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A Disarmingly Charming Reunion
Day 1:
Dear Journal,
I love my new arm! It’s so shiny and new, although sometimes I think adf1ksaeaw3 it wkerae56egs has a rdstye5atgxcfht5eys mind of its sey5xfgxej5yz6x4trhe5ryt5sr
STOP THAT! S6rthyxfgjxnh ersz6z4gth xtdze5uhxtdtgxd rfgzesgdhrzrtr
I said, S- aerytaze5y uHzgdfhtjuif ykdxrs756esu45ezjs6w 4batwz4eht xzar4r iUnjygvyfb
Aarrrrghh! srgw4YZRG ERHYZ26YEDHG sergst6809rhszbrf rSRTG5e6SER8fyuVGSE SRTGZRARHY54

Day 2:
Dear Journal,
Today, my arm and I worked on coordinated movement for social interactions. We practiced high-fives, handshakes, and hand signals. The healers report that Tombak’s wrist was a clean break and should heal quickly. They are still working on restoring function to Kerid’s fingers, however. Also, I need to remember to find an appropriate peace offering for Amir; I still don’t know how my arm learned the gesture for “Your mother f***s goats.”

Day 3:
Dear Journal,
If my arm is going to help me, it should learn how to operate in combat. So today, I took it to some training grounds. Unfortunately, I did not anticipate the… disinterest with which it would take to combat training. First, we tried weapons. After breaking nearly all of the wooden training weapons (which reminds me, I’ll need to ask Dad to cover the bill for replacing 12 wooden stakes, 4 long spears, 6 wooden practice swords, and 2 quarterstaffs), I tried a dagger. I’m so glad that Kerid was able to disarm me before I stabbed myself a fourth time. After getting patched up, I decided to try my hand at ranged weapons. Now I REALLY need to find an impressive peace offering for Amir. But in my defense, I was unconscious from the concussion I got from getting beaten with the longbow. I had planned on also practicing hand-to-hand combat, but after my arm managed to pin me four times in a row, I decided it was already a master and took the rest of the day off.

Day 4:
Dear Journal,
I realized my mistake yesterday. I’m a scientist, not a soldier. Of course the arm was unhappy at the training grounds; it wants to do lab work! I’ll use it for some alchemy tomorrow.

Day 5:
Dear Journal,
The arm does not like acid.
/Evil grin

Day 7:
Dear Journal,
As I write from my recovery bed about this most beautiful and magnanimous arm, I am FORCED to recall all the ways it “helped” me on the previous day. Thank Brigh the arm slapped the bomb down to the ground so it exploded at my feet instead of in my hand if I had held it for another 6 seconds. I am SO grateful that it turned me around so that my back was exposed to fire instead of my vulnerable front which my arm further protected by placing itself directly over my chest where no radiative heat could warm it. Why, what would have happened to me if this sagacious and wonderful arm had not DUMPED EVERY ELIXIR I MADE TODAY on the ground before I risked poisoning myself? Not healing here in my room, I tell you. DEFINITELY NOT. Even though my arm had to take the stern approach and literally BEAT some sense into me, I can only think that its prudence in exposing me to the PAIN of all my alchemical creations will strengthen my resolve to become a proficient technologist as quickly as possible...
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Epic × 2!
Testimony of Appeasement
True Believers!

If nothing else, believe this! There is a great power among us, something defying the forces and natures of Construct.

At first I believed this destructive power to live in the decrepit cage that Meneleus's sickened crow resides...but no. Then suspected the vile darkness that Grimm has sniffed on the winds...again no.

It is something else. Something ripping against the fabric of the laws and designs of the universe itself. Something undermining a cosmos ruled by random chance, answering the oldest question of time itself --- we are not FORTUNE'S FOOLS after all.

