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Ende Neth bis Abadius
Nachdem wir uns einen ganzen Tag ausgeruht haben, machten wir uns auf, den Wald weiter zu erkunden. Wir hatten Kunde, dass ein Irrer sich dort aufhalten solle, also waren wir dementsprechend vorsichtig. Nachdem wir den uns verfolgenden Irren gesichtet hatten, schlossen wir den Plan ihn nah genug herankommen zu lassen, um ihn mit Pfeilen durchlöchern zu können. Allerdings lauerte uns sein Freund, ein Leopard, auf und griff uns an, bevor wir unseren Plan in die Tat umsetzten konnten. Der Leopard fiel, nachdem er den ersten Schlag in diesem Kampf ausführen durfte, mit Pfeilen durchlöchert zu Boden. Der Irre bot uns auch keinen schweren Kampf und fiel einige Sekunden später, ohne großen Schaden anzurichten. Er sah dem Einsiedler Bekken erstaunlich ähnlich. Den Rest des Gebietes konnten wir ohne weitere Zwischenfälle erkunden.
Im nächsten Gebiet hörten wir einen heftigen Disput aus einiger Entfernung. Natürlich machten wir uns auf den Weg zu diesen Unruhestiftern. An einem kleinen See, umringt von wunderschönen Bäumen, trafen wir dann auf Meljannse der Nixe und Lorex mit seiner Gruppe Holzfäller. Offenbar wollten die Holzfäller die sogenannten Couchwood-Bäume fällen, die um den See der Nixe herum wuchsen. Natürlich gefiel das der Nixe gar nicht, weshalb sie zwei der Holzfäller verzaubert hatte, um ihr im Falle eines Kampfes beizustehen. Wir versuchten natürlich deeskalierend an diese Situation heranzugehen. Nach langem hin und her, vielen Beleidigungen, Bedrohungen und Bestechungsversuchen, fiel uns ein, dass wir eine Gruppe dieser Bäume nicht weit von hier schon einmal gesehen hatten. Wir schlossen deshalb ein Abkommen mit den beiden Gruppen, dass wir die Holzfäller zu dieser Stelle führen und für die Nixe sogenannte "Feathertokens" besorgen, welche anscheinend nur als Geschenk einer Dryade zu erhalten sind. Als Dankeschön bekommen wir von den Holzfäller dafür ein bisschen Gold. Um der Nixe unseren guten Willen zu zeigen, lies ich meine Waffe in ihrer Obhut(Ich frage mich, ob sie für immer ihre Stimme verloren hat, oder ich einfach nicht würdig genug bin, um sie zu hören... Ich muss dringend mehr Duelle absolvieren!).
Nachdem wir die Holzfäller zu den Bäumen gebracht und unseren Lohn eingestrichen haben, machen wir uns auf den Weg zu dem Gebiet, von dem wir vermuten, dass dort eine Dryade lebt. Auf dem Weg dorthing fallen uns viele Spinnennetze in den Baumwipfeln auf, weshalb wir besonders vorsichtig vorgehen. Prompt entdeckten wir zwei riesige, schwarze Spinnen, von unserem Waldläufer als Schwarze Witwen deklariert. Da wir nicht als ihr Mittagessen enden wollten, griffen wir sie natürlich an. Navarion durchlöcherte die Spinne mit Pfeilen, ich mache ihr dann mit einem gezielten Schuss dann den Gar aus. Die zweite Spinne floh, woraufhin Navarion ihr noch zwei Pfeile hinterherschickt, was ihre Flucht allerdings nicht verlangsamte. Als wir den Weg folgten, trafen wir auf Tyressia, die Dryade, welche gerade die Wunden eines Satyrs(Falchos) versorgte. Sie berichtete uns, dass sie in Schwierigkeiten sei, da eine bösartiger Ent, ein sogenannter Scythe Baum, sich in ihrem Wald befände und ihre Existens bedrohe. Sie ist damit einverstanden, dass wenn wir den Baum besiegen, sie uns als Dankeschön Feathertokens herstelle.
Am darauffolgenden Tag machten wir uns deswegen auch auf den Weg diesen Baum zu finden. Auf dem Weg tiefer in den Wald kam uns ein modriger Gestank nach Tod und Verwesung entgegen und die Pflanzen sahen immer kränker aus. Wir wussten, dass wir richtig waren. Plötzlich lichtete sich der Wald und wir sahen uns drei riesigen Bäumen entgegen. Auf Ansprache reagierte keiner von ihnen, also ging ich auf sie zu und klopfte gegen sie. Nachdem ich vor den dritten, am weitest entfernte Baum, trat, wird Navarion aus dem Dickicht von einem dicken Ast getroffen. Kein guter Anfang für einen Kampf, denn Navarion wird so stark verletzt, dass er das Bewusstsein verliert und erst wieder aufgeweckt werden muss, dafür stellte sich Mephisto heroisch in den Weg des Baumes, woraufhin dieser auch sehr stark verletzt wird, ich konnte meinen Kameraden erst ein paar Sekunden später zu Hilfe eilen, da ich ein Stück entfernt die drei harmlosen Bäume überprüft hatte. Fantir war den ganzen Kampf damit beschäftigt Navarion und Mephisto aus den Klauen des Todes zu entreißen und ich war geschwächt, da ich nicht mein richtiges Schwert dabei hatte und deshalb mit einem schäbigen Ersatz klarkommen musste. Schlussendlich konnten wir den Baum allerdings unter schweren Verlusten zu Fall bringen. Dort fanden wir auch eine verwunschene Robe, welche nicht mehr abgelegt werden konnte und eine Konzentration jeglicher Art nahezu unmöglich machte... das könnte noch hilfreich sein! Von Tyressia erhiehlten wir die versprochenen Feathertokens und das Versprechen, dass sie uns von Feinden aus dieser Richtung beschützen wird. Sie war allerdings etwas beleidigt, dass wir eine ihrer Spinnen getötet hatten, vielleicht sollten wir doch versuchen unsere Kämpfe zuerst friedlich zu lösen... Vielleicht kann ich irgendein Gerät besorgen um mit Tieren und Geschöpfen anderer Rassen zu sprechen?
Meljannse war zufrieden mit den Feathertokens, mithilfe derer wir sofort ein paar Bäume nachwachsen lassen konnten (einen haben wir noch, vielleicht wird der irgendwann hilfreich, wer weiß?). Ich erhielt mein Schwert zurück und auch sie versprach uns vor Feinden zu beschützen.
Jetzt war Zeit sich wieder etwas dem Königreich zu widmen und dort ein Paar Probleme zu beheben. Wir machten uns auf zu Oakport, wo wir von dem Hetzprediger Gregory erfuhren. Er dreht einem jedes Wort im Mund herum und verwendet es gegen einen selbst. Wir mussten uns um ihn kümmern, damit er das Volk nicht zu sehr in Aufruhr versetzten konnte. Eine Einladung zu uns wies er zurück, weshalb wir uns zu ihm begaben. Auf dem Marktplatz kam es dann zu einem heftigen Disput, was damit endete, dass wir ihn und alle Anwesenden großzügigerweise zu einem Bankett in einer Woche einluden. Unser Plan war, ihn unsere verfluchte Robe als Geschenk zu geben und ihn damit bloß zu stellen. Mithilfe der Robe konnten wir ihn ohne Probleme hinter das Licht führen und er floh aus unserem Königreich mit Schimpf und Schande. Allerdings schwor er uns Rache, wir sollten Aufmerksam sein!
Den restlichen Monat benutzten wir damit den Bau eines Klosters, einer Straße in das Gebiet mit der vorher gefundenen Goldmine, und den Ausbau der Mine zu beaufsichtigen.
Im nächsten Monat beschlossen wir auf eine Schreinerei zu sparen, damit wir unsere nächsten Gebäude günstiger bauen können. Deshalb erschlossen wir nur ein weiteres Gebiet mit einer Straße und legten einen Farm darauf an.
Session: 9. Session - Monday, Oct 02 2017 from 12:30 PM to 6:30 PM
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In den Klauen des Falken Pt. II

Während Esra noch rückwärts taumelt und gleichzeitig das Bild und Röcheln der sterbenden Magd verdrängt und ihre eigenen Optionen überschlägt, löst Alandra den Schild von ihrem Rücken und lässt ihre Hand in einer schnellen verinnerlichten Bewegung in die dafür vorgesehene Lederschlaufe rutschen. Aus der Deckung reisst sie den schlanken, gefährlich blitzenden Reitersäbel aus der Scheide. Keine Sekunde zu früh, gleitet sie mit einer einstudierten Schrittfolge in die Halbdeckung des vertieften steinernen Türrahmens, während sie Swantje mit einem harschen Wink ihres Schildarmes bedeutet den Kopf unten zu behalten. Anders als vermutlich die wahre Swantje kauert sich diese hinter den niedrigen Badezuber und presst sich eng und verzweifelt in die spärliche Deckung. Getragen vom Lärm des Kampfes in seinem Rücken wirft sich ein das Gewand der Dienerschaft tragender tief sonnengebräunter Mann mit langen blauschwarz schimmernden Haaren gegen Türklinke und Holz und stürmt vorwärts, das kurze Schwert in seiner Rechten zum Hieb erhoben. Sein Blick ist starr auf Esra gerichtet, die in wenigen Schritt Entfernung noch im Eingang steht, die angriffsbereite Alandra und ihren weit ausholenden Schwung mit dem Säbel bemerkt er zu spät.

Nahezu mühelos schneidet sich die geschwungene Klinge durch den dünnen Stoff seines Gewandes und das Feuer in seinen Augen erlischt, während der dünne Schnitt Blut auf den steinbelegten Boden erbricht. So viel Blut ... dann hebelt ihn die vorschnellende Kriegerin mit einem wuchtigen Schildstoss zurück und lässt ihn gekrümmt und schreiend die Hände auf die sprudelnde Wunde gepresst gegen die gegenüberliegende Wand klatschen, an der er aus einem zweiten von Esra nicht wahrgenommenen Schnitt am Hals gurgelnd herabsackt. Ein zweiter dunkler Schemen schiebt sich halbseitig zu Alandra in den offenen Türrahmen, aber Esras Schrei der Warnung bleibt ihr im Halse stecken, als ihn ein heranstürzender, weitaus größerer und massiverer Schatten mit einem brutalen Ellbogenstoß gegen die Wand neben der Tür krachen lässt. Mit einem furchteinflößenden Rauschen folgt der andere Arm und der damit geführte Morgenstern und schlägt mit dem Geräusch eines Hammers, der auf einen Amboss niederfährt, gegen den Stein. Und durch das, was sich einen Moment zuvor noch davor befand. Ein blutiger Regen geht auf den bulligen Hünen nieder und zeichnet grausige Muster auf den Boden des Korridors und Teile der Türschwelle. Rondrik, die vormalig auf Hochglanz polierte Plattenrüstung, das sorgsam geölte Kettenhemd und den feinbestickten, gelben Wappenrock mit dem die Flügel reckenden Falken mit rot, im Schein der Fackeln glühenden Spritzern benetzt, schiebt sich in den Durchgang. “Der Falke und die übrigen rüsten sich, Paske und Goswin halten den Durchgang bei der Wendeltreppe! Geleite die Fürstin zum Flur vor Ucurians Gemach!“
Alandra nickt knapp, versenkt den Säbel in der Scheide, eilt an die Seite der Fürstin und zieht sie grob und von ihrem Wimmern begleitet auf die Beine. “Und ihr ...“ Und mit diesen Worten richtet der Ritter den bluttriefenden Kopf seines Streitkolbens auf die zitternde Esra. “Wenn ihr leben wollt, geht ihr mit ihr!“ Esra vermag angesichts dieser rohen Zurschaustellung von Gewalt nur mit weit aufgerissenen Augen nicken. Dann heftet sie sich aufgewühlt an die Fersen von Alandra und Swantje. Auch wenn ihr bewusst ist, dass sie jetzt mit dem entwendeten Beweismaterial direkt in Ucurians Gemach laufe.

