrauten Seelen …“ Er ließ die Worte wirken, stapfte aber weiter unumwunden und ohne Umwege auf den in teure Gewänder gehüllten einstigen Vogt Talfs zu, der zunehmend und mit langsam von ehrlicher Furcht durchtränktem Blick vor ihm zurückwich. Sich allerdings ob der sich aus den Gebüschen über der Senke schälenden Bewaffneten wohl darauf besann, dass an Flucht nicht zu denken war. Sein in quälender Langsamkeit vollzogener Versuch sich Wulfgars Zugriff zu entziehen, endete jäh, als die Hand des Weidener Kriegers vorschnellte, den einstigen Landadeligen am Kragen packte und ihn in den Staub des nur dürftig ausgetretenen Pfades zu ihren Füßen schleuderte.

Wulfgars Gesicht war eine furchtbare Maske des Schmerzes und unaussprechlichen Hasses, auch wenn dieser mehr der unmöglich zu ergreifenden Gelegenheit galt, die er hatte verrinnen lassen müssen, als ihm der goldene Falke so unaussprechlich nah gekommen war. Am Lagerfeuer … nur wenige Meilen vom Heereslager des Falkenbundes entfernt … Seine Zähne knirschten. Die Nacht, in der er Paske das Richtige hatte tun lassen. Für die Wildermark. „Ihr habt bereits einmal Zweimühlen verraten, als Ihr dem Ruf Eurer Baronin Svanja Ragnasdottir nicht in die Schlacht auf dem Mythraelsfeld gefolgt seid. Euer Exil hat Euch keinesfalls Demut gelehrt … nein, ganz im Gegenteil! Ihr verbündet Euch mit einem Feind, der offen gegen den hier geschaffenen Bund zu Felde gezogen ist.“ Wulfgars Stimme war eisig, aber sein ganzer Körper bebte vor Wut. Gisbert Gilborn kroch rückwärts. „Ihr … Ich … Lasst mich doch erklären! Ich verlange einen gerechten Prozess!“ Das schiefe, fürchterliche Lächeln, das Wulfgar auf seinen Zügen spüren konnte, ließ ihm selbst das Blut in den Adern gefrieren. „In der Wildermark gilt das Faustrecht und mit Eurem wiederholten Verrat habt ihr jegliches Anrecht auf einen …“ Er spuckte das Wort förmlich aus. „ …Prozess verwirkt.“

Gisbert hob beschwichtigend die Hände. „Herr Nordfalk, ich bitte Euch … ich kannte Euren Vater! Er war ein großer, gerechter Mann.“ Wulfgar öffnete einen der Beutel an seinem Waffengurt und zog etwas daraus hervor, dass er dem Flehenden zuwarf. Einen kleinen blutverkrusteten, hölzernen Falken. „Aber mich …“ zischte Wulfgar. „Mich kennt ihr nicht. Noch nicht ...“
Session: Der Zug der Fürstin - Garadan - Tuesday, Aug 08 2017 from 3:00 AM to 6:00 AM
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Epic!
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Alzarian
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Unification
Saturday, September 19, 1372 (DR) Third Age, 2:45 p.m.
Eve Nightsheer sits on the cave floor, leaning her back against cold, damp stone. The paleness of her flawless face is noticeably exaggerated as her eyes scan the scene.

The lifeless and bloodied body of Dvora Grimbane lies near the back of the decorated cave, partially obscured by shadow. Faint whimpers can be heard from the other two wide-eyed half orc women seated close by. The rest of the cave is a macabre scene of death and gore.

With a snap of her fingers, the mysterious dark mistress conjures a pen and a small square of parchment. In artful strokes, she marks the tiny scroll in arcane script. A moment later, she produces a black bird from the ether, ties the furled message to its leg and tosses it into the air. The bird is gone in an instant, winging its way northward through the dank caverns at incredible speed.

"So, my purpose has become clear," she says aloud, but you sense the statement was directed only at Eve herself.

Looking around, she gives the party a weak smile. "Trouble is afoot, friends. You'd best be on your way without delay. There is no telling who else may be lurking about." She rises as if to leave.
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Epic!
Ladders and Striges and Lizards, oh my!
Someone broke the elevator and I was really, really clumsy. So clumsy that if the Halfling druid hadn't saved me, I'd be dead. So now I owe a life debt ... I hope she turns out to be worthy of it.

The bounty hunter turned up and he has kobold retainers! Obviously I picked the right side since anyone who works with kobolds is a dick. Well, we dropped the elevator and pancaked some kobolds but had to scarper since they kept dropping rocks on our heads. The ranger pulled off an incredible shot with his long bow and got the bounty hunter good! Left him with something to remember us by anyway.

Hotfooted it up the chasm and laid an ambush for the bad guys. They didn't show but a bunch of filthy stirges did! We dealt with the handily and decided to push on.

Then some lizards tried to eat us. Not as big as cave lizards but nasty brutes in their own right. Again the ancestors smiled on us and we dispatched them without a scratch. I don't know if these guys are worthy but they are bloody good fighters!
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