May the Old Guard have pity on our souls.
Session: Game Session #138 - Wednesday, Dec 13 2017 from 10:00 PM to 12:00 AM
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Epic!
Unter Löwen Pt. I
Wenige Meilen hinter Arlingen, 29. Travia 1033 BF

Der Morgennebel lag in fadenartig zerfasernden Schwaden noch über den wild wuchernden Wiesen, die der anhaltende Regen der letzten Tage so kurz vor dem Wintereinbruch noch zu einem letzten, kraftvollen Aufbäumen verlockt hatte. Kräuter und späte Herbstblumen säumten den nur notdürftig gepflasterten Pfad, der den verblichenen Wegweisern zufolge gen Ochsenwasser führte. Zwischen den Steinen durchstießen Unkraut und Wiesenblumen das mehrfach unterspülte Kiesbett oder besser den kümmerlichen Rest davon, der unter den Hufen ihrer Pferde mehr knirschte als tatsächlich das markante Hufgetrappel erschallen zu lassen, das ein gutes halbes Dutzend Berittener sonst wohl begleiten würde. Der Duft von nassem Gras lag in der Luft und ein sanfter Wind zupfte, selbst noch in schläfriger Zurückhaltung, an Wappenröcken, Wimpeln, Umhängen, Haaren und Mähnen. Im Rahja erhob sich, zunehmend in goldene Speere gleißenden Lichts gehüllt, das Praiosmal über den fernen Gipfeln der Trollzacken und vertrieb das herbstliche Spiel feuriger Farben von den wenigen Wolkenstreifen, die über das klare Blau des Himmels zogen. Seine sonst so verheißungsvolle Wärme vermochte Wulfgar auf seinen von der morgendlichen Brise ausgekühlten Gesichtszügen kaum zu spüren, obwohl der blendende Glanz bunte Punkte vor seinen Augen tanzen ließ, als die kleine Gesandtschaft den sanft ansteigenden Hügel erklomm. Vor ihnen breitete sich glitzernd das Ochsenwasser aus, hier zu linker Hand an seinem Firun zugewandten Ufer umschmiegt vom Schwarzen Ochs, wie die einfache Landbevölkerung den Streifen dichten und dunklen Nadelwalds, der auch als Arlinger Forst bekannt war und sich bis zu den Ausläufern der Trollzacken erstreckte, zu nennen pflegte.

Vor ihnen fiel das Gelände wieder ab und führte auf dem gangbaren, aber kaum für schnellere Ritte geeigneten Weg in ein kleines an der Ufersenke gelegenes und landwärts von einer gut drei Schritt hohen Mauer umgebenes Dorf. Dahinter und an der Mündung des Dergel in den Ochsenwasser aus den gurgelnden Fluten ragend lag jedoch das eigentliche Ziel ihrer Reise. Die Wasserburg Travinianshall, die trutzig aus dem über dem See aufsteigenden Morgennebel ragte. Stammsitz des märkischen Ablegers des Ordens des Heiligen Zorns der Göttin Rondra, der vor gut zwei Götterläufen den Löwenbund zur Befriedung der Wildermark ausgerufen hatte. Wulfgar ließ die Hand mit dem Zügel auf den Sattelknauf herabsinken, streckte den Rücken durch und ließ langsam seinen Kopf kreisen. Seine Gelenke knirschten, während er den Anblick auf sich wirken ließ und insgeheim bedauerte, dass Reisende nach Zweimühlen dieselbe Ehrfurcht beim Anblick der alten Zweimühlener Grafenburg wohl kaum verspüren würden. Zu lieblich lag das alte, efeuumrankte Gemäuer mit seinen wohnlichen Türmen und einladenden Fenstern im Herzen der Stadt, entbehrte dabei aber grundsätzlicher Wehrhaftigkeit, die selbst ein befestigter Wehrtempel im nördlichsten Weiden vorweisen konnte. Es war der Krieger, der aus ihm sprach. Der Junge, der in der Moosburger Feste Flaecht-uf-sten aufgewachsen war, seine Jugend auf Burg Räuharsch im Rotwasser verbracht und in Diensten des Stadtherrn von Trallop, Tannfried von Binsböckel, auf der Bärenburg gedient hatte. Rondred Donnerklinge von Salzsteige, seines Zeichens Ardariels und Wulfgars Schwertvater, hatte ihnen einst in seinen Abhandlungen über die Kunst des Krieges und der Belagerung eingebläut, dass eine wahre Burg noch eine weitaus wichtigere Aufgabe erfüllt als nur die offensichtliche.

