Recent Posts For Tag: Splittermond

Popular tags:
Back to all Posts (See More...)
1 2 3 5 Next →
Brief aus Harremund
Liebe Eltern,

ich hoffe mein Brief aus Ioria hat euch erreicht und es geht euch gut. Ich bin mittlerweile in Midstad - aber lest selber.

Kurz vor unserer Ankunft in Harremund hab ich Eleyon Wogenstürmer, dem Kapitän unseres Schiffes, die Figur des Narwal-Gottes Baruo gegeben. Es war bestimmt keine meiner besseren Arbeiten, auch hätte ich gerne anderes Holz genommen – aber er schien sich zu freuen. Obwohl das bei vielen dieser Seealben schwer zu sagen ist: Eldarion macht auch immer ein Gesicht als wäre ihm alles egal und wir alle nicht gut genug für ihn, dabei ist er eigentlich gar nicht so, glaube ich – er kann das nur nicht zeigen. Jedenfalls hat mir der Kapitän dann noch ein hübsches Holzkästchen gegeben, da war auch eine Perle drin.

Dann standen wir alle erst mal im Hafen herum in Harremund. Corino gab Eldarion die Nachricht die wir in Weitblick bei einem gewissen Hagen abgeben sollen. Muss ja ziemlich wichtig sein, wenn er uns allen die Schiffspassage gezahlt hat und so – aber was hat wohl so ein Priester Wichtiges mitzuteilen? Wir haben dann noch einen Treffpunkt ausgemacht mit Corino in Harrebrück (wohl kein richtiger Ort sondern eine Siedlung an einer Brücke über die Harre westlich der Hauptstadt).

Tom saß auch da, auf seiner Kiste, er tat mir richtig leid so ganz allein. Ichiro wollte auch abwarten, ob wirklich jemand den Jungen abholt. Ich hab mich jedenfalls erst mal nach Waisenhäusern erkundigt, aber unauffällig – vielleicht wollen die ja keine Waisen hier in Midstad und schicken die gleich wieder weg oder so. Dazu hab ich eine Gruppe Gardisten angesprochen. Die Garde scheint recht groß zu sein denn überall sah man Trupps. Allerdings machten die eher den Eindruck als würden sie nur so ziellos herumlaufen (auch wenn sie aufmerksam alles beobachten) anstatt ordentlich Patrouille zu laufen. Bei Onkel Perhold in der Arwinger Stadtgarde gäbe es da nicht!

Diese Gardisten konnten mir auch weiterhelfen und haben mir den Weg zum Waisenhaus erklärt. Aber man darf hier anscheinend wirklich nichts von Göttern erzählen, es gäbe in Midstad keine Götter mehr wurde mir gesagt. Na ja, die werden schon sehen was sie davon haben: wer nichts von den Göttern wissen will den lassen sie auch in Ruhe – bestenfalls!

Dann wollten wir uns auch eine Unterkunft suchen für die Nacht. Eldarion wollte unbedingt in die „Goldene Axt“, das war uns anderen aber zu teuer. Eldarion ist wohl besseres gewöhnt, aber ich würde mich unwohl fühlen in so einer Umgebung. Ich fand das auch immer ganz unangenehm wenn ich mal mit Meister Abban bei besseren Leuten eingeladen war, wenn die eine Figur von ihm gekauft hatten. Eigentlich war es ja nett von ihm mich mitzunehmen, das Essen war immer ganz toll da (natürlich nicht besser als bei dir, liebe Mutter, nur eben anders) – aber man muss doch immer aufpassen was man sagt und wie man sich verhält und so.

Wir anderen haben uns auch ein Gasthaus gesucht. Das ist sauber und das Bier scheint auch gut zu sein – Flavio hat sich jedenfalls gleich unten in den Gastraum gesetzt. Ich hab mir gedacht ich schau mir mal das Waisenhaus an, nicht dass das so ein dunkles Loch ist wo die Kinder die ganze Zeit getriezt werden und schuften müssen.