Natürlich könnte Esra auch versuchen sich das Chaos anderweitig zunutze zu machen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass hier tatsächlich jemand Jagd auf die Bediensteten macht. Ausgeschlossen ist es nicht, aber wahrscheinlicher wäre dass die unglückliche Dienerin ein tragisches Opfer des Zufalls wurde. In jedem Fall wären bei diesem Weg Ucurians Schergen kein Problem mehr. Esra hat auch definitiv vor, die Augen offen zu halten, ob sie nicht in dem ganzen Chaos aus der Burg entkommen kann. Das ist immer noch der Plan! Nur will sie dabei nicht in einen offenen Kampf geraten.

Rondrik nickt Alandra noch einmal kurz zu, als diese sich in der Begleitung Swantjes auf den Weg macht und eilt dann mit schweren, von einem bemühten Ächzen untermalten Keuchen dem Kampfeslärm am Treppenauge entgegen. Esra steigt am ganzen Körper bebend über den entseelten, zusammengesunkenen Leichnam des Angreifers hinweg unter dem sich die beträchtliche Blutlache noch weiter ausbreitet und verwehrt sich selbst den Seitenblick in den Flur, in dem Rondrik verschwand. Die bloße Anmutung des dort an der Wand herabgesackten Körpers mit dem zertrümmerten oder gar eingeschlagenen Schädel aus dem Augenwinkel genügt schon um Übelkeit in ihr aufsteigen zu lassen. Mit starr geradeaus gerichtetem Blick heftet sie sich an die Fersen ihrer Führerin und deren Schutzbefohlener. Zwei Frauen in Kettenhemden und mit dem Wappenrock des Falkenbundes drängen sich an ihnen vorbei und streben ebenfalls dem Kampfeslärm in ihrem Rücken entgegen. Als Esra zu ihren Begleiterinnen aufschließt, nachdem diese um eine Ecke in einen breiten, in der Mitte von hölzernen Pfeilern geteilten Korridor eingebogen sind, stockt ihr kurz der Atem. Ein gutes Dutzend schildbewehrter Bewaffneter drängt sich hier um ein halbes Dutzend schwergerüsteter Männer, die sie allesamt von der Tafel von dem Empfang wiederzuerkennen vermag. In ihrer Mitte der goldene Falke höchstselbst. Und Arnôd von Eulenberg, der sich bis zu ihrem Erscheinen noch mit diesem unterhielt und sich jetzt den Neuankömmlingen zuwendet. Euch.

Nur ein einziger scheint nicht selbst in irgendeiner Form zur Familie zu gehören, die den klassischen schwarzen Raben mit rotem Schnabel und Krallen im Wappen führt, selbst, wenn es sich nur um ein Gürtelwappen oder eine sorgfältig bemalte Schulter handelt. Ein vielleicht knappe 30 Götterläufe zählender Mann mit breitem, aufrechtem Wuchs, einem gestutzten dunklen Drei-Tage-Bart und stahlblauen Augen unter dem schulterlang und offen getragenen Haar stellt die einzige Ausnahme dar. Seinen dunkelblauen Wappenrock ziert auf Gold eine Spitze in schwarz, verschränkt mit einem Sparren in blau. Das Herzstück des Wappens, quasi die Schnittstelle zwischen den Elementen ist ebenfalls geschwärzt. Esra kennt Arnôd und abgesehen davon, dass ihm bei dieser Begegnung der Staub von der Reise abzugehen scheint, prägen das harte, kantige Gesicht diesselben wachsamen Augen, die an dem Mittag vor Talf schon das Regenbogenbanner streiften, als er sie als Heeresführer des Falkenbundes empfing. Esra senkt den Blick, als diese Augen sich in ihre Richtung bewegen.

“Mein liebes Kind, seid Ihr unversehrt?“ Die Besorgnis, die in Ucurians Stimme mitschwingt, ist echt, als sich der ergrauende Falke seinen Weg durch den respektvoll zurückweichenden Ring der Verteidiger bahnt und der falschen Fürstin die behandschuhten Hände auf die vor Aufregung geröteten Wangen legt. Esras ausgezeichneter Beobachtungsgabe bleibt nicht verborgen, dass ein süffisantes und abschätziges Lächeln die Lippen von Alandra umspielt, die jetzt in seinem Rücken steht. Von ihrer in den Nordmarken zur Knappin genommenen Fürstin hätte sie wohl zweifelsohne mehr Wehrhaftigkeit erwartet als diese beim überraschenden Erstkontakt an den Tag legte. Dann gleitet Ucurians Blick zu Esra. Und er nickt einem der nahe bei ihnen stehenden Soldaten seines Gefolges zu. “Sperrt die Magd zu den übrigen Dienern und Knechten. Wir können keinesfalls sicher sein, dass diese nicht ebenfalls in die Entwicklungen verstrickt sind.“ Arnôd, der die Stirn in Falten gelegt hat, ergreift das Wort. “Mit Verlaub, mein Fürst, ich bezweifle, dass von der jungen Magd eine Gefahr ausgeht, seht nur wie verschüchtert und erschüttert sie wirkt.“-“Nun, werter Herr von Eulenberg ...“ Die Hand des blonden Ritters legt sich auf die Schultern des Heeresführers, eine Geste, die Arnôd sichtlich Unbehagen zu bereiten scheint. “Die Aufgabe einer guten und talentierten Mörderin, wie mir scheint, ist wohl zuallererst die, ihre wahre Gesinnung und ihr Ziel nicht vor Erreichen offen vor sich herzutragen.“ Seine Stimme ist scharf, schneidend, fast unangenehm, als er Esra mit seinen stahlblauen Augen mustert. “Durchsucht sie, dann wissen wir mehr ...“

Sie fühlt sich, wie das Reh, dass den Jäger wittert. Will losrennen, ausbrechen. Dahin wo es frei ist. Also notfalls auch zurück! Schneller als sie je gerannt ist! Unterwegs versuchen die Beweise loszuwerden, sie durch eine Schiessscharte zu werfen, egal wohin sie dann fallen. Der Treppenabgang dürfte von den Kämpfenden in jedem Fall verstopft werden. Einen Weg nach draussen hat Esra auf ihrem Weg hinein nicht gesehen. Der umlaufende Wehrgang befindet sich noch einen Stock höher, aber dort haben auch Chaos und Schwerterklirren ihren Anfang genommen. Verstecken wäre Esras einzige Option. Und hoffen, dass der Falkenbund sich jetzt wichtigeren Dingen wie der Flucht zuwendet. Aber dann muss Esra auch noch den anderen Angreifern entkommen. Oder den Häschern des Barons, wenn sie die Stockwerke von Attentätern säubern. Und für Esra selbst sind die Schießscharten zu schmal. Hastig zuckende Gedanken lähmen sie, aber wenn Ucurian sie wirklich durchsuchen lassen sollte, ist sie bereit es zu versuchen. Wenn es sein muss … auch springen, und wenn es ihren Tod bedeutet.

"Hoher Herr, nichts liegt mir ferner, als euch oder jemand in eurem Gefolge schaden zu wollen. Doch wenn ihr dies in Zweifel ziehen mögt, so gut mit mir, was euch beliebt." So wendet sie sich an Ucurian. Ucurian löst sich von seiner Tochter, hebt in einer fast beschwichtigenden Geste die Hand und lächelt milde. “Seid unbesorgt, schönes Kind, niemand hier zieht Eure Redlichkeit in Zweifel. Trüget Ihr ein verborgenes Messer hätte ich wohl jetzt meine Tochter nicht in den Arm schließen können.“ Er nickt noch einmal dem zuvor angesprochenen Soldaten zu. “Dieser Mann wird Euch nun zu einer Kammer führen, in denen auch der Rest der Bediensteten untergebracht ist. Euch droht von unserer Seite kein Ungemach und unsere Ritter werden dafür Sorge tragen, dass Ihr dort bis der Tumult sich aufgelöst hat, nicht um Euer Leben bangen müsst. Die vermeintlichen Attentäter werden alsbald das Weite suchen, für einen andauernden Kampf sind sie nicht gerüstet.“ Der junge Soldat des Falkenbundes tritt an Esra heran. “Bitte folgt mir.“ presst er zwischen sich vor Schüchternheit kaum bewegenden Lippen hervor.

Esra ist schweißgebadet und sah sich schon der Göttin gegenüber treten. Doch sie weiss, dass sie keineswegs sicher ist. Die Papiere loszuwerden hat immer noch Priorität. Am besten so, dass man sie später wiederfindet ...

Wenn der Soldat sie abführt, nimmt sie sich vor in Erfahrung zu bringen, wer denn der Mann war, der versucht hat, mich in ein schlechtes Licht zu stellen und sie fast ihre Tarnung und damit vermutlich auch ihr Leben gekostet hätte. Der Soldat führt sie an der freien Seite der Gruppe um Ucurian vorbei, weiter den breiten Korridor herab. Auch hier liegen die reglosen, zum Teil blutigen Körper von Dienstboten, Knechten und Mägden, auch ein Soldat des Falkenbundes ist darunter. Manche hat Esra beiläufig bei ihrer Arbeit zu Gesicht bekommen, andere sind ihr vollkommen fremd. Möglicherweise sind auch hier einige der Attentäter darunter, verstreut herumliegende Kurzschwerter und zerschlagene Armbrüste lassen diesen Schluss zu. Die Türen zu den meisten der Quartiere sind noch geöffnet, aber der Soldat führt sie auf eine verschlossene zu, vor der eine weitere Soldatin des Falkenbundes Stellung bezogen hat. Auf Esras Frage zuckt der junge Wachmann nur mit den Achseln. “Der edle Herr ist erst am gestrigen Tag zu unserem Zug gestoßen. Ein Weidener Edelmann, wie mir scheint, aber sein Wappen ist mir unbekannt.“ Er scheint sich selbst dabei zu ertappen, wie er durch Esras Art ins Plaudern gerät und verstummt.
Stattdessen nickt er der dunkelhaarigen Soldatin zu, die den Schlüssel im Schloss dreht und die Tür zum dem fensterlosen Vorratsraum aufschiebt. Brütende, unangenehme Wärme schlägt Esra entgegen, als ihr Blick in den Raum fällt, in dem ein gutes Dutzend der Dienerschaft Unterschlupf gefunden hat. Männer und Frauen haben hier eng zusammengepfercht Platz auf oder neben den Kisten genommen oder kauern teilnahmslos und mit leer Blick an der kalten Steinwand. Sie wirken blass und eingeschüchtert. “Hier hinein, bitte.“ Der Soldat lächelt schüchtern und fast entschuldigend. Angstvoll schaut Esra in die zweifelhafte Unterbringung, aus der es sobald kein Entkommen geben mag. Und doch scheint es das Klügste zu sein, sich in die Reihen der Bediensteten zu begeben. Mag Idra unter ihnen sein? Noch einmal dreht sie sich zögernd zu dem Soldaten um: "Wenn ihr noch die Frage gestattet, wer denn jene Gerüsteten sind, die die Kühnheit besitzen, uns in unseren eigenen Mauern anzugreifen? Vor wem müssen wir uns fürchten?"

Der junge Mann zuckt abermals mit den Schultern und wirft einen Blick den Gang hinunter zu Ucurian und seinen Gefährten. “Ganz sicher scheint nur, dass es sich um gedungene Attentäter handeln muss. Männer tief aus dem Süden. Wer ihr Ziel ist, wissen wir nicht mit Bestimmtheit, aber ich denke es geht um die Fürstin. Vielleicht greifen die Tulamiden selbst in den Kampf um die Mark ein um Selindian Hal die Stirn zu bieten.“-"Nun gut. Vielleicht könntet ihr veranlassen, dass man uns etwas Wasser bringt? Ihr sehr sicher, dass die Leute Durst haben und eine Lampe wenn ihr guten Herzens seid und eure Zeit es zulässt. Seht, wie sie sich fürchten."