„Eine wahre Burg lässt den Stolz in der Brust des Betrachters schwellen und nährt die Gewissheit, dass sie über alle ihrer Schutzbefohlenen wacht. Das hier nicht nur die Hand lebt, die herrscht und Recht spricht, sondern auch die Faust, die den Schild eines jeden Angreifers, sei er noch so vermessen und kühn, zerschmettert.“ Die Andeutung eines Lächelns huschte über seine bartgesäumten Mundwinkel. Er hoffte, dass die Zweimühlener ihre Hoffnung aus ihren Taten und nicht dem Anblick ihres Prunkschlösschens schöpften. Der aufkommende Wind, der über die Erhebung strich, blähte die rot-weiß geviertelte Wappendecke, die Graf Hagen trug, auf und ließ an seiner Flanke stolz das Balihoer Wappen, die zwei silbernen Wagenräder auf Rot, flattern. Die Geräusche wogenden, sich in der Brise räkelnden Stoffes aus Richtung der emporragenden Spitzen der am Sattel befestigten Lanzen verrieten ihm, dass es ihm die Banner an deren Ende kurz unter dem blinkenden Stahl gleichtaten. Das war ihr Stolz, die sich unbeugsam im Hauch der Berge regenden beiden übereinander gestellten, roten Mühlenflügelräder auf Gold, auf Fahnen schräg geteilt in Rot und Gold. Ein Wappen, das sie, seitdem die Truppen des Bundes auf den Feldern vor Talf den Vormarsch des Falkenbundes zum Erliegen gebracht hatten, nicht mehr zu verstecken brauchten. Dass in einem Atemzug genannt wurden mit dem tiefer in der westlichen und nördlichen Wildermark operierenden Bund der Stahlherzen, dem Aufgebot der Kaiserlichen, dem ansehnlichen Tross der Häuser Rabenmunds und Bregelsaum, ja gar auch dem Gefolge des Cronverwesers Ucurian von Rabenmund, dem sie die Stirn geboten hatten. Den Gedanken an den Preis, den sie bezahlt hatten, würgte er herunter, als Aruna auf Roana zu ihm aufschloss und sich an seine Seite gesellte. Aller Pracht im Licht des Mals leuchtender Rüstungen, der in kräftigen Farben gehaltenen Wappen und Röcken und der geschmückten Pferde zum Trotz war sie diejenige, die alles überstrahlte.

Ihre aufrechte, stolze Haltung, die in keinem Moment wie die eines geschulten, sondern wie die eines geborenen Reiters wirkte und jeglicher Bewegung im Sattel eine Leichtigkeit verlieh, wie sie selbst erfahrene Turnierreiter niemals an den Tag würden legen können. Sie ließ es einfach aussehen von der Art, wie sie die Zügel führte, wie ihr Körper mit den Bewegungen ihrer eleganten Stute verschmolz, bis hin zu dem Moment, an dem sie wieder vom Pferderücken glitt. Die vollendete Reiterin. Obgleich der stählerne wie exotische Helm mit seinem auffälligen Schweif aus Rosshaar über den Satteltaschen festgezurrt, im gleichmäßigen Tritt Roanas mitschwang und somit dem Bild der Amazone aus den Legenden seine Vollendung verwehrte, kam er nicht umhin, ihre Erscheinung, die sich ihm hier in ihrer reinsten Form darbot, zu bewundern. Der kunstvoll verzierte Bronzekürass, die sich eng und in fast sinnbildlich schützender Umarmung an ihre schlanke, kampfgestählte und dabei keinesfalls der Weiblichkeit entbehrenden Körperform schmiegte, dabei die fein geschwungenen, ja von begabter Hand gemeißelten Schultern und Arme entblößte, deren sonnengebräunte Haut jede Regung, jedes noch so kleine Spiel der bei Berührung felsenharten Muskeln preisgab. Ebenso ihre langen, schlanken Beine, die gekrönt vom wippenden ledernen Streifenschurz gegen die kraftvollen Flanken ihres edlen Amazonenrosses gepresst lagen, ohne dass auch nur der kleinste Hinweis in ihrem Gebaren Anstrengung verriet. In deren weiblicher Anmut nur der im Kampf geschulte Betrachter jene Stärke zu erahnen vermochte, die der bewegungsintensive Kampfstil der Amazonen von den Töchtern der Donnerin einforderte. Eine fahle, ausgebleichte Narbe hob sich auf ihrem linken, ihm zugewandten Oberschenkel von ihrer dunkleren Haut ab, aber Wulfgar war sich sicher, dass sie nur ihm auf den ersten Blick auffiel. Er kannte ihre Narben, jede einzelne davon.