Den Weg dahin fand ich auch ganz gut und hörte von weitem Kinderlachen, das hat mich doch etwas beruhigt. Aber beim Näherkommen habe ich zwei Gardisten gesehen die ein weinendes Mädchen zwischen sich hatten und es mit sich zogen. Irgendwie sah die Kleine nicht aus als ob sie etwas wirklich Böses angestellt hatte – und fürs Äpfel klauen auf dem Markt oder so kommt doch nicht gleich die Garde. Zumindest nicht bei uns in Arwingen. Ich bin dann rein, die Tür stand noch offen. Ich hab dann aufs Geratewohl an eine Tür geklopft, aber auch die ging gleich auf und dahinter war ein junger Mensch, der mir auch weiterhelfen konnte. Ja, sie könnten noch ein Kind aufnehmen. Er schien sich dann aber an etwas zu erinnern und fragte mich wo wir herkämen und wie der Junge aussähe und nach dem Namen und so. Es hat sich wohl vor ein paar Tagen ein wohlhabender Mann nach Tom erkundigt, hier im Waisenhaus. Also ist der Junge doch nicht ganz allein – aber wenn seine Mutter so wohlhabende Leute kennt, wieso hat sie Tom dann in eine Kiste gesteckt und nicht normal eine Passage gebucht?

Ich bin dann zurück und wir haben uns abends am Hafen in einer Taverne getroffen, Ichiro hat Tom auch mitgebracht. Eldarion hat Wasser zu trinken bestellt, da hat nicht nur der Wirt etwas komisch geschaut – ich glaube Eldarion kennt sich wirklich noch nicht so aus außerhalb seiner Seealben-Welt. Aber wenn er mit uns gemeinsam reist wird er sich schon was abschauen an Verhalten und Gebräuchen! Nachdem ich von meinen Neuigkeiten aus dem Waisenhaus erzählt habe wollte Ichiro den Namen von dem Mann wissen der sich dort erkundigt hat. Nach dem hab ich natürlich nicht gefragt. Also sind wir alle zum Waisenhaus, mit Tom – aber ohne Eldarion, der ist zurück zu seiner Unterkunft. Ich glaube dem ging es nicht so gut, er hat ab und zu so ein komisches Gesicht gemacht in der Taverne.

Ichiro hat im Wirtshaus dann auch den Namen erfahren: Radek von Erlenfeld. Tom kannte den Namen, das war der Dienstherr seiner Mutter. Dem würde sie ihr Kind natürlich anvertrauen, sie kennt ihn ja. Herr von Erlenfeld wohnt wohl im gleichen Hotel wie Eldarion. Der war auch grad beim Essen als wir dort ankamen, es schien ihm also wieder besser zu gehen. Der Herr von Erlenfeld kam dann auch und schien doch erleichtert zu sein den Jungen wohlbehalten zu sehen. Er scheint wirklich ein wichtiger Mann zu sein, jedenfalls hat er sich uns als „offizieller Gesandter des Königs von Midstad“ vorgestellt. Er würde sich um Tom kümmern und solle das Kind in die Obhut anderer Leute übergeben. Das sind bestimmt Verwandte oder so, wo es dem Jungen bestimmt besser geht als in der Stadt mit seiner Mutter die immer weg ist und arbeitet und ihn einschließt. Jetzt kann ich beruhigt ins Bett gehen, wo ich weiß dass es Tom gut geht!

Ich hoffe es geht euch weiterhin gut und der Winter hat nicht so viel Schnee gebracht. Meinen nächsten Brief werde ich wohl aus Weitblick schreiben, vielleicht erreicht der euch sogar vor diesem, denn das liegt ja an der selenischen Grenze.

Gehabt euch wohl und denkt an eure Tochter Daria
Viewable by: Public
0 comments
Pointer-left Test_thumb
Tia
Posted by the GM
Mondkinder
20150114 Vom "Stolz der Albensee" bis kurz vor Harreburg
Ankunft in Midstad

Die „Stolz der Albensee“ nähert sich Harremund. Daria übergibt Kapitän Wogenstürmer die von ihr gefertigte Figur des Gottes Baruo und erhält von ihm ein Kästchen mit einer grünlich glänzenden Perle.