Er deutet wortlos und mit der Andeutung eines Lächelns auf ein Tablett mit einem Wasserkelch und einigen darum angehäuften Äpfeln. Auf den Kisten zwischen den Schemen kann Esra einige Kerzenhalter erkennen, deren Schummerlicht den Raum bestreicht. “Wenn ihr etwas brauchen solltet und Vorräte oder Kerzen zur Neige gehen, klopft und sagt Bescheid. Und verhaltet Euch ruhig. Euch wird nichts geschehen, die Attentäter trachten euch sicher nicht nach dem Leben.“ Idra kann Esra, die Arme um die schlanken Beine geschlungen und von offensichtlich schmerzhaften Krämpfen geplagt in einer abgewandten Ecke des Raumes ausmachen.

Dankbar nickt sie dem Soldaten zu. "Die Zwölfe mögen es euch vergelten." Dann stürzt sie in den Raum und fällt Idra um den Hals, während Tränen der Erleichterung aus ihren Augen ihre Wangen herabrinnen, darüber dass sie hier vorerst sicher ist und in Idra ein bekanntes Gesicht zu entdecken vermag. Und auch, wenn sie Esra nicht wirklich kennen kann, so bin ist die Tsageweihte doch froh, nicht allein sein zu müssen, während draussen die Gänge voller Toter liegen. Esras Geruchssinn ist den Göttern sei dank ohnehin abgestumpft und benebelt von dem düsteren, unheilvollen Gemisch von Blut und Schweiß, den sie in den Fluren unbewusst aufgesogen hat, so dass der Geruch der nur grob mit einem Eimer mit Badewasser abgespülte Kammerzofe sich momentan in Grenzen hält und nur etwas unangenehm ist. Sie ist klitschnass und zittert, als Esra die Arme um sie legt und beginnt zu schluchzen als sie die unverhoffte Nähe ihrer Leidensgenossin spürt. Aus dem kläglichen Glucksen werden schnell Tränen, die ihr Gesicht herabkullern, während sie sich Esras Umarmung ergibt. "Schon gut, Idra. Wir sind hier sicher. Morgen werden wir sicher schon darüber lachen können", bringt sie mit einem mühsamen Lächeln hervor und setzt sich dann neben sie.

Sie lässt ihren Kopf gegen Esras Schulter sinken und schnieft leise. “Ich habe meine Herrin enttäuscht ... die Falken werden mich hier lassen.“ Sie wirkt um die Sommersprossen auf ihrer Nase herum noch blasser als zuvor und der Kummer in ihren Augen scheint Esra fast greifbar. Das kühle Wasser rinnt aus ihren nassen, roten Haaren auf Esras leinenbedeckte Schulter. "Ein kleines Missgeschick war es, kein Staatsverbrechen. Ich werde ein gutes Wort für dich einlegen, sofern man mir Gehör schenkt." Mit verweinten Augen schenkt sie Esra ein dankbares, aber auch gleichzeitig resignierendes Lächeln. “Danke ... dass du hier ... bist. Aber ich befürchte, dass das Wort einer anderen Dienerin nicht genügen wird, um mich von dieser Schande reinzuwaschen.“-"Wir werden sehen..." Damit verstummt Esra und gibt sich erneut den Überlegungen hin, wie Sie mit heiler Haut die Burg verlassen kann.

Der ferne Kampfeslärm verblasst im geschäftigen Brüten von Esras Verstand zu einem seelenlosen, leeren Rauschen im Hintergrund. Die Wärme in diesem kleinen Zimmer ist erdrückend, aber gleichzeitig wiegt sie Esras Körper in trügerischer Hoffnung auf heimelige Geborgenheit, wie sie auch ein weiches Bett und eine warme Decke versprechen. Nur verhalten werden Worte unter ihren Mitgefangenen gewechselt und Esra beginnt sich zu fragen, ob es nicht vielleicht doch schnellere Gewissheit über ihr Schicksal gebracht hätte, wenn sie die Flucht ergriffen hätte. Vielleicht ... hier ist es jedoch nur das Warten, das Ausharren und Nichtstun, dass sie zermürbt. Ihre Gedanken schweifen ab. Nach Zweimühlen. Zu Fiaga ... zu Antaris ... zum Waisenhaus und der kleinen Resi ... Insgeheim wünscht sie sich, dass sie niemals aufgebrochen wären. Mit Idras Kopf auf ihrer Schulter fällt sie in unruhigen, von verwaschenen Traumbildern begleiteten Schlaf.

***

Unruhiges Murmeln, das Rascheln von Gewändern und das Knarren von Kisten lassen Esra langsam die Mattigkeit des Schlafes abstreifen und ins zwielichtige Dunkel blinzeln. Die Kerzen sind inzwischen erloschen, nur noch groteske, geschmolzene Figuren aus Wachs, denen man in einem Kinderspiel Bedeutung zusprechen könnte. Das Wenige an Licht, dass sich in den muffigen Raum zwängt, fällt unter dem Spalt der Tür hindurch ins Innere. Gedämpfte Worte dringen an ihr Ohr, als sich Schatten wie von Stiefeln vor den Türspalt schieben. Furchtsam drängen sich die hier versammelten in der verbrauchten, stickigen Luft zusammen. Idras Kopf ruht noch immer auf Esras Schulter. Ihr leises gleichmäßiges Atmen verrät, dass sie noch in Borons Träumen weilt.
Esra spitzt die Ohren, was die Stimmen ihr verraten mögen, rechnet aber auch damit, dass jeden Moment die Tür aufgeht und den Raum in grelles Licht taucht. Wieder der Gedanke, wie sie die Papiere loswerden könnte. Für einen Moment die Überlegung, ob sie diese vielleicht in Idras Rock stopfen könnte, aber sie hat der armen Zofe gefühlt schon genug zugemutet und ausserdem würde sie vermutlich davon erwachen. Tatsächlich bleibt ihr nur wenig Zeit für ihre Überlegungen. Der Schlüssel dreht sich im Schloss. Ihr Gehör kann sich in der im Zimmer erwachenden Geräuschkulisse nicht auf die Worte vor der Tür konzentrieren. "Idra, wach auf!" Sie bewegt ihre Schulter.

Idra blinzelt schläfrig und lässt hinter vorgehaltener Hand ein kurzes Gähnen folgen. “Irina ... ich ... was ist denn los?“ Der sich langsam und mühsam öffnende Türspalt ergiesst trotz der nur im Flur flackernden Lichtquellen seinen blendenden Schein in das kleine behelfsmäßige Verlies. Erst als schmaler Streifen, dann zunehmend anwachsend. Esra duckt sich unmittelbar vor dem Lichtstrahl, als habe sie es nicht verdient sich unbescholten im Licht zu zeigen, und senkt den Kopf. So gebeugt erkennt Esra nur aus dem Augenwinkel die zwei in den Lichthof des nachdrängenden Fackelscheins gehüllten Gestalten. Das metallische Glimmen ihrer Schultern und Glieder verrät ihr, dass die beiden Schemen gerüstet sind. Ein länglicher spitz zulaufender Helm gibt ihrem Kopf beinahe groteske Form. “Irina, ich habe Angst.“ murmelt Idra mühsam nach Worten ringend. “Aufstehen und immer zu zweit vortreten!“ blafft eine befehlsgewohnte weibliche Stimme. Die Hände der Schatten ruhen wachsam auf den Schwertgriffen.

Esra fasst wortlos Idras Hand und zieht sie hoch. Dann tritt sie mit gebeugtem Haupt nach vorne. Ist es Alandras Stimme? Als sich Esras Augen an die Helligkeit gewöhnt haben, blickt sie in die müden, blutunterlaufenen Augen von zwei ihr unbekannten Soldaten, die Esra und Idra mit gleichgültigem Blick mustern. Die Soldatin macht einen kurzen Schritt rückwärts und winkt die beiden aus dem geöffneten Türrahmen zu sich. Unwillkürlich macht der andere Soldat einen Schritt zur Seite, verzieht das Gesicht zu einer angeekelten Grimasse und rümpft die Nase. Für einen Moment macht sich die Hoffnung breit, dass sie uns wegen Idras Geruch schnell gehen lassen werden. Wird ein weiteres stummes Stossgebet zu Phex erhört?

Tatsächlich zieht sie ihre behandschuhte Hand vor Mund und Nase und knurrt gedämpft. “Bei den Göttern, ihr riecht wie die Sickergrube nach einer Woche Feldlager.“ Idra schluchzt wieder und würde vor Scham am liebsten im Boden versinken. Die Soldatin bringt bei aller Abscheu noch ein hässliches Grinsen zustande. “Und verbrennt eure Kleider, bevor ihr euch für eine Woche in ranzigem Ogerfett wälzt, um nicht mehr so fürchterlich nach Unrat zu stinken.“ Esra nickt nur wortlos und wartet, dass ihre gepanzerte Hand endlich den Weg freigibt. “Genug jetzt!“ poltert eine tiefe, männliche und offensichtlich gereizte Stimme, begleitet vom schweren Rasseln der Schritte Gerüsteter. Arnôd von Eulenberg in voller, spiegelnder Platte und eine stählerne Hundsgugel mit hochgeklapptem Visier tragend, stapft in Begleitung von drei weiteren Waffenträgern auf die Tür zu. Auch er sieht müde, geradezu erschöpft aus. Eine Zornesfalte zeichnet sich auf seiner Stirn knapp über der linken Augenbraue ab, als er sich an Koffern und Kisten, die sich jetzt in dem Flur stapeln, vorbeischiebt. “Unterlasst sofort diese Abscheulichkeiten!“ Die beiden Soldaten senken die Häupter. “Und jetzt zackig, die Dienerschaft wird jetzt in die Obhut unserer Belagerer übergeben.“ Halb an Esra und ihre Begleiterin, halb aber auch an den Rest der verschüchterten Diener, Mägde und Knechte gewandt, erhebt er die Stimme abermals. “Seid ohne Furcht, die Herrin der Burg hat Euch freies Geleit zugesichert! Ihr werdet jetzt zur Wendeltreppe gebracht und dort Ihrer Obhut überantwortet. Bewegt Euch rasch und ohne Murren, auch unser Abzug steht bevor und jegliche Verzögerung werde ich persönlich mit einer Strafe belegen.“

Belagerer? Herrin der Burg? Esra glaubt ihren Ohren nicht zu trauen, ist aber erleichtert, dass von freiem Geleit die Rede ist. Doch was um alles in der Welt ist geschehen? Doch sie will keinesfalls die Aufmerksamkeit von von Eulenberg auf sich ziehen und folgt rasch den Anweisungen. Kleinlaut nickt die Soldatin und deutet den großen Korridor hinunter, auf dem sich die Bedeckung und Gefolgschaft Ucurian von Rabenmunds trotz ihrer beachtlichen Größe dennoch in der langgestreckten Halle nahezu zu verlieren droht. Sie sieht Ucurian der sich dort mit einem Ritter mit kurzen blonden Haaren und einem unter den Arm geklemmten Topfhelm in einer im Vergleich zu den übrigen hochherrschaftlich verzierten Rüstungen fast schlicht wirkenden Garether Platte und einem braunhaarigen Mann mit hoher Stirn und einer über den stählerne Plattenkragen gelegten Zierkette, die ihn offensichtlich als Baron ausweist unterhält. Alandra Greifenklau hält sich in seinem Schatten und ihr Augenmerk auf das unübersichtlich geschäftige Treiben der eigenen Dienerschaft gerichtet. Swantje, die, wie um Esras Erkenntnisse noch einmal zu unterstreichen, in ihrer fein gearbeiteten nordmärkischen Schuppenrüstung etwas verloren wirkt, scheint noch immer sichtlich gezeichnet von den Ereignissen der vergangenen Nacht und zuckt bei jedem plötzlichen Geräusch fast unmerklich zusammen. “Den Gang hinunter und an seinem Ende wendet euch nach links Richtung Treppenabgang. Dort findet ihr Herrn Rondrik und seine Schar. Sie werden euch dort in die Obhut der Baronin übergeben.“ Sie spuckt den Titel in unverhohlener Verachtung förmlich aus. “Die übrigen Diener werden dann gleich zu euch stoßen.“ Sie rümpft noch einmal die Nase und mustert Idra, die ihren Blick vor Scham nicht vom Boden hebt, abfällig. “Los, seht schon zu, dass ihr Land gewinnt! ... Die nächsten! Immer nur zu zweit vortreten!“