Der Blick, den sie mit ihren im Glanz der aufgehenden Sonne dunkel leuchtenden, fast ölig schimmernden braunen Augen in die Senke warf, war prüfend, entschlossen und verströmte den unbeugsamen, unerschütterlichen Stolz, den er so an ihr bewunderte. Jetzt in diesem Moment. Er wusste, dass dieses Gesicht in all seiner fast mystischen und exotischen Schönheit einer nach der Göttin selbst geformten Kriegerin auch Trauer, Freude und … Liebe in einer Form ausstrahlen konnte, dass sie ihn in seinem tiefsten Inneren berührten. Wie es Rondra selbst gebot, loderte in allem, was sie tat, die aufrichtigste und unverfälschteste Form der Leidenschaft, die er jemals in einem Menschen erlebt hatte. Ihr wallendes, kastanienbraunes Haar umpeitschte ungezähmt ihre edel geschnittenen Züge und sie begann erst jetzt die wilde Flut in einem Zopf zu bändigen. Aruna liebte das Gefühl des Windes in ihren offenen Haaren. Wie er mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nahm, entzogen sich auch dieses Mal die beiden widerspenstigen Strähnen ihren geübten Handgriffen und umtanzten weiter unverzagt, entfesselt ihr schönes Gesicht. Er hatte ihr unzählige Male gesagt, dass die beiden ihr edles und sonst auch ein wenig streng wirkendes Mienenspiel wundervoll einrahmten, aber sie hatte sie jedes Mal spielerisch und mit schmollend geschürzten Lippen aus ihrem Blickfeld gepustet. Vielleicht hatten seine Worte aber doch etwas bewirkt, immerhin schien sie sich daran nicht mehr zu stören. Er warf ihr ein liebevolles, wissendes Lächeln zu und nur für einen kurzen Moment, in dem sie sich an der Spitze der Gesandtschaft alleine und für sich wähnten, geriet das einem Tempelfresko entsprungene Bild der fleischgewordenen Amazone ins Wanken, als sie es fast schüchtern und geschmeichelt in diesem flüchtigen Augenblick erwiderte. Dann blätterte der für einen Wimpernschlag durchschimmernde Ausdruck der Frau, die er so schätzte … ja, liebte, mit dem nächsten Windstoß von ihrem Antlitz ab und ihre Konzentration richtete sich wieder auf das kleine Dorf und die daran angrenzende Festung.

Fast widerstrebend löste er seinen Blick von ihr und seine Augen folgten ihren hinab in die Senke. „Und du bist dir sicher, dass das eine gute Idee ist?“ Wulfgar zuckte mit den Achseln und setzte schief lächelnd eine Unschuldsmiene auf. „Wann hatte ich jemals eine schlechte?“ Ihre braunen Augen blitzten kurz kampfeslustig auf, sie blieb ihm jedoch eine Erwiderung schuldig und lachte stattdessen nur kurz auf. „Zugegeben, Kaiser Valpos Entzücken nach der Ernennung von Erlan zum Statthalter spielen zu wollen, war keine meine Sternstunden, aber wir wären bestimmt miiiindestens bis Darpatien gekommen, wenn Paske nicht schon in Almada schlappgemacht hätte.“ Ein spitzbübisches Grinsen konnte Wulfgar sich nicht verkneifen, noch weniger er aus dem Augenwinkel ihr Kopfschütteln wahrnahm und wusste, dass auch ihre Lippen dabei ein leicht tadelndes, aber zugleich belustigtes Lächeln zierte. Er fühlte das Bedauern in sich aufsteigen, dass sie sich in den vergangenen Wochen gefühlt so weit voneinander entfernt hatten, sie sich vielleicht sogar gemieden hatten, weil sie beide nicht wussten, wie sie mit ihrer Situation … dem Verlust umgehen sollten. Einfach nur reden wäre wohl das gewesen, was die meisten anderen gemacht hätten … einander trösten. Aber so einfach war das nicht. Nicht für ihn. Nicht für sie beide. Sie waren Krieger. Sie fürchteten den Tod nicht, solange es nur um sie selbst ging. Einen solchen Verlust zu verkraften, war etwas gänzlich anderes. Wulfgar hatte versucht damit seinen Frieden zu machen, den Tod ihres ungeborenen Kindes zu akzeptieren … ihn hinzunehmen. Aber verheilen würde diese Narbe niemals ganz. Und da er seinen eigenen Schmerz kannte und erlebt hatte, fürchtete er sich vor der Flut an Emotionen, die er in Aruna bei diesen Gedanken aufwühlen könnte. Die sie beide mitzerren und in unterschiedliche Richtungen davonreißen könnte. Sicherlich war das ein Teil seiner Angst. Aruna jetzt auch noch zu verlieren.