Harremund

In Harremund geht die Gruppe dann von Bord. Mit Corino wird ein Treffen in Harrebrück vereinbart (westlich von Harreburg), da sei „weniger Obrigkeit“, und er übergibt Eldarion den Brief an Hagen. Auch Tom ist mitsamt seiner Kiste auf dem Kai. Daria erkundigt sich bei einer Gruppe der zahlreich zu sehenden Gardisten nach einem Waisenhaus und dem Weg dahin.

Ichiro will den Jungen im Auge behalten, wer ihn abholt. Die anderen verabreden sich für den Abend in einer Taverne am Hafen mit ihm und gehen sich eine Unterkunft für die Nacht suchen: Eldarion wählt das erste Haus am Platz die „Goldene Axt“, die anderen entscheiden sich für das einfachere Gasthaus „Harremund“. Dort lässt sich Flavio im Schankraum nieder, während Enya zum Kräutersammeln vor die Stadt geht und Daria sich erst einmal das Waisenhaus näher anschauen möchte. Dort sieht sie wie zwei Gardisten ein sich sträubendes Mädchen wegziehen.

Im Waisenhaus erhält sie interessante Auskunft: Es hat sich wohl jemand erkundigt ob ein Junge namens Tom, auf den auch die Beschreibung passt, dort sei. Generell sei aber Platz für den Jungen.

Abends treffen sich alle in der Taverne am Hafen und tauschen sich aus. Ichiro hat nichts bemerkt, niemand wollte den Jungen abholen und so hat er Tom dabei. Eldarion geht danach in seine Unterkunft und die anderen zum Waisenhaus. Dort erkundigt Ichiro sich nach dem Namen desjenigen der nach Tom fragte. Es sei Radek von Erlenfeld – den Namen kennt Tom, das sei der Arbeitgeber seiner Mutter. Von Erlenfeld wohnt in der Goldenen Axt, also begibt sich die Gruppe dorthin.

Der Adelige stellt sich als „offizieller Gesandter des Königs von Midstad“ vor und ist hocherfreut den Jungen zu sehen, verspricht sich um ihn zu kümmern. Er solle ihn anderen übergeben.

Reise nach Weitblick

Vor Antritt der wohl 17 Tage dauernden Reise statten sich alle mit Notwendigem wie zusätzlichen Decken aus. Die Reise führt über Ostroden und verläuft zunächst ereignislos. Zwei Tage vor Weitblick aber geschieht nachts ein Überfall durch Rattlinge. Die Gefährten sind siegreich und töten die Rattlinge, Ichiro aber wird stark verletzt und auch Eldarion verletzt sich. Enya ist geistesgegenwärtig genug und sammelt die Waffen der Gegner ein.

Weitblick

Die Stadt ist sehr eindrucksvoll, teilweise in den Stein gehauen, mit breiten Straßen und turmartigen Häusern und, wie Eldarion und Ichiro herausfinden, auch einer begabten zwergischen Heilerin. Im Gasthaus „Zum Höhenturm“ in dem abgestiegen wird ist auch alles, selbst die Stühle, aus Stein. Interessant aber ist die Maske der Hekaria an der Wand – eigentlich sind in Midstad alle Götter und vor allem Hekaria verboten...

Der Markt in Weitblick wird eifrig in Anspruch genommen: es werden die erbeuteten und von Daria geschärften Rattlings-Säbel verkauft, Daria erwirbt eine Holzfigur eines Midstader Widders und – nach den Erfahrungen des Überfalls auch zwei Heiltränke.

Hagen erhält das Schreiben von Corino und übergibt auch eine Antwort, übergibt auch einen Botenlohn von 20 Lunaren insgesamt.