Rondrik. Esras Herz macht wieder einen Satz. Wird jetzt, wo sie dem Ende des Versteckspiels schon so nahe ist, doch noch ihre Verkleidung erkannt werden? Hat Rondrik sich in der Zeit eines besseren besinnt? Oder wer sonst mag die dort erwarten, der erneut Gefahr bedeuten könnte? Wo ist nur Aruna? Esra schluckt die Tränen runter. Niemals wieder bei den Zwölfen wird sie sich so tief in politische Ränge verwickeln lassen! Sitzen auch der so sorgfältig aufgetragene Lidstrich, das dezente Lippenrot und das Puder noch in der Form, wie sie den bulligen Ritter schon einmal zu täuschen vermochten? Hätte Arnôd sie dann nicht auch schon erkennen müssen? Oder war der Feldherr zu erbost über die schändliche Grausamkeit seiner Untergebenen, um sie näher in Augenschein zu nehmen? Das verräterische und belastende Papier unter ihrer Kleidung kratzt auf Esras Haut. Ist durch die Bewegungen in den sorgsam gewählten Verstecken verrutscht und raschelt bei jeder Bewegung verdächtig. Flüsternd leise, aber vielleicht laut genug für einen wachen, aufmerksamen Verstand?

Kurz streift ihr Blick im Vorübergehen den von Alandra, den von Swantje. Auch Ucurian scheint kurz aufzublicken, verzieht aber keine Miene. Was wissen sie? Ahnen sie etwas? Hat Swantje beim Packen ihrer Habseligkeiten einen kurzen Blick in die Unterlagen geworfen und festgestellt dass neben dem Deckblatt noch einige weitere Seiten fehlen? Hat Sie diesen Umstand dem goldenen Falken gebeichtet? Was erwartet Sie hinter der letzten Biegung? Und ja, wo ist Aruna? Wo Paske und Eldrinn. Wandelt Phex noch in ihrem Schatten oder hat er sich nach dieser segnungsreichen Nacht von ihr abgewandt, um in stiller Erwartung den Beweis zu erwarten, dass sie den Rest des Weges auch alleine zu beschreiten vermag? Ihre und Idras Schritte hallen leise am dunklen, in Fackelschein getränkten Stein wider. Ihr Schicksal liegt nur noch wenige Meter von ihr entfernt. Die Kreuzung am Ende des Ganges. Und dahinter ... die Wahrheit.
Session: Der Zug der Fürstin - Wahrheit - Monday, Jul 17 2017 from 1:00 PM to 4:00 PM
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In den Klauen des Falken Pt. I
Nachdem die Edeldame, die Esra nur wenig vorher noch an der Tafel mit den Abgesandten des Falkenbundes und an der Seite von Reto Ertzel von Echsmoos speisen sah, Aruna und Esra in ihren vergeblichen Bemühungen ein geeignetes Versteck für den mittels eines Nachttopfes ausgeschalteten Wachmannes zu finden, unvermittelt unterbricht, gibt sie sich gegenüber den nervösen Heldinnen alsbald als Arnhild von Darbonia zu erkennen. Mehr noch … als die berüchtigte „Windkönigin“ höchstselbst, die in den Bemühungen der beiden Frauen durchaus Überschneidungen zu ihren eigenen Interessen zu entdecken vermag. Schließlich stammten auch die Pläne, die Paske bereits im Vorfeld ausgehändigt wurden, aus ihrer Hand. Während sich die beiden südländisch wirkenden Diener an ihrer Seite um den regungslosen Leib des Wächters kümmern sollen, stellt sie den beiden Gefährtinnen in Aussicht sie in den Bergfried selbst zu geleiten. Von da aus müssten sie ihren Weg dann selber finden, da ihre längere Abwesenheit sonst gerade beim paranoiden Baron von Gallys unerwünschtes Misstrauen säen könnte.

Nach kurzem Überschlagen ihrer Optionen willigen Aruna und Esra ein und folgen der stolzen Schönheit in den bauchigen und wuchtigen Bergfried der uralten Trutzburg. Aufgrund ihrer Begleitung scheinen auch die vielzähligen Wachen, die sie passieren, außer den gelegentlichen verstohlenen Blicken ob der drei unerreichbar reizvollen Damen, kaum Kenntnis von Ihnen zu nehmen. Esra kann Arnhild auf deren Wunsch hin nach kurzem Gespräch mit Alandra Greifenklau, der Leibwächterin der Fürstin und sonst Ucurians persönlicher Leibwache, Zugang zum Gemach von Swantje von Rabenmund verschaffen und sie mit ihrer persönlichen Empfehlung als Unterstützung ihrer persönlichen Zofe in die Nähe der Tochter Ucurians bringen. Vorerst damit nicht in unmittelbare Nähe, da Ankleiden und der Zutritt zu Swantjes Privatgemach weiterhin ihrer Vertrauten vorbehalten bleibt. Die Kammerzofe, Idra Fuxfell, reagiert recht zugeknöpft und missmutig darauf, dass ihr eine Hilfskraft zugeteilt wird, die sie womöglich noch einarbeiten muss. Esra gelingt es jedoch mit netten Worten und ihrer umgänglichen Art schnell das Vertrauen der rothaarigen Zofe zu gewinnen und ihre Zunge zum freundschaftlichen Tratsch zu lockern. Lediglich zu ihrer Dienstherrin läßt sie sich keinerlei Pikantes oder Interessantes entlocken.

Entgegen ihrer anfänglich etwas herrischen und besitzergreifenden Art gegenüber Swantje nimmt sie Komplimente, die an sie gerichtet sind, sehr dankbar entgegen, steht sie doch meist im Schatten ihrer Herrin. Durch ihre ständige Beschäftigung bleibt ihr auch nur wenig Kontakt mit anderen, so dass sie sich nach den anfänglichen Startschwierigkeiten schnell freut jemand anderes als den Stab von Ucurian anzutreffen, der sie zumeist ignoriert und sich bedienen lässt. Tatsächlich lässt sie sich von den Komplimenten einer Schönheit wie Esra schnell in Verlegenheit bringen. Sie neigt aber auch dazu zu tratschen und damit auch schnell viel der kostbaren Zeit, die Esra bleibt um ihre Aufgabe zu regeln, zu rauben. Auch wenn sie mehr ins Plappern gerät, um ihre eigene Verlegenheit zu verdecken. Esra wird auf jeden Fall bewusst, dass Sie sich etwas ausdenken muss, um ihren Plan in die Tat umzusetzen.

Das aus drei aneinandergrenzenden Zimmern bestehende Quartier Swantjes, in dem sie die meiste Zeit in ihrem Schlafgemach verbringt, besteht aus einem grosszügigen und nobel eingerichteten Wohnzimmer und einer Wäschekammer, in der Esra und Idra alle Hände voll zu tun haben, die schmutzige Reisekleidung von Hand zu waschen. Direkt dort grenzen auch das Abbort (eines der wenigen der Burg) und ein kleines Badezimmer an, von dem aus auch eine Tür in Swantjes Gemach führt. Die Zeitkomponente ist das kritischste an der Mission. Bevor die Vorbereitungen Swantjes für das Fest beginnen, die Idra begleiten wird, bleibt Esra nur eine knappe Stunde. Wenig Zeit um Idras Vertrauen in der Stärke zu gewinnen, dass sie Esra Swantje vorbereiten darf oder sie zumindest daran teilhaben lässt. Ein Weinkrug und ein Glas, an dem Idra selten einmal nippt, um sich wohl die Langeweile zu vertreiben, bringen die Tsageweihte auf eine Idee.

Mittels wohl dosierter Versuche der Annäherung und ihrer Kenntnisse in der Giftkunde und Alchimie versetzt sie den Wein in einem unbeobachteten Moment mit etwas von dem in der Waschküche gelagerten Waschmittels, auch wenn Idras Annährungsversuche mit der Menge des Weins und jeder spielerisch verfütterten Dattel weniger schamhaft und zurückhaltend werden. Durch die sorgsame Dosierung und das Zurücktreten der eigenen Hemmschwelle wird sie selbst auch etwas mehr dem Wein zusagen als sie dies normalerweise tun würde. Beim von Kichern begleiteten Schrubben von Swantjes Kleidern über dem Waschzuber, wird sie sich recht unvermittelt ein Herz fassen und der neben ihr knienden Esra versuchen einen Kuss zu stehlen.

Die Tsageweihte fühlt sich in erster Linie an die unglückliche Liebschaft mit Fulminia erinnert, die sie auch nur als Zeitvertreib wollte und wird sie zwar nicht grob zurückweisen, aber nicht weiter darauf eingehen, und ihr ein freundliches Lächeln schenken. Kurz nachdem sich ihre Lippen trennen und Idra ihren Blick aufgrund der Nichterwiderung des Kusses wieder plötzlich schüchtern abwendet, dringt ein unheilvolles Gurgeln aus der Tiefe des Magens der rothaarigen Magd an Esras Ohren. Idra erbleicht, lässt das Gewand in das Seifenwasser fallen und stürmt ohne Umwege in Richtung Abbort. Und lässt Esra alleine zurück.

In gespielter Überraschung erkundigt sich Esra nach Idras Befinden und höre vermutlich unverkennbare Geräusche, die durch die geschlossene Tür dringen. Idra schämt sich offensichtlich und stammelt immer wieder Entschuldigungen. Die Unterbrechung ist ihr furchtbar peinlich. Die gestiegene Geräuschkulisse und das Knallen von Türen rufen Swantje und Alandra auf den Plan, die in den Wohnbereich geeilt kommen. Während sich Swantje besorgt nach Idra erkundigt, lässt Alandra schweigend ihren Blick durch den Raum schweifen, mustert Esra und bahnt sich an ihr vorbei einen Weg in den Wasch- und Badebereich, während Swantje noch deine Seite der Geschichte zu hören bekommt.

Im Verlauf von Esras Schilderung kehrt auch Alandra mit dem leeren Weinglas zurück und begibt sich an eine der wenigen lichtspendenden Schießscharten und schwenkt mit grüblerischem Blick das Kristallglas vor Praios unbestechlichem Blick. Auch auf Esra fällt dabei ihr durchdringender Blick, während sie ebenfalls ihren Ausführungen lauscht. „Nun in Wein getauchte Datteln und Feigen mögen zwar eine Leckerei sein, doch sollte man es damit nicht übertreiben, wenn ihr mich fragt: eine harmlose Verstimmung. Wenn sich morgen die Praiosscheibe erhebt, wird sich die werte Idra sicher erholt haben.“ Alandra schnaubt verstimmt und stellt das Glas wieder auf das dafür vorgesehene Silbertablett. Esras versierte Dosierung war zu fein, als dass Rückstände bei dem schummrigen Licht klar zu erkennen wären. Auch der Geruch des schweren Weins hat sich nicht verändert. Sie nimmt dennoch das Tablett mit einem mahnenden Blick auf Esra an sich und ergänzt dass dafür jetzt wohl keine Veranlassung mehr bestehen sollte. Sie versichert Swantje, dass die Beraterin des Barons von der Befähigung ihrer Kammerzofe überzeugt sei und stellt Swantje frei ihre Dienste ersatzhalber in Anspruch zu nehmen. Alternativ würde sie angemessenen Ersatz suchen, was Swantje in Anbetracht der gegebenen Zeit aber ablehnt. Als erstes weist Swantje Esra an, ihr den Waschzuber im Wohnquartier zu bereiten. Die Zustände im von Idra belegten Bad würden wohl keineswegs ein gepflegtes Bad erlauben. Dann verlässt die Leibwächterin das Quartier mit dem Tablett und Swantje zieht sich wieder in ihre Kammer zurück. Esra möge doch klopfen, wenn das Bad bereit sei.