Er hatte sich entschieden, diesen Kampf in sich selbst auszutragen. Nicht alleine, dazu war Paskes Anteil an seiner langsamen Genesung zu groß gewesen, aber dennoch, davon war er überzeugt, auch für sie. Um ihr zu zeigen, zu beweisen, dass er noch immer derselbe war. Dass sich für ihn nichts geändert hatte. Das, was sie verloren hatten, war nicht vergessen und er würde dafür sorgen, dass diese Erinnerung nicht verblassen würde, aber jetzt brauchte Aruna ihn. Wulfgar. Als den Menschen, der ihr immer zur Seite gestanden hatte. „Träumst du schon wieder?“ durchbrach ihre Stimme seine Gedanken und er schüttelte sie ab, während ein verschmitztes Lächeln seine Mundwinkel in die Höhe schob. „Vielleicht …“ raunte er und ließ seinen Blick ganz offensichtlich einige Momente zu lang genießerisch über ihre Gestalt gleiten. Schelmisch zwinkerte er ihr zu und genoss es sichtlich sich einzubilden, dass sich unter der sonnengebräunten Haut ihre Wangen röteten. Zumindest redete er sich das ein. Im aufsteigenden Licht der Praiosscheibe, das sich über die zerklüfteten Gipfel des Gebirges reckte, zerflossen solcherlei feine Kleinigkeiten im hellen Glimmen, das sich mit stetig wachsender Kraft und Wärme über die gezackten Berge, den See, die Ebene vor ihnen, aber auch über seine Begleiterin und ihn selbst ergoss. „Ich für meinen Teil würde als einer deiner Arbeiter in Talf ja die Gelegenheit nutzen und in Abwesenheit meiner gestrengen Vorarbeiterin schön eine Hängematte zwischen zwei bereits gestellten Säulen spannen und mir die letzten, wärmenden Strahlen vor dem ersten Schnee auf den Pelz brennen lassen.“ Aruna tätschelte sanft Roanas Hals. Die Stute schnaubte behaglich, aber das kurze Scharren ihrer Hufe verriet, dass sie am liebsten von dem ausgetretenen Pfad abgewichen, ausgebrochen und entlang der Uferlinie über die scheinbar endlose grüne Weite gen Praios gesprengt wäre. In ihrem Temperament mit oder ohne Reiterin. Aber Arunas beruhigendes Klopfen galt beiden, kämpfte die Amazone sicherlich gegen den selben Trieb, den gleichen Impuls an.

Wer konnte es den beiden verdenken? Seit etwas mehr als zwei Götterläufen war Zweimühlen jetzt ihr neues Zuhause. Es war ihnen eine zweite Heimat geworden, aber dennoch hielten die Palisaden nicht nur die Bedrohung von der stetig steigenden Zahl der Städter fern, nein, sie waren auch Sinnbild für die Verantwortung, ihre eigene Verpflichtung, die sie an Verbündete, Schutzbefohlene und Freunde in ihrem schützenden Rund fesselte und sie in die beschaulichen Gassen mit all ihren alltäglichen Sorgen und Herausforderungen sperrte. Ja, die Tore waren niemals fern, von keinem Ort in der Stadt, aber weder Aruna noch Wulfgar wäre jemals ernsthaft in den Sinn gekommen der Stadt unvermittelt den Rücken zu kehren und einfach in irgendeine Himmelsrichtung davonzureiten, wie sie es Jahre zuvor noch getan hatten, wenn Ferne, Abenteuer und die Schlachtfelder der Schwarzen Lande lockten. Etwas hatte sich verändert. Vieles. Alles. Aber inmitten der Wirren und des Kampfes um die Wildermark hatten sie auch zueinander gefunden. „Gut, dass du nicht für mich arbeitest. Außerdem wärst du sicher überrascht, wie viel strenger und herrischer als ich ein alternder, übellauniger Rondrageweihter sein kann.“ Ein kurzes Lachen entwischte ihren Lippen. Grimmige Genugtuung spiegelte sich jedoch in ihrem beiläufigen Schmunzeln, als ihr diese Erkenntnis offenkundig die Gewissheit einbrachte, dass der Bau vermutlich auch an diesem schönen, vielleicht dem letzten für die anstehenden Arbeiten nutzbaren Tag nicht ruhen würde. „Eldrinn hat berichtet, dass er beeindruckt davon war, wie weit ihr schon gekommen seid. Er hat sich wohl bei einer ausgiebigen mittäglichen Pause auf dem Weg nach Gallys mal die Zeit genommen und lustwandelnd bei der Baustelle vorbeigeschaut.“ Wulfgar schüttelte mit dem Kopf und knurrte in gespieltem Ernst. „Wir sollten wohl ein Ausgehverbot nach Gallys erteilen. Einflussreiche Zweimühlener teilen auffällig häufig das Lager mit Söhnen und Töchtern dieses Söldnerlochs. Aber vielleicht ist die Höhenluft auf dem Artema-Berg auch außerordentlich bekömmlich …“