Reise nach Harreburg

Auch diese Reise verläuft größtenteils ereignislos – aber in einer Nacht, als Daria Wache hält, erscheint gegen Morgen eine vargische Ritterin. Sie hat anscheinend die Nacht durchzecht und sucht eine Gelegenheit sich zu prügeln. Daria weckt mit lautem Rufen ihre Gefährten und scheint, trotzdem sie von der Gegnerin gepackt wurde, nicht in Gefahr zu sein – bis Flavio mit der Bemerkung „Es riecht nach Hund!“ aus seinen Decken kriecht. Das erbost die Vargin so sehr dass sie mit Daria nach Flavio wirft. Nach einigem Hin und Her verlässt Ritterin dann immer noch erzürnt den Lagerplatz der Gruppe. Ohne Verletzungen kann die Gruppe die Reise nach Harreburg fortsetzen.
Session: Der Fluch der Hexenkönigin II - Wednesday, Jan 14 2015 from 6:00 PM to 10:30 PM
Viewable by: Public
0 comments
20150107 Ein Auftrag von Corino
Samutia

Tief und fest hatte Daria nach den Aufregungen des vergangenen Abends geschlafen. Noch nicht einmal geträumt hatte sie, obwohl ihr nach dem Aufwachen ein Schauer über den Rücken lief beim Gedanken an die Eisfee und ihr böses Treiben. Ein Glück dass sowohl Corino als auch das andere Opfer mit dem Leben davon gekommen waren. Als sie jenen Mann in dessen Keller gefunden hatten, mit einer dicken Eisschicht überzogen, hatte sie nicht geglaubt dass noch Leben in ihm sei! Und erst die Begegnung mit der Eisfee – nein, am Besten nicht mehr daran denken... Lieber dachte sie an das Fest zuvor, wo sie wider Erwarten viel Spaß gehabt hatte – gegen Varge und Zwergen bei einem Trinkspiel zu gewinnen, dass war schon was für eine junge Gnomin!

Dummkopf schlief noch tief und fest, deswegen ließ sie das Frettchen oben und ging hinunter zum Frühstück. Corino, der Wahrheitsfinder, saß als einzige bekannte Gestalt in der Gaststube. Sie setzte sich zu ihm und frühstückte, der Brei – lecker mit Zimt gewürzt – füllte den Magen und tat richtig gut.

Die anderen kamen nach und nach herunter und man begann zu plaudern bis Corino über einen Auftrag sprach, den er zu vergeben hätte. Eine Nachricht sei zu überbringen, an einen gewissen Hagen in der Stadt Weitblick in Midstad. Corino würde auch die Unkosten der Überfahrt dorthin übernehmen. Eigentlich wollte Daria ja in Ioria bei dem bekannten Miniaturenschnitzer Sabinus vorsprechen, der ihr von ihrem alten Lehrmeister Abban empfohlen worden war: wenige könnten so feine Details aus Holz herausarbeiten wie er und sie könne da gewiss noch etwas lernen. Aber einer solchen Persönlichkeit wie Corino tat sie gerne einen Gefallen – und Sabinus würde ja auch danach noch hier sein.

Schiffsreise

So schifft sich die Gruppe am nächsten Tag auf der „Stolz der Albensee“, einer Dhau unter der Leitung von Eleyon Wogenstürmer, Steuermann (?) ist Darion, ein schon recht alter Alb mit weißem Bart und grauweißen Haaren. Schlafen tun alle in Hängematten in einem großen Raum, nur der Kapitän hat eine eigene Kajüte. Außer der Gruppe gibt es noch zwei Passagiere, zwei menschliche Frauen, eine davon anscheinend krank. Diese halten sich aber abseits, bekommen auch ihr Essen nach unten gebracht.

Einige aus der Gruppe wollen sich während der Fahrt nützlich machen: Enya kocht, Ichiro überwacht einen Laderaum samt Inhalt und macht sich auch sonst nützlich. Daria schnitzt an einer Figur von Baruo, einem Gott in Walgestalt, als Geschenk für den Kapitän.

Der Hafen von Drevilna wird für einen kurzen Aufenthalt angelaufen, neuer Proviant und Ladung kommt an Bord. Schon am gleichen Abend geht es weiter.