Esra bereitet alles in Windeseile vor. Wichtige Utensilien wie Seife, Parfum oder Schwamm nimmt sie sich vor zurückzuhalten, um später einen Grund zu haben ihr das Vergessene zu bringen, wenn sie in der Wanne sitzt. Der Dienerschaft ist bewusst wie bald schon das abendliche Bankett ansteht und so kommt hektische Betriebsamkeit in die kleine Stube. Während fleissige Hände noch das Bad richten, treten zwei weitere Personen durch die momentan beständig geöffnete Tür, durch die Diener und Zofen hinein- und heraushuschen. Ucurian, der Herr des Falkenbundes, durchquert gemäßigten Schrittes, ohne die Bediensteten mit größerer Aufmerksamkeit zu bedenken, den Raum. In Begleitung von Ritter Rondrik, dessen Augen weitaus wachsamer durch den Raum huschen. Schnurstracks hält der charismatische im Volksmund als "Goldener Falke" bezeichnete Cronverweser Darpatiens auf die Tür zu Swantjes Gemach zu. Esras Herz steht kurz still, sie senkt den Blick vor den hohen Herren, verfolgt aber jeden ihrer Schritte, sobald sie sich unbeobachtet glaubt. Aufgrund ihrer Begegnung auf den Feldern vor Talf versucht sie sich immer im Rücken Rondriks zu halten oder ihm den ihren zuzudrehen. Während Rondrik seinem Lehnsherrn, der durch einen Türspalt eine aufgrund des allgemein gestiegenen Lärmpegels unverständliche Unterhaltung sucht, den Rücken zuwendet und die Arme vor der Brust verschränkt, müht sich Esra sich seinem Blick zu entziehen. Das Badewasser gurgelt in Strömen aus den herbeigeschleppten Eimern in die Wanne. Es dauert einen kurzen Moment, dann tritt Ucurian durch den Spalt in der Tür in das Gemach der Fürstin. Nachdem diese sich wieder geschlossen hat, lehnt sich Rondrik gegen das alte Holz des Türrahmens und beobachtet die geschäftige Betriebsamkeit.

Esra ärgert sich kurz darüber, dass sich ihr Gedanke an ein unbemerktes Lauschen in Luft aufgelöst hat. Sie bemüht sich weiterhin sich nicht auffällig zu verhalten. Sie geht den anderen Dienern zur Hand oder huscht auch mal zum Abbort, um sich dort nach Idra zu erkundigen und spekuliert darauf, dass die anderen das Zimmer wieder verlassen werden, wenn Swantje ihr Bad nimmt.

Tatsächlich greift das Wirken des eingelernten Personals hier allerdings so gut ineinander, dass Esra irgendwann sogar die Befürchtung hegt, aus dem Rahmen zu fallen, weil vielleicht nicht jeder einzelne Handgriff sitzt. Allerdings bezweifelt sie auch, dass das ausgerechnet dem wachhabenden Ritter auffallen sollte. Aus dem Abbort dringen immer noch unappetitliche Laute und das Wimmern der unglücklichen Idra an Esras Ohr. Allerdings befindet sich in diesem Raum auch ein weiterer Zugang zum Gemach von Swantje ... Und eine Tür an der man mit etwas Glück und Phexens Segen vielleicht etwas von der Konversation in Swantjes Gemach aufschnappen könnte.

Der Tsageweihten fällt auf, dass einzelne Diener und Mägde ihr missbilligende Blicke ob der ihre Arbeiten vernachlässigenden Zofe zuwerfen. In einigen Gesichtern spiegelt sich jedoch auch Verständnis als die unglücklichen Laute Idras durch die Tür dringen, als Esra diese öffnet. Idra bittet sie unter Tränen nicht hereinzukommen, sie solle sie nicht so sehen. Der Abbort, auf dem die Magd zusammengesunken kauert, ist einige Schritt von der Tür zu Swantjes Gemach entfernt. Sich um sie zu kümmern und gleichzeitig zu lauschen, dürfte sich schwierig gestalten. Doch Esra ignoriert diese Bedenken und tritt trotzdem ein. Sie redet der bedauernswerten Esra gut zu, sie sei nicht der erste Mensch auf der Dere, den ich so sehe. Sie möge doch mit dem Eimer hinaus an die frische Luft treten - und dabei greift sie ihr bereits unter die Arme - damit Esra sauber machen und der Gestank sich nicht bis in das Gemach der Herrin ausbreiten könne. Ich ziehe sie bestimmt auf die Beine und schiebe sie in Richtung der neugierig guckenden Dienerschaft. Sie ist dabei freundlich aber resolut. Widerworte werden ignoriert. Der Umgang mit zuweilen bockigen Kindern im Waisenhaus kommt ihr dabei zugute.

Entgegen Esras vielleicht gehegter Hoffnung stellt sich Idras überreizte Darmaktivität nicht ein. Idra bringt nur ein beschämtes Quietschen zustande und presst krampfhaft ihre Oberschenkel zusammen. Die übelriechende Flut kann das nicht stoppen. Angewidert wenden sich die Teile der Dienerschaft, die dieser Szene mehr oder weniger gewollt beiwohnen ab oder starren entsetzt auf die junge Kammerzofe, die mit hochrotem Kopf versucht den Missstand zu verbergen.

Nach dem vergeblichen Versuch Idra aus dem Bad zu bringen, ist einiges an zusätzlichem Trubel entstanden. Unruhe erfüllt den Raum und als Esra die wimmernde Idra wieder auf den abbort sinken lässt, sieht sie dass Rondrik durch die Tür zum Wohnquartier in Richtung des Bades linst. Mit hochrotem Kopf kommt dahinter der Majordomus zum Vorschein und stürmt an dem Recken vorbei direkt auf Esra zu.

Mit polternden Schritten und offensichtlich peinlich berührt passt Ernbrecht Hiligon, der Majordomus der Burg, Esra an der Tür zum Bad ab, nicht ohne jedoch zuvor einen pikierten Blick auf Idra zu werfen, die sich jetzt wieder über dem Abbort krümmt, bevor Esra die Tür schließt. Im Hintergrund verengt Rondrik die Augen zu Schlitzen und mustert Esra eindringlich, bevor ihr Kopf hinter dem des Majordomus verschwindet als dieser sich vor ihr aufbaut. "Was denkt Sie sich ..." zischt er in seiner Wut dennoch auf Diskretion bedacht. "Überlasst die Zofe den Konsequenzen ihres Fehlverhaltens! Mitgefühl ist hier völlig fehl am Platz. Sie bleibt hier, bis ihr Magen sich beruhigt hat oder will Sie mich in die missliche Lage bringen die Spuren dieses Missgeschicks durch den gesamten Bergfried hinter ihr beseitigen zu lassen?? Was sollen nur unsere Gäste denken!?"

Esra ist in der permanenten Anspannung nicht aufzufallen einem Herzinfarkt nah, da der Majordomos sie jetzt auch noch in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückt. Sie wird mit gesenktem Kopf nicken und allem beipflichten, was er anzubringen hat. Nur nicht zu Rondrik schauen ... Nur nicht Rondrik...

Esra kann die Unruhe nicht ganz niederkämpfen und so gilt ein Teil ihrer Aufmerksamkeit auch *Rondrik*, der die junge Tsa-Geweihte in Augenschein genommen hat und mit in Falten gelegter Stirn zu grübeln scheint. "... Jetzt kümmere Sie sich um das Bad der Fürstin oder mir ist ganz gleich, welche Empfehlung die Herrin von Darbonia für euch aussprach. Zackig! Und ich dulde keine weiteren Peinlichkeiten!" Mahnend hat der Majordomus den Finger gehoben und bedeutet jetzt mit einem Wink den übrigen Mägden und Dienern in dem Raum sich zurückzuziehen. Jergan, der gerade einen leeren Eimer in der Ecke des Raumes abstellt, wirft Esra einen bemitleidenden Blick zu. Dann stapft Ernbrecht wieder von dannen und raubt damit auch Esra die Deckung durch seinen kahlen Hinterkopf vor Rondriks Blick, der noch immer im Durchgang steht, während die Dienerschaft an ihm vorüberhuscht. Sein Blick ist lauernd, nachdenklich, aber zeigt auch Spuren von Verwirrung.

Sofort wendet sie sich ab und beginnt zu hantieren, fühlt aber auch Erleichterung, dass der Haus- und Hofmeister sie nicht von der Aufgabe das Bad auszurichten abgezogen hat. In Gedanken schickt sie ein Stossgebet zur Jungen Göttin und dankt ihr, dass sie ihr Kind beschützt, dient dies alles doch der Vermeidung weiteren Blutvergießens in der Wildermark. Sie beeilt sich so schnell wie möglich alles fertig zu bekommen, damit das Bad beginnen kann.
Die schweren rasselnden Schritte, die sich ihr über den kahlen Steinboden hinweg nähern, lassen Esras Herz bis zum Hals klopfen. Ein Räuspern ertönt, nur vielleicht anderthalb Schritt von ihr entfernt, während bedingt durch den klammen Fackelschein ein großer, wild zuckender Schatten auf sie fällt. "Verzeiht bitte, dass ich Euch bei der Erfüllung Eurer Pflichten ein weiteres Mal unterbrechen muss, werte Dame." Die Stimme des Hünen klingt tatsächlich überraschend angenehm und hallt im sanften Barriton an den Steinwänden des Bades wieder, in dem sich jetzt nur noch ihr beide befinden. "Ich wage es kaum diese Frage an euch zu richten, fürchte ich gar dass sie euch erzürnen könnte, aber ... Haben wir uns schon einmal gesehen? Sind wir uns nicht schon einmal begegnet?"

Herzstillstand. Dann wirbelt Esra so überrascht wie möglich herum. "Hoher Herr, ihr beliebt zu scherzen. Nein. Da irrt ihr euch wohl. Doch allein das mein Antlitz die Erinnerung an eine Dame in euch zu wecken scheint, erfüllt mich doch mit Stolz, die ich eine einfache Magd nur bin. Nun entschuldigt mich. Ich will die Fürstin in keinem Falle ungünstig stimmen, nach den vergangenen Stunden.“ Und damit drehe sie sich wieder um und verwünscht doch im Geist dieses ganze Unterfangen. In diesem kritischen Moment gelingt es Esra sich ein Herz zu fassen und sich voller Überzeugung, obwohl das durch ihre Ohren rauschende Blut zu einem ohrenbetäubenden Dröhnen angeschwollen ist, dem durchdringenden Blick aus den kalten, stahlblauen Augen von Rondrik zu stellen und ihm die Stirn zu bieten. Im Brustton der Überzeugung formuliert sie die wenigen aber entscheidenden Worte. Wie in Trance nimmt sie noch wahr, dass der Hüne noch so etwas wie eine Entschuldigung stammelt, aber wie beiläufig und beschäftigt von ihr stehen gelassen wird.

Einen tiefen Seufzer der Überzeugung unterdrückend, kehrt Esra in das Wohnquartier zurück, in dem gerade noch zwei Dienstmägde damit beschäftigt sind, eine Stellwand aus dünnem Holz aufzurichten und sowohl Badeutensilien als auch Handtücher auf an die Wanne herangezogenen Hockern anzurichten. Dann wenden sie sich zum Gehen, alles scheint bereit.