Aruna schmunzelte, aber ihre verräterisch glitzernden Augen bezeugten, dass ihre Belustigung mehr von der Art seines Vortrags herrührte als vom eigentlichen Inhalt. Innerlich verfluchte er sich kurz, dass seine Erzählung zu der vermaledeiten Stadt abgeglitten war. „Ja, der Herr Vogt sollte diese Herumtreiber und Schwerenöter zur Ordnung rufen, bevor sie auf fremden Laken noch etwas Pikantes ausplaudern. Euer Gnaden könnte Hausarrest bekommen, damit kennt sie sich sicher aus … und Küchenverbot in der Burg. Und unser verehrter Herr Magus darf sich nicht mehr zu den Mahlzeiten in der Burg einladen, obwohl wir damit, wie ich fürchte wohl eher den armen Tjolf bestrafen als seinen verwöhnten Herrn.“ Das von ihrem göttergegebenen Ernst gezeichnete, aber dennoch vollkommen aufrichtige Lächeln, dass sie ihm mit ihren Worten schalkhaft zuwarf, war das Schönste, das er seit fast einem Mond an ihr gesehen hatte. Vielleicht … würde alles wieder auf seine gewohnten Pfade zurückfinden? Vielleicht tat er ihnen gut … dieser Ausritt. Der Ausbruch aus dem so vertrauten Alltag, den neuen und alten Gewohnheiten. Ein tiefes, polterndes Lachen entrang sich seiner Brust und er warf den Kopf in den Nacken. „Fürwahr … Herumtreiber …“ gluckste er vergnügt, dann zwinkerte er ihr zu und wandte sich über die Schultern ihrem farbenfrohen Geleit in spiegelnder Platte und Kette hinter ihnen zu. Unter den schmückenden Fahnen, Bannern, Wimpeln und Wappenröcken wahrlich ein Anblick für die Götter. „Bastan, reitet voraus und kündigt uns an. Wir wollen nicht unhöflich sein. Sagt Ihnen … Zweimühlen ist gekommen.“
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Epic!
Kapitel I: Der Drache im Winter
Ein ungewöhnlich harscher Winter hält das liebliche Feld in seinem Griff. Drei Parteien stehen einander gegenüber: Timor-Horas in Horasia, Königin Aldare in Vinsalt und Romin Galahan in Westenende. Die Einheit der Horaslegion ist gebrochen, die kaiserlichen Regimenter haben sich teils Timor, teils Aldare unterstellt.
Prinz Ralman hat mit Timors Hauptmacht in Shumir Quartier bezogen, Nitor della Tegalliani dagegen mit einem königstreuen Heer in Perainidal. Folnor Sirensteen lagert nördlich von Baliiri und beschützt Vinsalt vor Baron Arianos Truppen, die in Bomed überwintern. Arianos Sorge gilt der entkommenen Gräfin Alwene von Bomed, die im Yaquirbruch Verbündete sammelt, um im Frühling ihre Stadt zurückzuerobern.

Romins Gefolgsleute halten die Städte Pertakis, Clameth, Salikum und Westenende sowie alles Land dazwischen, die Küstenstädte Kuslik und Terubis werden mit mäßigem Erfolg belagert. Romin muss erkennen, dass seine Streitmacht es nicht mit dem Heer eines der beiden Kontrahenten aufnehmen kann. Aus dieser Situation heraus unterbreitet er den streitenden Parteien ein Angebot: Seine Unterstützung und die zusätzlichen Truppen seines Gefolges für den, der ihn und seine Familie wieder in allen ihren Erbrechten bestätigt. Dies hieße jedoch sowohl für Timor als auch für Aldare den Hochverrat des Hauses Galahan zu vergessen, auf große Teile des eigenen Hausguts zu verzichten und die Besitztümer einiger treuer Anhänger zu opfern.