Diebstahl und ein blinder Passagier

Die Idylle an Bord wird unterbrochen als Samira (die Gesunde der beiden Menschenfrauen) an Deck kommt und den Kapitän informiert ihr sei ein wertvolles Schmuckstück entwendet worden. Sie hätte es immer bei sich gehabt, auch in der Hängematte darauf geschlafen, und nun sei es weg. Es handelt sich um eine goldene Kette mit einem roten Schmuckstein daran. Als Ichiro daraufhin in den Laderaum schaut ist eine Schatulle, die zwar unverschlossen kam, von ihm jedoch zur Sicherheit tags zuvor verschlossen wurde, offen! Darin befinden sich außer einer Decke nur Essensreste. Enya wiederum findet eine Decke im Beiboot...


Ichiro durchsucht systematisch das Schiff nach einem möglichen blinden Passagier, der Kapitän öffnet ihm auch in seine Kajüte und lässt ihn auch darin kurz nachschauen. Da ist plötzlich über das ganze Schiff der Schrei eines Kindes zu hören und ein anschließendes lautes Aufprallgeräusch im Wasser.

Enya und Daria laufen zur Reling: da ist anscheinend etwas oder jemand ins Wasser gefallen oder gesprungen oder vielleicht auch gestoßen worden...

Enya nimmt ein in der Nähe liegendes Seil, vertäut es am Schiff und an sich und springt ins Wasser. Ichiro kommt auch und springt hinterher. Gemeinsam schaffen sie es einen menschlichen Jungen an die Wasseroberfläche zu holen und dann auch an Bord.

Der Junge wacht auf und ist ziemlich verwirrt, fragt nach seiner Mutter und fragt wieso er auf einem Schiff sei. Das Letzte, an das er sich erinnern könne, war gewesen dass seine Mutter ihm gesagt habe er solle schlafen. Sein Name sei Tom, er sei in der Kiste im Laderaum aufgewacht und habe Hunger gehabt. Der hat ihn dann in die Kombüse geführt und er ist mitsamt der gestohlenen Lebensmittel in das Beiboot. Er hatte anscheinend einen Dietrich dabei, von ihm Lenni genannt, mit dem er die Schlösser an Kiste und Tür öffnen konnte. Den Dietrich hat er anscheinend im Wasser verloren und er ist sehr traurig darüber. Ichiro schenkt ihm einen seiner Dietriche. Eine Durchsuchung der Kleidung des Jungen bringt auch keine weiteren Erkenntnisse, es findet sich ein Taschentuch in das der Name Tom eingestickt ist.

Während nun alle bis auf die beiden Menschenfrauen an Deck sind geht Ichiro noch mal das Schiff genauer nach der Kette durchsuchen – schaut überall nach, in der Kajüte des Kapitäns, in allen Kleidertruhen und Taschen. Er findet sie aber nicht, obwohl sich in einem Versteck des großen Raumes unter Deck ein Geldbeutel findet, den er zurück legt.

Daria geht mit Tom unter Deck um ihm Sachen von ihr zu geben – das sollte ihm wohl als einziges von der Kleidung hier auf dem Schiff passen. In ihrem Rucksack verborgen findet sich die Kette. Daria nimmt den Rucksack und geht mit dem Jungen sofort nach oben und informiert den Kapitän.

Das Urteil des Kapitäns

Der glaubt ihr dass sie die Kette nicht gestohlen oder selbst dort verborgen habe und nachdem Ichiro ihm von seiner Durchsuchung erzählt und dass die Kette kurz zuvor noch nicht in dem Rucksack gewesen war und außer den beiden Frauen ja alle an Deck gewesen seien – da fällt sein Verdacht natürlich auf diese, dass sie die den Diebstahl nur vorgetäuscht hätten. Er konfrontiert sie mit damit und verurteilt sie dazu, auf einer Insel ausgesetzt zu werden. Ichiro protestiert laut und auch Daria kann diesem Urteil eigentlich nicht zustimmen.

Tom wird weiter ausgefragt, kann aber keine erhellenden Angaben machen. Anscheinend hat seine Mutter die Kiste Darion gegeben zum Transport nach Midstad, sie hatte wohl Sex mit ihm. Ob sie generell Prostituierte war, ist schwer zu sagen – Tom gab sie habe für einen reichen Herrn gearbeitet (Name „was mit Bäumen und einem Feld und von“), der aber nicht immer dagewesen sei sondern Anweisungen geschickt habe. Sie sei viel weg gewesen und habe beim Herrn im Haus gearbeitet, Besuch habe sie nur ab und zu von drei Leuten erhalten, zwei Männern und einer Frau. Da habe sie oft geweint und geschrien, aber genaues wisse er nicht weil sie ihn ja immer in seinem Zimmer eingeschlossen habe.