Mit Erleichterung aber noch immer pochendem Herzen gibt Esra der Fürstin Bescheid, dass das Bad nun bereit ist, indem sie an die ungeöffnete Tür klopft und es durch das schwere Holz raunt.
"Ausgezeichnet ... Wenn ihr mich jetzt entschuldigen mögt, Vater? ... Ihr dürft euch jetzt zurückziehen. Und wenn ihr so lieb wäret und kurz nach der armen Idra sehen könntet? Ich höre ihr Schluchzen durch die Tür." Ein kurzes Rasseln schreckt Esras überreizte Sinne auf, doch als sie herumwirbelt, sieht sie nur dass Rondrik beim kleinlauten Verlassen des Badezimmers mit der Stiefelspitze am großen Teppich im Wohnbereich hängengeblieben ist und beim Versuch sich festzuhalten beinahe einen kleinen Beistelltisch umgerissen hätte. Der Kerzenständer darauf schwankt noch kurz bedenklich, bevor er wieder in seiner stummen Wacht verharrt. Ein kurzer unziemlicher Fluch entfährt dem Recken und er murmelt mit hochrotem Kopf eine Entschuldigung bevor er sich aus Swantjes Gemach zurückzieht, dabei durch den immer noch unschlüssigen Blick, den er Esra noch abschließend zuwirft, beinahe noch mit der Schulter am Türrahmen hängenbleibt.

Mit einem kurzen Schreck fällt Esra auf, dass die Mägde, die sich bis sie das Quartier verließen noch an dem Waschbottich zu schaffen gemacht hatten, in Abwesenheit von Esra eben jene Utensilien dort ausgebreitet haben, welche sie noch absichtsvoll zurückhielt. Gerade fällt die Tür hinter Rondrik ins Schloss und der stolze, aufrechte Gang eines Edlen verrät, dass auch Ucurian die Tür von Swantjes Gemach in wenigen Augenblicken erreicht haben dürfte.

Der waghalisge Sprung gelingt und auch dem tückischen Teppich, dem beinahe Rondriks Würde zum Opfer gefallen wäre, entgeht sie mit ihrem entschlossenen Sprung in Richtung der eingedeckten Hocker. Ein kurzer, gehetzter Blick und Esra hat die Wahl. Sie wird nicht alles mitnehmen können: das Handtuch, das Swantje definitiv brauchen wird, dass aber zu gross ist um es vor Ucurian zu verstecken, sollte sie nicht schnell genug sein. Die Bürste? Die Seife? Ein leises Knarren verrät, dass Ucurian seine Hand auf den Türgriff legt. Kurzerhand entscheidet sie sich für die Seife. Mit einem Knarzen und dem schweren Schnarren der leidlich geölten Scharniere öffnet sich langsam die Tür. Die Seife liegt mit einem Mal gefühlt sehr rutschig und unsicher in ihrer Hand als Esra mit leisen, schnellen Schritten zur Tür zum Waschraum zurückeilt. Esra ist zu diesem Zeitpunkt schon schweißgebadet. Sie schwört sich, sich nie wieder auf das Parkett der politischen Intrigen zu begeben und sich für solch eine Sache einspannen zu lassen.

Mit Schrecken wird der jungen Tsa-Geweihten bewusst, dass Esra es nicht rechtzeitig schaffen wird, die Tür ist schon zu weit geöffnet, als dass Ucurian sie jetzt nicht beim Davonstehlen sehen würde. Zwei Optionen kreisen in ihrem Kopf. Stehen bleiben und sich versuchen zu erklären oder mit sich lautlos hinter der Trennwand verbergen, die sie von dem Bottich selbst und auch Ucurian trennen würde. Mit rasendem Herzen erreicht Esra gerade noch rechtzeitig den Sichtschutz aus dünnem Holz und presst sich so eng es eben geht, ohne sich auch dieses Verstecks zu berauben gegen die sorgsam bemalte Oberfläche. Sie hält den Atem an, als Schritte über den Steinboden hallen und schließlich vom Teppich verschluckt werden. Ist Ucurian stehen geblieben? Schaut er sich misstrauisch um? Zeichnet sich gar ihr umriss hinter dem Holz ab? Sie wagt es kaum zu atmen. Ein stummer Hilferuf eilt zu den Zwölfen ...

Dann die Erlösung als am Ende des Raumes seine Schritte ihre Fortsetzung finden und der messingverzierte Türgriff quietscht, nur um kurz darauf wieder schwer ins Schloss zu fallen. Nur wenige Augenblicke später und während Esra noch erwägt jetzt schnell in den Waschraum zu schlüpfen, sind leise die Geräusche nackter Fusssohlen zu hören, die sich an den Steinboden schmiegen. Das muss Swantje sein.
Das Plätschern und Gurgeln des Wassers verrät Esra den Moment, in dem Swantje in den Waschzuber steigt. Fast ein wenig verschämt und mit ins Gesicht aufsteigender Röte linst sie durch den schmalen Spalt auf die ihr seitwärts zugewandte Schönheit, die sich mit sich offen über ihre Schultern bis zu ihrem wohlgeformten Gesäß ergießenden blonden Haaren behutsam und mit genussvoll geschlossenen Augen in das dampfende Badewasser sinken lässt. Tatsächlich kann Esra einen kurzen Blick auf ihre linke Schulter erhaschen. Abgesehen von ein paar kleinen, verloren wirkenden Leberflecken ist dort nichts zu sehen, was einem Muttermal gleichkäme. Aber war es die linke Schulter? Oder die Rechte? Was hat Answin vor ein paar Tagen noch zu Paske gesagt? Auch er war sich letztens nicht sicher ...

Um ganz sicher zu gehen, entscheidet sich Esra sie noch weiter zu beobachten, in der stillen Hoffnung, dass sie ihr irgendwann auch die andere Schulter zuwenden wird. Nachdem Swantje in die Wanne gesunken ist, entringt sich ihrer Brust ein Seufzer und sie macht erst einmal keine Anstalten sich zu bewegen. Nach einer gefühlten Ewigkeit in Esras dennoch erschreckend zugänglichen Versteck tastet sie erst forschend hinter sich, dann wendet sie der Trennwand ihr Gesicht zu, als sie die bereitgestellten Hocker offenbar nach der Seife abzusuchen scheint. Kurz streift ihr Blick den von Esra und wieder schwillt Esras Herzschlag bis zum Hals. Nein. Sie hat es geahnt. Das musste ja kommen. Jetzt wird sie Esra rufen und sie steht hinter der Trennwand.

"Irina? Irina?? Mir scheint, die Seife wurde vergessen?" Mit an ihren Schultern klebenden, durchnässten Haaren beugt sich Swantje leicht über den Rand der Wanne und sucht mit ihren Augen den Teppich nahe der Hocker ab. Mit Entsetzen durchfährt Esra die Erkenntnis, dass ein zu lautes Rufen von der designierten Fürstin auch die Leibwächterin vor der Tür auf den Plan rufen könnte. Sie muss handeln, wenn sie das verhindern möchte. Wie versteinert bleibt sie stehen und beobachtet die Fürstin ratlos und überschlägt abermals ihre Optionen. Ungesehen Richtung Tür schleichen? Unwahrscheinlich … sowohl zur Tür zum Waschraum als auch zur Eingangstür hat Swantje freie Sicht. Dann durchzuckt Esra unvermittelt ein Geistesblitz. Die Tür zu Swantjes Kammer wäre näher …

Dass es dennoch ein Wagnis wäre, ist Esra aber bewusst.

"Hallo? Irina? Ist alles in Ordnung??" Swantjes Stimme gewinnt an Lautstärke und Intensität.

Aus der Not heraus riskiert sie es, immerhin führt von dort aus wieder eine Tür zum Abbort und von da aus auch in die Waschküche, in der sie sich jetzt eigentlich befinden sollte. Mit katzenhafter Geschmeidigkeit, die sie auch selbst ein wenig überrascht, huscht Esra über den sonst jedes Geräusch transportierenden Steinboden, schlüpft durch die noch geöffnete Tür und drückt sich im Inneren erst einmal eng gegen den kalten Stein der Wand. Das Herz klopft ihr wieder bis zum Hals. Zum wiederholten Mal stellt sich ihr die Frage, warum bei allen Göttern sie sich auf diese waghalsige Mission eingelassen hat. Nachdem sie sich innerlich etwas beruhigt habe, ruft Esra in den Raum, dass sie sogleich mit der Seife zu ihr eilen würde.

Gerade als Esra ihre Ankündigung mit hinter vorgehaltener Hand in Richtung Swantje gerufen hat und das Plätschern des Wassers davon kündet, dass die Fürstin sich wieder in die Umarmung der glucksenden Fluten überantwortet, fällt Esras stets wachsamer Blick auf den kleinen Schreibtisch nahe des großzügigen, herrschaftlichen Bettes. Ein kleines Detail, eines, das vielen, die weitaus weniger aufmerksam sind, entgangen wäre, fällt ihr ins Auge. Wie, kann sie sich nicht erklären, rast doch noch immer ihr Puls und ihre Gedanken kreisen fieberhaft um den Wunsch diese trutzige, von Feinden bevölkerte Burg umgehend wieder zu verlassen. Von einige Pergamenten, die wohl hektisch und überstürzt wieder verräumt wurden, ragt nur die kleine Spitze einiger Seiten unscheinbar aus der obersten, nicht zur Gänze geschlossenen Schublade. Eine Abweichung von der sonst hier vorherrschenden Aufgeräumtheit. Von den sorgsam zusammengelegten Kleidern, dem glatt gestrichenen Bettzeug und den sonst so sorgfältig platzieren Elementen aus Swantjes Habe. Wagt Esra es eine weitere Verschleppung des Wunsches ihrer "Herrin" in Kauf zu nehmen? Vielleicht ist es auch nichts, nur das Abfärben der sich in diesen Mauern stauenden Paranoia. Ihre überreizten Sinne, die ihr einen Streich spielen.

Auch wenn es sie wahrscheinlich in die Küche der Niederhöllen bringen wird: sie nähert sich geräuschlos dem Schreibtisch und zieht die Schublade ganz langsam ein winziges Stück auf. Und achtet peinlich genau darauf es dann zu tun, wenn Swantje in der Wanne gerade Geräusche macht.

In der sonst für den Besuch geleerten Schublade findet Esra einen speckigen und abgegriffenen Ledereinband, aus der die besagten verräterischen Zipfel einiger Pergamente ragen. Es ist mit einer nicht ganz festgezogenen um einen hölzernen mit einem Falken versehenen Knopf gewickelten Kordel verzurrt, wurde aber offensichtlich hastig hier hineingeworfen. Im Nebenraum hört Esra Swantje leise murren. Offensichtlich scheint sie mit der von Arnhild von Darbonia empfohlenen Zofe und ihrer gebotenen Leistung nicht zufrieden zu sein. Ja, gar ein wenig enttäuscht.

Der Einband ist zu groß um ihn in seiner Gänze einzustecken. Dazu wäre er etwas zu steif, die einzelnen Pergamente hingegen ließen sich zusammenrollen und mit etwas Geschick verstauen. Je mehr natürlich umso schwieriger. Mit zitternden Fingern nimmt Esra das Dokument aus der Schublade und macht sich an der Kordel zu schaffen. Gerade als sie glaubt den Einband geöffnet zu haben, rutscht der offensichtlich schwere, weil seitenstarke Inhalt zurück gegen den Lederrücken und entgleitet ihrem Griff, bevor sie reagieren kann. Raschelnd schlupfen einige Seiten durch ihre Finger und gleiten mit in ihren Ohren betäubender Lautstärke zu Boden. Götter! Swantje muss das einfach gehört haben.