Während die Belagerungsarmeen frieren und Romin sich die Zeit mit Hetzjagden und Bällen vertreibt, gedeihen Missgunst und Argwohn im Reich des Horas. Das bezeichnende Bild dieses Winters ist der Botenreiter, der sich durch Eis und Schnee kämpft, um einen privaten Brief, ein heimliches Angebot oder einen Spitzelbericht zu überbringen.


Anfang Hesinde 1028: Romin entsendet Boten nach Horasia und Vinsalt, die sein Angebot unterbreiten.
15. bis 20. Hesinde 1028: Die Winterversammlung des Kronkonvents in Kuslik, der Eiskonvent, wird von Romins Angebot überschattet. Misstrauen vergiftet die Verhandlungen zwischen Timoristen und Aldarenern. Beide Parteien wähnen die jeweils andere bereits mit den Galahanisten im Bunde.
Ende Hesinde 1028: Baron Ariano von Veliris versucht andere Adelige der Grafschaft Bomed mit Versprechungen auf seine Seite zu ziehen.


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Sleep Lost
Hello darkness, my old friend
I've come to talk with you again
Because a vision softly creeping
Left its seeds while I was sleeping
And the vision that was planted in my brain
Still remains
Within the sound of silence
In restless dreams I walked alone
Narrow streets of cobbled stone


Not, I think, the city we saw in the dreams brought upon us by Zandalus, and not what we saw in the mysterious drawings around the city. The cobblestone streets and the ominous gloom reminded me of those dreams, but there was no yellow fog, only normal mist...and the buildings were strange, unreal; instead of stone, wood, and thatch, they towered over me in what seemed to be glass and steel, their faces dark...showing nothing of their interiors, despite windows of astonishing size. Neither did the dream have that eerily gripping quality; I'm not sure how else to put it except to say that it seemed like a normal nightmare, perhaps brought on by stress, even though the imagery seems unfathomable.

It seemed I walked for hours on a single block, thinking nothing of my lack of progress. Then I found myself swept up in the air...flying, or floating, as one does sometimes in dreams. As I rose, I saw that the city was not composed entirely of the astonishingly tall steel and glass towers; in other parts there seemed to be smaller houses, mostly in the Tien style...after all, those are the sort I'm most familiar with, at least above ground...and gardens, parks, shops...only one side of the city seemed so strange.

Then I rose above the clouds, and things grew even stranger. Hanging in the air was what seemed to be another city, or perhaps two cities...smaller than the one below, but consisting almost entirely of those strange rectangular towers, and it seemed they extended irregularly both above and below the plane that served as the ground and streets; I could not say, after waking, if it was two different cities - one above and one below - or all the same one. However, instead of seeming to be steel, or stone, or wood...the entire city seemed leafed with gold. Not built of it, I feel sure...it would have been too soft. But stranger still, from the highest point of the city rose an array of spokes supporting an arch, like part of a wheel, except with some of the spokes extending beyond...perhaps more like a semicircular trellis, since it did not extend below. And intermingled with this sculpture...some several hundred feet high or more, I feel sure...were two golden skeletons. Beyond gigantic, towering over the city...the one to my right with one arm raised as if imparting a lesson or a benediction, and looking down over the city; the one on my left facing out to that side, its arm stretched out and pointing that way, and in the eye socket visible toward me burned what appeared to be a bonfire.

I felt myself tilting and turning in the air, swiveling whether I willed it or not, to look where the skeleton on the left was pointing. I flew closer to it as I turned, I am sure, but I could not look toward it to see how close. In that direction was only blackness, at first, but then the darkness seemed to swirl and part, and quite suddenly the dream no longer seemed so much ominous as absurd, for what I saw was a miner's pick, with a cloth diaper wrapped around it, resting in a cradle...and I heard a deep, booming, rather sheepish-sounding voice that seemed to come from above and farther past the cradle; the voice said "I'm sorry, I forgot to stand on or near some pigs."

And then I woke up.

I have no idea what any of that means. I hope it means nothing. It would be nice to have had a dream that means nothing, again.
Session: The Thrushmoor Terror, session 2 - Saturday, Nov 11 2017 from 11:00 AM to 7:00 PM
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