Darion gibt keine weiteren Auskünfte zur Kiste, nur dass er sie in Harremund an jemanden übergeben soll. Auf weitere Nachfragen seitens Ichiros reagiert er immer aggressiver. Die Gruppe überlegt hin und her was da wohl die Hintergründe seien und was am besten mit Tom geschehen solle, kommt aber zu keinem Schluss und überlegt erst einmal abzuwarten was in Harremund geschehen würde.

Die Bestrafung


Schließlich kommt das Schiff an eine Insel (~800x200m, Bäume, Anhöhe), auf der die beiden Frauen wirklich ausgesetzt werden. Der Kapitän ist nicht umzustimmen, sagt es sei ein Gottesurteil, sie könnten ja von einem anderen Schiff aufgenommen werden – und wenn sie noch am Leben seien, wenn er auf dem Rückweg hier vorbei komme würde er sie wieder an Bord nehmen.

Ichiro gibt den zwei noch seinen eigenen Proviant und andere nützliche Dinge wie einen Dolch und eine Zunderbüchse, dann nimmt das Schiff wieder Fahrt auf und überlässt die verzweifelten Frauen ihrem Schicksal...
Viewable by: Public
0 comments
20150103 Sarnburg und der Aufbruch nach Palitan
Die Reise von Albronnen nach Sarnburg verlief ruhig und ereignislos.

In Sarnburg wurde sich erst einmal erkundigt wann das Portal des Mondpfads sich das nächste Mal öffnen würde. In vier Tagen würde dies vermutlich der Fall sein und wenn man in der Karawane mitreisen wollte würde dies 40 Lunare kosten. Keiner in der Gruppe war fähig oder willens dies auszugeben und so wurde beschlossen nach Alternativen zu suchen.

Aurea Selanne entstammt einer weitverzweigten Händlerfamilie aus Arwingen (auch wenn ihr Vater sein Geschäft nach Ioria verlagert hat) und sie erinnerte sich daß ihre Mutter einmal einen in Sarnburg lebenden entfernten Verwandten erwähnt hatte. Nach diesem entfernten Onkel Drakon, der Tuchhändler sei, wurde gesucht und am Rande des Gerberviertels wurde man auch fündig. Drakon empfing Aurea und ihre Begleiter freundlich und beantwortete viele Fragen, besonders Einzelheiten zur Portalgilde und Reise auf dem Mondpfad nach Palitan in Zhoujiang. Die Führer seien alle Mitglieder der Portalgilde, man müsse nicht mit der Karawane reisen sondern könne auch privat einen Führer anmieten. Diese seien am Sitz der Portalgilde anzutreffen.

Es wird Hochprozentiges angeboten und freundlich parliert, besonders Yin Wen tauscht sich über Stoffe und den Handel mit ihnen aus. Auch wo man Abnehmer für magische Artefakte finden könne wird besprochen, denn Nelox hat ein solches zu verkaufen.

Letzteres sollte sich aber als gar nicht notwendig herausstellen, denn kurz nach dem Verlassen des Gerberviertels stieß man durch Zufall auf eine Menschenfrau die ein Geschenk für ihren Sohn sucht, der Soldat ist. Da kommmt natürlich ein solches Artefakt gerade recht! Man wird sich handelseinig und Nelox ist eine Sorge ärmer sowie um 50 Lunare reicher.

Im “Namenlosen Gasthaus” werden Zimmer genommen und gespeist. Jarrgo schnappt ein interessantes Gerücht auf: Es soll letztens ein Reisender auf dem Mondpfad verschollen sein. Näheres war aber nicht zu erfahren.