Esra ist in diesem Moment bewusst, dass sie sich in Swantjes Privatgemächern befindet, in denen sie eigentlich nichts verloren hätte. Keine Waschutensilien. Möglicherweise könnte man es als kleines Missgeschick auslegen, wenn Esra um Zeit zu sparen von Idra den kürzesten Weg zur Wanne wählen würde. Neben einem Bett und dem besagten Schreibtisch finden sich hier auch noch zwei große Schränke aus dunklem Holz und ein kleiner Hocker. Zwei schmale Schießscharten beleuchten die Szenerie im schummrigen Licht des sich zunehmend verdunkelnden Himmels und vermischen sich mit dem Schein der Kerze auf dem Nachttisch. Atemlos lauscht Esra in die Stille. Nur das leise Plätschern aus der Wanne dringt an ihr Ohr, liefert aber keine Anzeichen für eine gesteigerte Eile oder Alamiertheit der Tochter Ucurians. Ist es möglich, dass die Adelige sie nicht gehört hat? Ihr Phex in diesem Moment hold war? Was auch immer sie zu tun gedenkt, sie muss sich eilen.

Den Göttern sei Dank! Sie rafft die die Unterlagen zusammen, wirft nur einen ganz kurzen beiläufigen Blick auf deren Inhalt um zu erkennen ob sie wohl relevant sein mögen. Die erste Seite ist ein nicht unterzeichnetes Anschreiben, in dem der unbenannte Verfasser um die Zerstörung der Unterlagen nach dem vollständigen Studium bittet. Mit aufgewühlt zitternden Fingern blättert Esra um und überfliegt die nachfolgenden Zeilen. Wichtige und persönliche Details über Swantjes Werdegang, ihre Zeit im Exil, Namenslisten, Daten ... Ihr kreist der Kopf. Alles wird sie nicht mitnehmen können, dafür fällt das Dokument zu groß aus, aber das Deckblatt und einige zufällig erwählte Auszüge aus dem Dokument könnte sie sicherlich in ihrem Gewand unterbringen. Natürlich nimmt sie auch die erste Seite mit, auf der Swantjes gesamter Titel aufgeführt ist.

Swantje oder wie auch immer ihr Name lauten mag, hatte offensichtlich mit Schwierigkeiten zu kämpfen sich die Einzelheiten dieses ausführlichen Manifests zu verinnerlichen. Wer könnte es ihr verübeln ... Ucurian hatte sie wohl anderes erzählt und versucht bei seinem unangemeldeten Auftauchen einen peinlichen Beweis für ihre Täuschung verschwinden zu lassen.

Ein bedeutungsvoller Fund und Beweis, der Ucurian vor seinen Verbündeten im Falkenbund das Gesicht kosten könnte. Ebenso wächst aber auch Esras Aufregung, sie wagt sich kaum auszumalen, was mit ihr geschehen wird, wenn sie mit den belastenden Unterlagen noch im Inneren der Burg erwischt würde. Tatsächlich gelingt es Esra die wahllos herausgegriffenen Seiten in ihren Beinkleidern, ihrer Corsage oder unter der Bluse so zu verstauen, dass nichts davon bei oberflächlicher Betrachtung auffiele. Ihre Übung in kleineren Gaukeleien und Zauberstücken machen sich bezahlt. Es bleibt nur zu hoffen, dass sie niemand einer genaueren Untersuchung unterzieht. So wie sie das Pergament am Körper spürt, würde auch einem anderen auffallen, dass hier etwas nicht stimmt. Sie trägt möglicherweise das Schicksal des Falkenbundes am Körper.

Dann eilt sie zu Swantje um ihr die Seife zu bringen. Über kurz will sie jetzt nur noch raus aus der Burg. Unwillkürlich drängt sich ihr die Frage auf, wo Aruna sich wohl befinden mag. Die falsche Swantje zuckt in der Wanne kurz erschrocken zusammen, als Esra von hinten an sie herantrittst und sich entschuldigt, sowie sich nach weiterem Begehr der Adeligen erkundigt. Die schwüle Wärme, die sich in dem fensterlosen Zimmer jetzt ausgebreitet hat, hatte sie wohl kurz einnicken lassen. Sie wirft einen kurzen Blick über die Schulter und setzt kurz eine tadelnde Miene auf, während sie mit einer Hand zumindest einen Teil ihrer Blöße bedeckt und mit der anderen die Seife entgegennimmt. "Irina, ich möchte Sie darum bitten mein Zimmer doch nach Möglichkeit nicht als Durchgang zu verwenden. Wenn die Gerüche aus dem Abbort auch mein Quartier durchdringen, wird Sie es sein, die Idras Verfehlung nachher bereinigen darf." Dann beschließt sie ihre Worte aber mit einem huldvollen Lächeln. "Aber im Moment gibt es nichts, was Sie für mich tun könnte. Kommt in ein paar Minuten wieder und bringt mir das grüne Gewand, dass dort über der Trennwand hängt. Wir haben leider nicht mehr viel Zeit."-„Natürlich Herrin!“ Sie zieht sich zurück und klopft bei Idra, ob es ihr besser geht. Gedanklich ist Esra aber bei Aruna und der Flucht. Wo Aruna sich befindet, weiss Esra nicht, zuletzt befand sie sich in der Gesellschaft von Arnhild von Darbonia. Wohl auf dem Weg zu den Gemächern des Barons. Sie hat furchtbare Angst mit den Papieren entdeckt zu werden und überlegt, wie sie diese loswerden kann. Aus den Schiesscharten werfen? Aber wie soll man sie dann später finden und in welche Hände mögen sie geraten?

Esra bedauert ebenso, dass es keine Möglichkeit gibt mit den beiden Magiern in Kontakt zu treten, vielleicht hätten diese Rat gewusst. Sie aus den Schiessscharten zu werfen, IST eine Möglichkeit, aber je nach Richtung des Windes könnten die Dokumente überall landen. Im Inneren Ring, in dem sich Aruna und Esra ihrer kurzen Pause widmeten, auf den von Söldnern besetzten Mauern oder gar im Burggraben. Zudem kündigen düstere schwarze Wolken Regen an. Dann bringt sie Swantje das geforderte Kleid von der Trennwand und erkundigt sich, ob sie ihrer noch Bedarf, denn auch den Majordomus möchte sie nicht verärgern.

"Nun, da Idra sich den Magen ganz schändlich verdorben hat, wäre es für mich vonnöten, dass ihr mir mit der Corsage und den Schultern des Kleider zur Hand geht. Alandra??" ruft sie mit lauter kraftvoller Stimme und die Leibwächterin tritt ein. Mit einem Mal fühlt sich Esra fürchterlich nackt, als der aufmerksame Blick der Kriegerin der Lederrüstung über sie wandert. "Lasst den Majordomus darüber in Kenntnis setzen, dass ich der Dienste Irinas nicht mehr bedarf, sobald sie mir mit dem Kleid geholfen hat. Er möge einen Diener schicken, der Sie in ihre Unterkunft geleiten soll."

Einerseits ist Esra erleichtert darüber, dass sie bald aus den Diensten Swantjes entlassen ist, andererseits ist sie aber auch auf der Hut sich nicht noch im letzten Moment zu verraten. Tatsächlich dauert es nicht lang bis eine der Bediensteten eintritt, während Esra sich gerade an den Schnüren der Corsage zu schaffen macht. Sie zieht sich wortlos in eine der Ecken des Wohnquartiers zurück, während Alandra im Durchgang zum Turmkern Position bezieht. Die Tür nach draussen lässt sie nur angelehnt, wirft aber immer wieder flüchtige Blicke auf den nur selten von Schritten widerhallenden Flur. Swantje ächzt unter dem Druck der enganliegenden Corsage und sie wirft einen Blick zu der untätigen Magd. "Etwas Wein wäre jetzt vortrefflich." Alandra ist es, die ihr von einem knappen Kopfschütteln begleitet, antwortet. "Verzeiht, meine Fürstin, aber ich bitte euch so kurz vor dem Fest davon abzusehen. Vielleicht bekommt der schwere, märkische Wein auch Euch nicht gut." Die falsche Fürstin Irmegunde II. seufzt verdriesslich. "Ich werde dafür Sorge tragen, dass Idra für ihre Frechheit und die unangenehmen Umstände auch eine angemessene Strafe erhält." Wortlos widmet Esra sich weiter den abschließenden Arbeiten an dem hochherrschaftlichen Kleid. Sie äussert kein Wort, um nicht in irgendwelche Erklärungen verwickelt zu werden und arbeitet mit gesenktem Blick. Ich versuche mich nicht zu viel zu bewegen, damit das Papier nicht raschelt. Es reut sie, dass sie Idra solchen Schaden zufügen musste, der nun noch geahndet wird. Aber es ist klüger zu dieser Sache hier zu schweigen. Möge sie bei der Göttin später ihr Gewissen erleichtern.

Es dauert auch nicht lang, bis Esra aufgrund ihrer guten Kenntnisse in Schnitt- und Schneiderkünsten ihr Werk vollendet hat. Auch das Lächeln, das sich im Mundwinkel der blonden Schönheit abzeichnet, überzeugt Esra davon, dass sie hier in diesem Punkt genau die Form von guter Arbeit abgeliefert hat, die Swantje nach den blumigen Worten Arnhilds zu erwarten schien. Daraufhin gesellt sie sich auf respektvolle Unterwürfigkeit bedacht an die Seite der Dienerin und strebt Alandra entgegen.

"Ich wünsche der Fürstin einen angenehmen Abend und erlaube mir, mich nun wieder den Diensten des Majordomus zu unterstellen. Möge man mich dorthin geleiten." Die Dienerin nickt und lächelt kurz freudlos. Alandra tritt aus dem Durchgang zur Tür zurück und macht den Weg frei. Unvermittelt durchschneidet Swantjes Stimme die konzentrierte Stille, in der sich jeder bereits neuen Aufgaben zuzuwenden scheint. "Gehe ich Recht in der Annahme, dass Alandra nun, wenn sie euch durchsuchen sollte, nichts von dem vom Baron hochgeschätzten Tafelsilber in Euren Taschen fände?" Ihrem Unterton haftet etwas Lauerndes an. "Die Herrin von Darbonia wählte mich nicht ohne Grund, die ich als aufrichtig und verschwiegen gelte. Mögt ihr die Wahl der Herrin hier anzweifeln, so steht es euch zweifelsfrei zu, mich hier zu prüfen, werte Frau", erwidert Esra mit beleidigter Miene. Oh Phex, so hilf noch dieses eine Mal, so fleht sie innerlich. Dukaten will ich auch in deinen Tempel bringen!

Während Alandra noch einen Schritt auf dich zumacht, erklingt das glockenhelle Lachen von Swantje hinter dir. "Gebe Sie sich doch nicht so verstockt. Verzeiht, Irina, ich konnte es nicht lassen. Das war ein Scherz." Dann nickt sie Alandra zu, die wieder zurücktritt. Ihre Augen wirken wie glühende Kohlen, die über Esras vor ihr entblößt wirkenden Körper gleiten. Das Verbergen, das Lügen verursacht Esra beinahe körperliche Schmerzen. Aber Phex hat schützend seine Hand auf ihre Schulter gelegt. Wahrscheinlich lächelt er sogar.

Als das Rauschen in Esras Ohren der Erleichterung weicht, richtet sich ihr Geist auf eine andere Quelle von Geräuschen. Aufgeregt eilende Schritte über die dielenbelegten Zwischenböden, vom Holz gedämpfte, aber gleichermaßen vom Stein bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Rufe. Schreie? Ein stumpfes, jeglicher Farbe beraubtes Gewirr aus klirrenden Tönen. Was geht hier vor sich? Oh Phex! Mein Wort werde ich nicht brechen, schwört sie noch im Stillen. Ich danke dir! Chaos? Schiesst es ihr daraufhin durch den Kopf. Vielleicht ihre Chance doch verschwinden zu können...