Am nächsten Tag bekam man vor dem Haus der Portalgilde schnell Kontakt mit einer Führerin. Sie verlangte pauschal 200 Lunare für eine Gruppe von maximal 10 Leuten. Da wir nur acht Personen waren wurde nach zwei weiteren gesucht und schnell wurde man fündig: Die Gerberswitwe Silva wollte mit ihrem Sohn Samon nach Palitan, sie hätte dort eine Arbeitsstelle angeboten bekommen. Viel Geld hatte sie zwar nicht, aber Aurea und Nelox übernahmen den Anteil des Kindes.

Nun waren noch mindestens drei Tage Zeit bis zum Aufbruch (private Gruppen durften erst am Tag nach der Karawane aufbrechen und diese startete am Morgen nach dem Öffnen des Portals) und jeder vertrieb sie sich auf seine Weise. Jarrgo übte sich im Bogenschiessen, Nelox stellte eine Schriftrolle für Yin Wen her und Aurea kaufte ein Fläschchen exotischen Rums als Gastgeschenk für Drakon und erwarb zudem Heilkräuter aus denen Nelox vielleicht einen Heiltrank brauen könnte - immer besser wenn man so etwas dabei hat!

Dann endlich begann die Reise auf dem Mondpfad nach Palitan. Der Weg war recht gut ausgebaut, mit einigen Wirtshäusern entlang des Weges, und erschien meist so fremdartig gar nicht. Bis es dann zu solch Dingen kam wie den über Nacht wachsenden Disteln, die ein ganzes Tal bedeckten und es wurde einem schlagartig wieder klar dass hier halt nichts “normal” war. Schließlich kam man an ein Wirthaus das schon klar von der Kultur Zhoujiangs beeinflusst.

Dort wollte man gerade zur Ruhe kommen als Silva um Hilfe rufend in die Gaststube kam: Ihr Sohn sei in den Wald gelaufen. Wir rufen nach dem Kind, glauben es auch antworten zu hören, können es aber nicht sehen. Hilfe von anderen ist nicht zu erwarten: “Wer den Mondpfad verlässt ist verloren”. Damit will sich die Gruppe aber nicht abfinden - Kattle, Nelox’ junger Feenwolf, soll dabei behilflich sein. Glücklich ist Nelox zwar nicht damit, seinen kleinen Begleiter in den Wald zu schicken, lässt sich aber überreden. [[Aurea, Jarrgo und Yin Wen machen sich dann auf in den Wald und folgen Kattle, der schnell eine Spur aufgenommen hat. Diese führt auch zu dem Kind, das in einem an ein einem Seil hängenden Käfig gefangen ist. Etwas entfernt im Gebüsch ist das Geweih eines Hirsches zu sehen.

Jarrgo versucht das Seil des Käfigs zu durchschießen, was nach einem Fehlversuch (bei dem er sich erst selbst verletzt) auch klappt und der Käfig fällt zu Boden worauf das Kind auch frei kommt. Dann wird wieder Kattle gefolgt, der auch den Rückweg sofort findet und zu Nelox zurück läuft. Allein da zeigt sich die Feenmagie: So schnell die Helden auch laufen, sie kommen nicht vom Fleck und dem Mondpfad nicht näher. Nachdem Kattle schließlich nach Nelox heulend zusammen bricht kommt es zur Konfrontation mit dem hirschgestaltigen Feenwesen.

Dieser will uns nicht ziehen lassen, gibt aber nach einigen Diskussionen das Kind frei das Richtung Pfad läuft. Yin Wen versucht herauszufinden was der Feen-Hirsch möchte - dieser gibt zwar wenig direkte Antwort aber klar ist dass wir gefangen genommen werden sollen. Schließlich kann Jarrgo das Palaver nicht mehr ertragen und schiesst auf den Hirschen worauf dieser im Wald verschwindet.

Die Helden versuchen einen Weg zum Mondpfad zurück zu finden, aber nicht direkt sondern schräg zum direkten Weg um so vielleicht dem Bereich der Feenmagie zu entkommen. Dies gelingt schließlich auch und Nelox kann glücklich seinen Kattle wieder in die Arme schliessen. Der Junge Samon wird auch glücklich von seiner Mutter in Empfang genommen und ermahnt so etwas nie wieder zu tun.
Viewable by: Public
0 comments
1 2 3 5 Next →