Die Dienerin, die vor dir auf den Zwischengang tritt, erstarrt plötzlich in ihrer Bewegung. Nur einen Sekundenbruchteil zuvor, glaubte Esra so etwas wie ein Sirren, gebettet in den Hall ihrer eigenen Schritte zu hören. Nur einen Augenblick später ragt die blutgetränkte Spitze eines Pfeils aus dem Hals der jungen Magd. Während das Pochen ihres Herzens zu einem düsteren Trommelwirbel anschwillt, schwingt noch das gefiederte Pfeilende auf der anderen Seite aus. Entseelt stürzt die junge Frau zu Boden und mit Schwielen übersäte Hände legen sich um die junge Tsageweihte als sie sie zurückreißen. "Zu den Waffen!" brüllt Alandra nahe an ihrem Ohr. "Schützt die Fürstin!!" Ihr Ruf hallt an den Wänden wieder, dann stößt sie im Fallen mit einem beherzten Tritt die schwere Eichenholztür zurück in den Rahmen. Swantjes entsetzter Schrei wird vom krachenden Einschlag der Tür übertönt. Ein Gewirr an Schritten, das Singen von Klingen, die aus ihren Scheiden gerissen werden. Kampfeslärm ... Und vor der Burg setzt begleitet von fernem Donner der Regen ein.
Panisch rappelt Esra sich auf und flüchtet zuerst einmal hinter die Trennwand. Esras Gedanken rasen. Wer wagt einen offenen Angriff auf die Burg? Wie kann sie sich in Sicherneit bringen? Sie schaut zu Alandra, deren Griff sie noch schaudern lässt, ob sie das Papier wohl gefühlt hat, oder abgelenkt war. Und noch etwas anderes hat die stolze und erfahrene Kämpferin für einen Moment in ihr angerührt... Sollte sie sich an Swantje halten, die von Alandra sicher beschützt wird? Vielleicht würde ihr auch dies zuteil?
Session: Der Zug der Fürstin - Die Windkönigin - Monday, Jul 10 2017 from 1:00 PM to 4:00 PM
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Waking from a Nightmare
As we pass through the mists and back into our homeland, the memories of our recent adventures start to seem foggy and unreal. At this point, the following still sticks in my mind:

Oscar, Anton, and I left the Vistani wagon heading out of Ravenloft, and turned back toward Valaki. We were met by Laucian - a Cleric survivor of Mordenkainen's peasant army, Randy - a Bard from another world, and Sergei - a Paladin who had a run-in with the Vistani. They agreed to join us, so we gathered up supplies & horses and headed towards Strahd's castle.

Rather than barge through the main gate - setting off traps and attracting guardians, we discovered a back door of sorts. We had just enough magic between us to levitate slowly up behind the castle to the attached outbuildings, then shatter a window and enter. We discovered coffins identified as King Barov and Queen Ravenovia. There seemed to be no threat, so we left them in peace.

We dispelled a blue magical field around the outbuilding, and entered the burial vault. We explored a group of numbered crypts, including one with Laucian's named on it (and containing his 'corpse') - more of Strahd's deceit, no doubt. Another crypt belonged to Gralmore Niblenobs - inside we found a white-bearded corpse clutching a staff of brass and marble. Ray put the staff into a shallow recess in a slab within the crypt, which opened a chamber containing a leather case containing a sword hilt.

We discovered that the hilt was magical - upon wielding it, a shimmering blade projected from the hilt. Somehow I got an empathic reading from the blade - it apparently belonged to Sergei (Strahd's brother). It was originally a thin crystal blade, before Strahd instructed a wizard to destroy it. Somehow, the wizard's apprentice (Niblenobs) snuck the hilt out and preserved the enchantment - deadly to undead creatures. I accepted the weapon to use against Strahd.

Further inside the vault, we discovered a room containing three coffins - these turned out to belong to three women in wedding dresses who rose out to attack us (along with swarms of bats from the vault). We were able to destroy one and drive off another, only to be confronted with Strahd himself.

Little remains in my mind of the fight with Strahd, except that it was long and grueling. He struck again and again with powerful spells, transported himself around the room to frustrate our tactics, and taxed the last reserves of our strength - but somehow we prevailed. We did everything we were aware of from Van Richten's notes to dispose of the beast for good, and left the castle behind.

Unfortunately, it seems that this evil realm abhors a vacuum - without a new Lord to take Strahd's place, he main return again regardless. I'm not sure how I know this - perhaps a final taunt from the vampire. All I know for sure is that my vengeance is spent - yet it feels empty.
Session: Stay Alive - Wednesday, Oct 12 2016 from 8:00 AM to 11:00 AM
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Finale
How to summarize recent events?

Bextl's mother's last words to him were not to trust anyone, which seemed like a safe bet. It didn't seem prudent to throw our lot in fully with either side: A Sith Lord with an army of clones (some loyal, some rebelling, and some just convinced he's invincible), or a Moff with ties to creepy alien things who ingest people and spit out other alien things.

Playing it by ear, we head back to the gas giant to pick up the Plaque, and then arrange a meeting with the Moff. Despite the precautions we took (leaving it locked in the Headhunter, slaved to our ship and booby-trapped), Bing still managed to get his hands on the Plaque, and started proceeding with plans of his own. At least we make it safely back to Kal'Shebbol and arrange a secure dock - on the Hungarian's space station of all places. We narrowly avoid a firefight between Bing, the rest of the group, and the Hungarian's security forces.

Sargusta Jors shows up, and accompanies us to the Moff's real seat of power - a gas giant with bunches of moons 8 hyperspace-hours away from Kal'Shebbol. The Moff's fortifications include a number of Star Destroyers (with unusual energy signatures from their tech), and an odd rocky moon with no atmosphere but heavy shielding. We land and head deep underground - leaving Bing behind in the Headhunter and passing through tight security before meeting with a huge football-field sized centipede-looking thing. This creature is DarkStryder, and it is surrounded by an orb with flashing purple lighting, jars in brains, and unrecognizable tech. The Moff meets us here as well, and allows us to converse with DarkStryder.

We next discover another huge creature - a green/black 'queen-alien'-looking thing chained up with various tubes attached. The creature was apparently made using DarkStryder. The Moff brings in Caitlyn, and agent of with extensive injuries - she is slid into one tube of the creature, and comes out another tube apparently transformed into a Krayt Dragon - she heads off to enact retribution on the Hutts responsible for her injuries. This is apparently the 'new start' the Moff had mentioned in our last meeting.

We are then taken to a meeting with the Moff's Generals, Admirals, and Intelligence heads. We explain about the Plaque, 000, Darth Vex, and our work for ISB. We explain that we could use our status as double-agents to his benefit - revealing tech he can afford to lose, to throw ISB off his trail. The Moff is surprised to learn Darth Vex's identity, but believes she is dead in the most recent outbreak of 000's droid rebellion.

Around this time, Bing goes missing from the Headhunter, and alarms begin going off. The Death Star has arrived, and destroys one of the Moff's Star Destroyers. The Moff asks us to use his 'Sun Crusher', a small vessel with similar power to the Death Star, but created using his unusual tech. Further alarm klaxons blare, and main power goes off.

The party splits up (always a good idea), with some headed towards the Sun Crusher, some back to our ship, Bing doing his own thing (giving cryptic reports over the comms), and Bextl staying behind in the meeting room (hearing voices in his head of someone coming to him). Emergency power comes back on, and we get reports over our comms of Imperial ships landing to secure the bay where our ship is docked.

Jocko and Maris take off in the Sun Crusher, which takes the opportunity to make 'modifications' to them for proper interface. They gain innate knowledge of the ship, and discover it is a Yuuzhan Vong craft. They head to the system's red giant and absorb energy to use against the Death Star. They bank around the sun and head straight for their target, taking a hit but continuing on. They plow into the core and expel all of the energy - destroying it and two nearby Star Destroyers.

The rest of the group hides to let a group of stormtroopers from the landing party pass (leaving only a dozen or so behind). They then assault the troopers - taking hits buy laying down enough smoke cover to get inside our ship. From there, it's a simple matter to gun down the remaining troops and enemy craft.

In the meantime, Bextl has a rather explosive disagreement with Palpatine, who showed up to recover him. Bextl released the deadman switch on a readied thermal detonator, taking out many troopers and all but one backup clone, with Paltaine was able to 'jump' to. Our ship takes off, destroying more of the dock on our way out, and meet up with the Sun Crusher. We clamp onto it and prepare to leave under impulse power.

At this point we discover Bextl himself (or yet another clone) still on-board. He says that we need to stop the DarkStryder-created bug-creature, before the Palpatine can use it to restore his imperfect clone body. Bing finds another docking bay for us to use (near him and the creature), and we land there & use vac-suits to enter - oddly enough, we discover barefoot Toydarian footprints on the outside.

Maris rigs up an explosive vest for Bextl to wear (at his suggestion), in case Palpatine takes over his body. We enter the base, and Bing rigs up an isolation helmet for Bextl as well, in an effort to limit any information Palpatine may be able to pull from his mind over a 'tether' which may still exist.

Bing pauses at a console to deal with some remaining troopers, and we discover other Star Destroyers have arrived and begun shelling the area near our ship. It becomes apparent that Palpatine is somehow listening in despite our preparations, and that he appreciates our idea about the bug-creature - he takes it over, and begins moving quickly towards the moon's surface.

Bing touches Krieger, somehow signaling him to head back to the ship and get it operational (also providing schematics for the moon\space station). The rest of us follow, quietly. We discover that it's badly damaged, and time for repairs is in short supply. It looks like one of the Star Destroyers is trying to land to pick up the Bug Emperor, so Bing takes control of the moon's propulsion systems to slam it into the Star Destroyer. He tries going after others, but they wisely keep their distance.

Bing then tries to eject the Moff and his remaining techs, to take full control of the moon, but this starts up a scuffle with the rest of the party, and he's knocked down by Zansatsu. Eventually, the rest of the party leaves him behind, to try and deal with Palpatine. We drive off on a ground vehicle loaded on our ship towards the wreck of the Star Destroyer.

Around this time, additional Yuuzhan Vong craft begin showing up in the system. Bing and the Moff come to a tenative agreement to deal with them - it seems as if the Moff wasn't actually in league with the Vong, but just attempting to hijack their tech. The rest of us drive up to a hidden turret, hack into it, and begin firing on an Imperial Shuttle headed to meet the Bug Emperor as it breaks free of the Star Destroyer's wreckage (sporting an impressive-looking shield of some sort). Bing provides additional fire from another turret.

The shuttle takes heavy damage, but manages to land and out steps a young Anakin Skywalker? (apparently a clone). Krieger shoots at him, and he tries (and fails) to block it with his lightsaber, taking a solid hit. The rest of us join in, including Zansatsu who lands a heavy punch. 'Derp Vader' manages to block further blaster fire from us, and throws his saber - destroying Zansatsu's shock gloves and wounding him. However, Kel'Kabukk knocks him back with an explosive quarrel, and Maris leaves him on the ground twitching after a full-auto burst from his blaster rifle - should've held onto that lightsaber.

The Moff & Bing use the Moon's guns to take out the incoming Vong craft, leaving just us and Palpatine. Unsurprisingly, he now wanted to talk. Bextl is able to lull him into a false state of security and get close - walking inside the bug's shield. Maris then triggers the explosive vest - the explosion amplified by being inside the shield, it basically atomizes everything inside. Both Bextl and Palpatine try to jump into the barely-alive Vader clone, but Bextle gets there first.

It's unclear if Palpatine was able to jump to another, further-out clone, or if he still exists in some other form. At any rate, we're still alive, the Moff seems grateful (if a bit shell-shocked), and for once we may even be free of bounties. Kel'Kabukk takes the opportunity to reveal Barret Demora's treachery to the Moff (hey, the guy was definitely guilty of something, right?), and is granted a favor: a nice trip for two back to Kashyyyk for a prolonged hunting trip. Some things, you just need to savor (like medical trials on how many body parts a Wookie can tear off and cauterize, while still keeping the subject staggering along).
Session: Get ready for a surprise! - Tuesday, Sep 12 2017 from 8:00 PM to 11:00 PM
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